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Geändert am: 08.06.2026 07:46:22
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Neue Eskalationen un Nahost und KI-Zweifel: SMI vorbörslich tiefer -- DAX schwächer erwartet -- Kräftige Verluste an den Börsen in Asien
Am heimischen Aktienmarkt zeichnen sich Verluste ab. Auch der deutsche Aktienmarkt dürfte mit Verlusten starten. Anleger in Asien trennen sich am Montag in grossem Stil von ihren Aktien.

SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt dürfte schwächer in die neue Handelswoche einsteigen.
Der SMI hatte am Freitag 0,35 Prozent stärker bei 13'388,23 Zählern geschlossen, zeigt sich vorbörslich am Montag aber tiefer.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI zeigten sich ebenfalls freundlich. So schloss der SPI 0,23 Prozent im Plus bei 18'926,39 Punkten, während der SLI 0,26 Prozent auf 2'136,08 Indexpunkte zulegte.
Zum Wochenstart sorgt der Nahostkonflikt einmal mehr für erhöhte Unsicherheit. Investoren sollten sich auf einen volatilen Börsenstart einstellen, nachdem Israel und der Iran einander über das Wochenende mit Raketen angegriffen haben. Die gefährde den ohnehin brüchigen Waffenstillstand und erhöhe gerade nach dem starken Ausverkauf an der US-Technologiebörse in der vergangenen Woche die Unsicherheit, heisst es im Handel. "Nachdem die Friedensgespräche zwischen den USA und einem sichtlich erstarkten Iran ins Stocken geraten sind, stellt diese Eskalation eine echte Gefahr dar", kommentiert ein Händler.
Als Reaktion sind denn auch die Ölpreise wieder deutlich gestiegen, verharren aber noch unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar je Barrel. Zudem sei bei den Renditen ein Aufwärtsdruck zu erkennen, was ebenfalls belasten könnte, so ein Marktbeobachter.
Für den Schweizer Aktienmarkt indiziert der Broker IG aktuell zwar auch einen negativen Start - mit -0,5 Prozent fällt dieser aber vergleichsweise moderat aus. Diese erneuten Spannungen treffen auf einen Markt, der nach dem jüngsten US-Ausverkauf zum Wochenschluss ohnehin angeschlagen war. In den USA hatten sich am Freitag die Gewinnmitnahmen im Tech-Sektor nochmals beschleunigt und zu deutlichen Kursverlusten geführt.
DEUTSCHLAND
Für den Handelsstart in Deutschland zeichnen sich rote Vorzeichen ab.
Der DAX hatte bereits am Freitag 0,75 Prozent niedriger bei 24'759,05 Zählern geschlossen.
Die jüngste Talfahrt des DAX dürfte sich am Montag wegen schlechter globaler Vorgaben und der wieder eingetrübten Lage im Nahen Osten nochmals etwas verschärfen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem XETRA-Start 1,2 Prozent tiefer auf 24'462 Punkte. Er wird damit wohl deutlich unter die 21-Tage-Linie fallen, die aktuell bei 24'700 Zählern verläuft. Die Gewinnmitnahmen an den US-Börsen hatten sich am Freitagabend nach dem US-Arbeitsmarktbericht beschleunigt und dies spiegelte sich zu Wochenbeginn auch im asiatischen Handel wider - vor allem an den technologielastigen Börsen in Tokio, Taiwan und Südkorea, die zuletzt stark von KI-Fantasie profitiert hatten. "Wenn sich der heisseste Tummelplatz plötzlich in eine hektische Fluchtsituation verwandelt, bleibt das den Händlern nicht verborgen", erklärte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management.
WALL STREET
Die Wall Street zeigte sich am Freitag mit einer markanten Talfahrt - insbesondere bei Technologieaktien.
Der Dow Jones Industrial rutschte während der Sitzung sukzessive ab und ermässigte sich zum Handelsschluss um 1,35 Prozent auf 50'866,78 Punkte.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite verzeichnete ein kräftiges Minus von 4,18 Prozent auf 25'709,43 Zähler.
Mit heftigen Kursverlusten haben die US-Börsen am Freitag auf einen überraschend stark ausgefallenen Arbeitsmarktbericht (Payrolls) reagiert. Im Mai wurden mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze geschaffen wie von Volkswirten im Konsens erwartet. Zudem wurden die Daten für die beiden Vormonate nach oben revidiert. Das schürte die Furcht vor Zinserhöhungen der US-Notenbank. Der Arbeitsmarktbericht habe den Tauben im Offenmarktausschuss der Federal Reserve keine Vorlage geliefert, um für Leitzinssenkungen plädieren zu können, kommentierte Dirk Chlench, Senior Economist bei der LBBW. "Nach unserer Prognose wird die US-Notenbank in den kommenden Quartalen ihre Schlüsselzinsen unverändert lassen, im Zweifel sind Zinsanhebungen wahrscheinlicher", fügte er hinzu.
