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Geändert am: 09.07.2026 08:04:22
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SMI vorbörslich robust -- DAX vor Stabilisierung -- Asiens Börsen tiefer - Japan gegen den Trend mit Gewinnen
Am Schweizer Aktienmarkt ist die Stimmung vorbörslich verhalten positiv. Auch am deutschen Aktienmarkt deutet sich eine Stabilisierung an. Die Anleger in Asien zeigen sich unentschlossen.

SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt tendierte zur Wochenmitte schwächer.
Der SMI hatte zur Wochenmitte 1,3 Prozent tiefer bei 14'174,35 Punkten geschlossen.
Die Nebenwertindizes SPI und strong>SLI gaben ebenso nach und beendeten die Sitzung 1,38 Prozent schwächer bei 19'923,26 Zählern bzw. 1,42 Prozent leichter bei 2'268,15 Punkten.
Der Schweizer Aktienmarkt dürfte sich am Donnerstag zum Start mit leicht positiven Vorzeichen zeigen.
Am Donnerstag blicken Anleger gespannt auf die Kursreaktionen der Aktien von Galderma, Sandoz, Swisscom und Kühne+Nagel. Der Grund dafür ist eine tiefgreifende Umschichtung im Schweizer Leitindex (SMI): Die Titel des Hautpflegekonzerns Galderma und des Generikaherstellers Sandoz werden neu in den Kreis der Blue Chips aufgenommen. Im Gegenzug müssen die Schweizerische Post-Tochter Swisscom und der Logistikriese Kühne+Nagel den wichtigsten Aktienindex des Landes verlassen. Dass die Wahl für den Abstieg auf diese beiden Traditionsunternehmen fiel, liegt primär am sogenannten Streubesitz (Free Float) - also dem Anteil der Aktien, der frei am Markt gehandelt wird und nicht in fester Hand ist.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt dürfte sich zum Handelsstart am Donnerstag stabilisieren.
Der DAX hatte am Vortag 2,23 Prozent niedriger bei 24'897,45 Zählern geschlossen.
Nach dem jüngsten Rückschlag zeichnet sich für den DAX am Donnerstag eine Stabilisierung ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Xetra-Start 0,6 Prozent höher auf 25.050 Punkte.
Belastungsfaktoren kommen weiter von der erneuten Eskalation im Nahen Osten. Sie schürt Sorgen vor steigenden Ölpreisen sowie vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur. Die Signale bleiben zwiespältig, wie bereits vor der inzwischen von US-Präsident Donald Trump für beendet erklärten Waffenruhe. Denn einerseits gab es erneute gegenseitige Angriffe, andererseits wolle der Iran laut Trump aber weiter ein Rahmenabkommen mit den USA. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi erklärte, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange Drohungen anhielten. Fakt ist: Die Ölpreise sind seit Montag um gut zehn Prozent nach oben geklettert - und mit ihnen die Sorgen vor dadurch bedingtem Preisauftrieb und einer Zinsreaktion der Notenbanken.
WALL STREET
Die US-Börsen gerieten zur Wochenmitte teilweise unter Druck.
Der Dow Jones Industrial beendete den Handelstag 1,09 Prozent schwächer bei 52'347,97 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite konnte die Verlustzone unterdessen verlassen und schloss 0,20 Prozent höher bei 25'870,65 Zählern.
Das von US-Präsident Donald Trump verkündete Ende des Waffenstillands zwischen den USA und dem Iran belastete zur Wochenmitte die Wall Street. Der Aussage von Trump waren neuerliche gegenseitige Angriffe vorausgegangen, offenbar ausgelöst durch iranische Angriffe auf Handelsschiffe. Darauf hatten die USA auch die Sanktionen gegen iranische Ölverkäufe wieder in Kraft gesetzt. "Die Entwicklungen haben die Bedenken hinsichtlich der Energieversorgung und des geopolitischen Risikos neu entfacht. Die jüngste Eskalation stellt die bislang ernsthafteste Bewährungsprobe für die Waffenruhe dar", erläutert Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Die Risikostimmung falle schwach aus, aber nicht so ausgeprägt wie vielleicht angesichts der Angriffe zu erwarten sei.
Die Ölpreise reagieren mit deutlichen Aufschlägen auf die Eskalation rund um den Nahen Osten.
ASIEN
Die Börsen in Asien zeigen sich auch am Donnerstag mit unterschiedlichen Tendenzen.
In Tokio kann sich der Nikkei 225 teilweise wieder von seinem Vortagesverlusten erholen und notierte zuletzt 1,07 Prozent höher bei 67'535,64 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland fallen unterdessen Verluste an - der Shanghai Composite rutscht zeitweise um 0,13 Prozent auf 3'965,62 Punkte ins Minus.
Verluste werden auch aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng 1,16 Prozent auf 23'919,08 Indexpunkte abwärts ging.
Die meisten asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag Kursverluste verzeichnet. Ausgelöst wurde die gedrückte Stimmung durch erneute US-Militärschläge im Iran und steigende Ölpreise, was die Risikobereitschaft der Anleger spürbar dämpfte. Zudem belasteten die anhaltenden Nachwirkungen von Samsungs enttäuschendem Quartalsbericht insbesondere den südkoreanischen Markt, auch wenn sich einige Halbleiterwerte leicht erholen konnten.
An der Wall Street blieb der Trend am Vorabend uneinheitlich, nachdem das Protokoll der Juni-Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve eine weiterhin vorsichtige geldpolitische Haltung bestätigte.
Die jüngste Verkaufswelle folgt auf eine ohnehin volatile Woche für Chipaktien. Die Gewinnmitnahmen der Vorwoche hatten sich am Dienstag verschärft, da selbst ein 19-facher Sprung im operativen Quartalsgewinn von Samsung Electronics die extrem hohen Erwartungen der Investoren nicht erfüllen konnte. Zwar konnten japanische Zulieferer aus dem Halbleitersektor nach den jüngsten Einbrüchen eine Erholung einleiten, für eine allgemeine Stimmungsaufhellung in der Region reichte dies jedoch nicht aus. Anleger bleiben skeptisch, ob die künftigen Erträge im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) die aktuell hohen Bewertungen noch rechtfertigen.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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