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Geändert am: 08.07.2026 22:02:36

Waffenstillstand vorbei: SMI letztlich schwächer -- DAX rutscht unter 25'000-Punkte-Marke -- US-Börsen uneinheitlich -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlich

Der heimische Markt und der deutsche Leitindex zeigten sich mit kräftigen Verlusten. Die Wall Street präsentierte sich mit unterschiedlichen Vorzeichen. An den Märkten in Asien ging es zur Wochenmitte in unterschiedliche Richtungen.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt tendierte zur Wochenmitte schwächer.

Der SMI startete niedriger und verlor auch im Anschluss weiter. Schlussendlich notierte er 1,3 Prozent tiefer bei 14'174,35 Punkten.
Die Nebenwertindizes SPI und strong>SLI gaben ebenso nach und beendeten die Sitzung 1,38 Prozent schwächer bei 19'923,26 Zählern bzw. 1,42 Prozent leichter bei 2'268,15 Punkten.

Der Schweizer Aktienmarkt hatte am Mittwoch die frühen Verluste noch einmal ausgebaut. US-Präsident Trump hatte beim Nato-Gipfel den Waffenstillstand mit Iran als beendet erklärt, was den zuvor schon schwachen Leitindex noch einmal absacken liess. Dies und schon die zuvor wieder aufgeflammten Scharmützel belasteten die Stimmung deutlich. Auch der Ölpreis hat seinen Anstieg noch einmal beschleunigt.

Konjunkturell gesehen rückt am Abend das Protokoll der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank in den Fokus, das nach Börsenschluss in Europa publiziert wird. Die Investoren versprechen sich davon Hinweise auf die künftige Zinspolitik, zumal der neue Fed-Chef Kevin Warsh noch nicht so gut gelesen werden kann. Die Notenbanken befänden sich wegen der steigenden Inflation in Kombination mit einer nachlassenden Konjunkturdynamik in einem Dilemma, hiess es etwa in einer Einschätzung von Raiffeisen Schweiz in diesem Zusammenhang. Für eine expansivere Geldpolitik bestehe trotz nachlassender Konjunkturdynamik derzeit kein Spielraum. Die zu Jahresbeginn vom Markt erwarteten Zinssenkungen seien damit vom Tisch

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt gab am Mittwoch deutlich nach.

Der DAX verlor anfänglich und rutschte anschliessend immer tiefer ins Minus. Er beendete den Handelstag 2,23 Prozent niedriger bei 24'897,45 Zählern.

Am Montag hatte der DAX bei 25'900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, dann aber seinem guten Lauf etwas Tribut gezollt - auch wegen der Gewinnmitnahmen im KI-Bereich. Diese sind noch nicht abgehakt: Der südkoreanische KOSPI, zuletzt zum Sinnbild der KI-Rally, lag am Morgen wieder deutlich im Minus auf dem tiefsten Niveau seit Mitte Mai. Wieder mehr Thema ist auch der Iran-Krieg - mit gestiegenen Ölpreisen. Nach den jüngsten Attacken auf mehrere Tanker in der Strasse von Hormus hat das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Zudem wurden die Sanktionen gegen iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt. Der Iran kritisierte dies als "schwerwiegenden Verstoss" gegen das Rahmenabkommen.

WALL STREET

Die US-Börsen gerieten zur Wochenmitte teilweise unter Druck.

Der Dow Jones Industrial beendete den Handelstag 1,09 Prozent schwächer bei 52'347,97 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite konnte die Verlustzone unterdessen verlassen und schloss 0,20 Prozent höher bei 25'870,65 Zählern.

Das von US-Präsident Donald Trump verkündete Ende des Waffenstillands zwischen den USA und dem Iran belastete zur Wochenmitte die Wall Street. Der Aussage von Trump waren neuerliche gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Darauf hatten die USA auch die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder in Kraft gesetzt. "Die Entwicklungen haben die Bedenken hinsichtlich der Energieversorgung und des geopolitischen Risikos neu entfacht. Die jüngste Eskalation stellt die bislang ernsthafteste Bewährungsprobe für die Waffenruhe dar", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Die Risikostimmung falle schwach aus, aber nicht so ausgeprägt wie vielleicht angesichts der Angriffe zu erwarten sei.
Die Ölpreise reagieren mit deutlichen Aufschlägen auf die Eskalation rund um den Nahen Osten.

ASIEN

Die Börsen in Asien zeigten sich am Mittwoch mit unterschiedlichen Tendenzen.

In Tokio bewegte sich der Nikkei 225 2,11 Prozent nach unten auf 66'819,05 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite derweil 0,49 Prozent auf 3'970,88 Zähler.

Gewinne wurden aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng kräftige 2,99 Prozent auf 24'199,46 Indexpunkte aufwärts ging.

Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert, wobei die Verlierer in der Überzahl waren. Während sich die Korrektur in Südkorea fortsetzte, hielten sich die chinesischen Börsen gut. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf das erneute Aufflammen des Iran-Konflikts. Nach Attacken auf mehrere Tanker in der Strasse von Hormus hatte das US-Militär Ziele im Iran angegriffen. Hinzu kamen schwache Vorgaben aus den USA. Der Philadelphia Semiconductor Index habe nahezu den tiefsten Stand seit einem Monat markiert und seit dem Hoch Mitte Juni über 15 Prozent verloren, so die Marktstrategen der Deutschen Bank.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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