Technologiewerte führten mit Kursverlusten von durchschnittlich gut fünf Prozent die Liste der Verlierer mit weitem Abstand an. Kursgewinne verzeichneten die Sektoren Massenkonsumgüter, Gesundheit und Versorger.
Unter den Anlegern schien sich die Neigung zu verstärken, vor allem im Technologiesektor Gewinne mitzunehmen, zumal nachdem Broadcom am Mittwoch mit dem Ausblick enttäuscht hatte. Zum anderen werden der anstehende Börsengang von SpaceX und die Kapitalerhöhung von Meta in naher Zukunft in Summe wohl bis zu 160 Milliarden Dollar aufsaugen. Das Geld dürfte zum Teil auch durch den Verkauf anderer Technologieaktien aus den Portfolios aufgebracht werden müssen. Und nicht zuletzt reagiert der Sektor stärker auf steigende Marktzinsen, weil ein Grossteil der Bewertung von Technologieunternehmen auf zukünftig erwarteten Gewinnen basiert. Steigende Zinsen verringern den heutigen Barwert dieser zukünftigen Erträge deutlich.
ASIEN
Die Börsen in Asien zeigen sich zum Wochenstart schwächer.
Der Nikkei 225 verliert zeitweise 3,98 Prozent auf 63'939,58 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland geht es ebenfalls abwärts - der Shanghai Composite verliert zwischenzeitlich 1,26 Prozent auf 3'976,83 Indexpunkte.
In Hongkong rutscht daneben der Hang Seng um 1,18 Prozent auf 24'668,59 Zähler ins Minus.
Asiatische Chip-Aktien gaben am Montag auf breiter Front nach, da der jüngste KI-Aufschwung in diesem Sektor an Schwung verlor. Vor allem Aktien in Südkorea und Japan zählten zu den grössten Verlierern.
Die Verluste in Asien folgten auf deutliche Kursrückgänge an der Wall Street vom vergangenen Freitag. Eine Mischung aus verschärften geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und enttäuschenden Quartalszahlen des Server-Herstellers Broadcom löste eine massive Welle von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten KI-Rallye aus.
Ein sprunghafter Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen nach unerwartet starken US-Arbeitsmarktdaten (Nonfarm Payrolls) setzte die Tech-Aktien zusätzlich unter Druck. Zuvor waren die Aktienkurse der Chiphersteller in den letzten Wochen steil nach oben geklettert und hatten in mehreren Märkten historische Höchststände erreicht, da Investoren wegen der enormen KI-Nachfrage massiv in den Sektor investierten. Vor allem Speicherchip-Hersteller, Foundries (Auftragsfertiger) und Unternehmen mit Bezug zu KI-Servern und Rechenzentren gehörten zu den Hauptgewinnern dieses Aufschwungs.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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| 08.06.26 | Apollo Global Management Inc / Generalversammlung |
| 08.06.26 | Apollo Global Management Inc Mandatory Conv Pfd Registered Shs (A) / Generalversammlung |
| 08.06.26 | Ares Management Corporation Pfd Registered shs (B) / Generalversammlung |
| 08.06.26 | Ares Management Corporation Registered Shs / Generalversammlung |
Wirtschaftsdaten
| Datum | Unternehmen |
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| 08.06.26 | Kreditvergabe der Banken (Jahr) |
| 08.06.26 | Bruttoinlandsprodukt annualisiert |
| 08.06.26 | Bruttoinlandsprodukt Deflator (Jahr) |
| 08.06.26 | Bruttoinlandsprodukt (Quartal) |
| 08.06.26 | Handelsbilanz - BOP Basis |
| 08.06.26 | Leistungsbilanz n.s.a. |
| 08.06.26 | Foreign Reserves |
| 08.06.26 | Fronleichnam |
| 08.06.26 | Eco Watchers Survey: Current |
| 08.06.26 | Eco Watchers Survey: Outlook |
| 08.06.26 | Werkaufträge s.a. (Monat) |
| 08.06.26 | Werksaufträge n.s.a. (Jahr) |
| 08.06.26 | Außenhandelsbilanz ( Monat ) |
| 08.06.26 | Industrieproduktion (im Jahresvergleich) |
| 08.06.26 | Bauproduktion ( Jahr ) |
| 08.06.26 | Arbeitslosenquote |
| 08.06.26 | Sentix Investorenvertrauen |
| 08.06.26 | währungsreserven |
| 08.06.26 | Verbraucherpreisindex - Kernrate ( Monat ) |
| 08.06.26 | Verbraucherpreisindex (Monat) |
| 08.06.26 | Devisenreserven |
| 08.06.26 | Handelsbilanz |
| 08.06.26 | Auktion 3-monatiger Treasury Bills |
| 08.06.26 | Auktion 6-monatiger Treasury Bills |
| 08.06.26 | Verbraucherkredit |
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