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Geändert am: 08.06.2026 22:17:17

Lage in Nahost und KI-Zweifel: US-Börsen schliessen uneins -- SMI letztlich tiefer -- DAX schlussendlich mit roten Vorzeichen -- Kräftige Abschläge zum Handelsende an den Börsen in Asien

Am heimischen Aktienmarkt ging es zum Wochenstart abwärts. Auch der deutsche Aktienmarkt zeigte sich mit Verlusten. An den US-Börsen entwickelten sich die Kurse unterschiedlich. Anleger in Asien trennten sich am Montag in grossem Stil von ihren Aktien.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich im Montagshandel mit Verlusten.

Der SMI startete mit einem Abschlag und blieb im Verlauf auf rotem Terrain. Gegen Mittag konnte er seine Verluste jedoch etwas eingrenzen. Zum Handelsschluss ging es für den Leitindex um 0,5 Prozent nach unten auf 13'320,99 Punkte.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI zeigten sich nach einer schwachen Eröffnung ebenfalls tiefer. Sie schlossen den Handelstag 0,39 Prozent schwächer bei 18'852,87 Punkten bzw. 0,2 Prozent im Minus bei 2'131,74 Zählern ab.

Die Lage im Nahen Osten ist über das Wochenende wieder eskaliert und schickte die Aktienmärkte weltweit auf Tauchgang. Dem konnte sich auch der Schweizer Markt nicht entziehen. Die Entwicklungen im Nahen Osten über das Wochenende bestätigten einmal mehr, wie fragil und unvorhersehbar die dortige Lage sei, kommentierte ein Händler. Trotz der vereinbarten Waffenruhe kam es am Wochenende erneut zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und dem Iran. Das führte zu einem erneuten Anstieg der Ölpreise. "Damit sind alle Befürchtungen hinsichtlich einer hartnäckigen Inflation zurück im Markt und treffen auf Anleger, die sich jetzt entscheiden müssen, ob sie vor der Sommerpause lieber noch etwas Risiko aus ihren Depots nehmen", erklärte ein Händler. Zuletzt hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt.

Zusätzlich führten die deutlich besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten am vergangenen Freitag zu einem Anstieg der Renditen am Anleihemarkt. "Damit kommt erneuter Bewertungsdruck für Aktien auf, da Anleihen zunehmend eine Alternative zu einem möglicherweise überhitzten Aktienmarkt darstellen", sagte der Börsianer. 

Technologiewerte gerieten einmal mehr unter Druck. Neben den Finanzierungsfragen verweisen viele Händler auch auf den am Freitag anstehenden Börsengang von SpaceX. Nicht nur, dass er als ein grosser Stimmungstest für den Sektor gesehen wird. Um an diesem Mega-Event teilnehmen zu können, sei es auch gut möglich, dass Investoren ihre Mittel aus anderen Engagements abziehen - allen voran der zuvor heiss gelaufenen Technologie-Branche.

Aber nicht nur der SpaceX-IPO gilt als wegweisendes Ereignis in dieser Woche. Mit der EZB beginnt am Donnerstag zudem eine neue Zentralbanken-Runde. In der kommenden Woche folgen dann Fed und SNB. In allen Fällen werden Marktteilnehmer vor allem darauf achten, wie die Währungshüter die weitere Inflationsentwicklung bewerten, zumal sich kein Ende des Nahost-Konfliktes abzeichnet.

DEUTSCHLAND

Zum Wochenstart in Deutschland prägten rote Vorzeichen das Bild.

Der DAX rutschte zum Start deutlich ab und baute seine Verluste im Verlauf zunächst weiter aus. Im Tagesverlauf konnte er das Minus jedoch etwas eingrenzen. Das deutsche Börsenbarometer verabschiedete sich 0,58 Prozent leichter bei 24'616,22 Zählern aus der Sitzung.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag seine deutlichen Anfangsverlusten eingegrenz, aber dennoch moderat im Minus tendiert. Zunächst hatten US-Zinsängste und der sich wieder zuspitzende Krieg zwischen Israel und dem Iran der hiesigen Börse zu schaffen gemacht.

Die US-Börsen hatten am Freitag - angeführt von einem massiven Abverkauf bei den Technologiewerten - stark nachgegeben. Auslöser dafür waren unerwartet gute US-Arbeitsmarktdaten. "Eine viel zu heisse Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar von ActivTrades.

Zudem belastete die erneute Eskalation im Krieg zwischen dem Iran und Israel. Beide Länder überzogen sich erstmals seit Inkrafttreten einer Waffenruhe im April wieder gegenseitig mit heftigen Angriffen. Damit drohten die Hoffnungen auf eine von US-Präsident Donald Trump angestrebte Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts zunichtegemacht zu werden. Der Iran kündigte am Nachmittag an, die Angriffe wieder einzustellen. Trump versicherte, dass weiter an einer baldigen Lösung des Konflikts gearbeitet werde. Zuletzt hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt.

WALL STREET

Die US-Börsen beendeten den Handel zum Wochenstart uneinheitlich.

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem kleinen Abschlag von 0,16 Prozent bei 50'786,01 Punkten. Eröffnet hatte er die Sitzung noch freundlich, gab seine Gewinne dann jedoch im Verlauf ab und bewegte sich Grossteil des späteren Handels nur noch um die Nulllinie.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss hingegen um 0,86 Prozent höher bei 25'929,66 Zählern. Er hatte zum Start bereits kräftig zugelegt und behielt seine positive Tendenz auch anschliessend bei.

Nach der jüngsten Tech-Verkaufswelle griffen Aktienanleger hier am Montag wieder zu. Auch die weiter prekäre Lage im Nahen Osten und steigende Ölpreise schreckten sie zu Wochenbeginn kaum. Die Marktstrategen der US-Bank Morgan Stanley sprachen mit Blick auf den vergangenen Freitag von einem ebenso unvermeidlichen wie gesunden Rücksetzer. Mit Blick auf die Unternehmensgewinne und robuste Konjunkturdaten blieben sie bei ihrer positiven Einschätzung der Börsen.

Zentrales Thema am Markt war die jüngste Eskalation des Iran-Kriegs mit wechselseitigen Angriffen iranischer und israelischer Streitkräfte. US-Präsident Trump zufolge ignorierte der israelische Ministerpräsident Netanjahu seine Aufforderung, nicht auf iranische Angriffe zu reagieren. Zuletzt hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch eine Feuerpause nach der jüngsten Konfrontation mit dem Iran bestätigt.

Wichtige Konjunkturdaten standen am Montag nicht auf der Agenda. Spannend dürfte es am Mittwoch werden, wenn die Verbraucherpreise für Mai veröffentlicht werden. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise. Überraschend starke Arbeitsmarktdaten hatten am Freitag Erwartungen befeuert, dass die US-Notenbank in diesem Jahr die Zinsen anheben könnte, um auf die infolge des Krieges und der hohen Ölpreise erhöhte Inflation zu reagieren.

ASIEN

Die Börsen in Asien zeigten sich zum Wochenstart schwächer.

Der Nikkei 225 verlor schlussendlich 3,85 Prozent auf 64'024,60 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland ging es ebenfalls abwärts - der Shanghai Composite gab zum Handelsende 1,70 Prozent auf 3'959,34 Indexpunkte nach.

In Hongkong rutschte daneben der Hang Seng um 1,28 Prozent auf 24'642,33 Zähler ins Minus.

Die Aktienmärkte in Fernost wurden von mehreren Faktoren belastet und gaben auf breiter Front teils massiv nach. Händler nannten Zinsängste, steigende Ölpreise und die Eskalation im Nahostkrieg. Die unerwartet starken US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag verstärkten die Spekulationen in den USA auf Zinserhöhungen. Dazu flammte die militärische Auseinandersetzung zwischen dem Iran und Israel wieder auf. Beide Seiten überzogen sich mit Angriffen aus der Luft. Das dämpft Hoffnungen auf ein Friedensabkommen, in der Folge ziehen die Ölpreise an. Verkauft wurden mit den Zinserhöhungssorgen unter anderem Technologiewerte aus dem Halbleiterbereich, wozu aber auch Gewinnmitnahmen nach der fulminanten Rally beitrugen. Besonders betroffen waren davon die Börsen in Südkorea, Japan und Taiwan.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Long 13’225.79 13.55 SLBIBU
Long 12’680.12 8.95 SI6BUU
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08.06.26 Apollo Global Management Inc Mandatory Conv Pfd Registered Shs (A) / Generalversammlung
08.06.26 Ares Management Corporation Pfd Registered shs (B) / Generalversammlung

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
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08.06.26 Gross Domestic Product Deflator (YoY)
08.06.26 Gross Domestic Product Annualized
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08.06.26 Fronleichnam
08.06.26 Eco Watchers Umfrage: Aktuell
08.06.26 Eco Watchers Umfrage: Prognose
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08.06.26 Arbeitslosenquote
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