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Geändert am: 09.07.2026 22:03:22
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Gegenbewegung eingesetzt: SMI letztlich im Plus -- DAX schliesst über 25'000 Punkten -- US-Börsen beenden Handel fester -- Asiens Börsen uneinheitlich - Japan gegen den Trend mit Gewinnen
Am Schweizer Aktienmarkt griffen die Anleger zu. Am deutschen Aktienmarkt ging es nach oben. Die Wall Street präsentierte sich mit positiven Vorzeichen. Die Anleger in Asien zeigten sich unentschlossen.

SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich positiv.
Der SMI war etwas fester gestartet, konnte die Gewinnzone aber nicht dauerhaft verteidigen und gab zeitweise nach. Anschliessend stieg er wieder über die Nulllinie, wo er die Sitzung auch 0,29 Prozent stärker bei 14'215,30 Punkten beendete.
Die Nebenwertindizes SPI und strong>SLI zeigten sich ebenfalls höher und schlossen 0,33 Prozent höher bei 19'998,19 Zählern bzw. 0,34 Prozent im Plus bei 2'275,76 Punkten.
Nach dem zuletzt deutlichen Rückschlag erholte sich der Schweizer Aktienmarkt damit am Donnerstag etwas. Davor hatte US-Präsident Donald Trump den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran als aus seiner Sicht beendet bezeichnet. Folglich griffen die USA erneut Ziele in Iran an. Da der Kalender Firmen- wie Makroseitig weiterhin dünn bleibt, dürften die Schlagzeilen rund um den Nahen Osten weiterhin die Richtung an den Märkten vorgeben.
Am Donnerstag blickten Anleger gespannt auf die Aktien von Galderma, Sandoz, Swisscom und Kühne+Nagel. Der Grund dafür ist eine tiefgreifende Umschichtung im Schweizer Leitindex (SMI): Die Titel des Hautpflegekonzerns Galderma und des Generikaherstellers Sandoz werden neu in den Kreis der Blue Chips aufgenommen. Im Gegenzug müssen die Schweizerische Post-Tochter Swisscom und der Logistikriese Kühne+Nagel den wichtigsten Aktienindex des Landes verlassen. Dass die Wahl für den Abstieg auf diese beiden Traditionsunternehmen fiel, liegt primär am sogenannten Streubesitz (Free Float) - also dem Anteil der Aktien, der frei am Markt gehandelt wird und nicht in fester Hand ist.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im Donnerstagshandel höher.
Der DAX ist mit einem Aufschlag und über der 25'000-Punkte-Marke in den Handel eingestiegen und verteidigte die Gewinnzone nach einem Ausflug an die Nulllinie weiter. Am frühen Nachmittag konnte er die Marke von 25'000-Punkten wieder übersteigen. Letztlich stieg er um 0,89 Prozent auf 25'118,27 Zähler.
Nach kräftigen Verlusten in den vergangenen zwei Handelstagen hat sich der DAX am Donnerstag etwas erholt. Frühe Erholungsgewinne bröckelten jedoch rasch ab. Ab dem Nachmittag stand für den deutschen Leitindex dann jedoch ein Plus zu Buche.
Neben Verlusten aufgrund einer eingetrübten Stimmung für KI-Werte, die sich besonders in Asien bemerkbar gemacht hatte, trübte am Vortag zusätzlich die erneute Eskalation im Nahen Osten die Börsenlaune. Sie schürte einmal mehr Sorgen vor steigenden Ölpreisen und damit vor Inflationsdruck und einer Belastung der Konjunktur.
"Monatelang entwickelte sich der Iran-Konflikt in eine Richtung, die auf ein diplomatisches Endspiel hindeutete. Die Ereignisse der letzten Tage gehen allerdings in die falsche Richtung", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die jüngsten Entwicklungen.

WALL STREET
Die US-Börsen bewegten sich am Donnerstag nach oben.
Der Dow Jones Industrial hat den Handel tiefer begonnen, drehte anschliessend jedoch moderat ins Plus. Letztlich verabschiedete er sich XX Prozent fester bei XX Punkten aus der Sitzung.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite stieg bereits zur Startglocke und legte im Verlauf kräftig zu. Am Ende stand ein Plus von XX Prozent auf XX Zähler an der Kurstafel.
Trotz zunehmenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran zeigten sich die US-Aktienmärkte am Donnerstag höher.
Nach den massiven Luftangriffen des US-Militärs wächst im Iran die Sorge vor einer Rückkehr zum offenen Krieg. Die USA bombardierten nach eigenen Angaben rund 90 militärische Ziele. Es war die zweite Nacht in Folge, in der es Angriffe gab. Die Revolutionsgarden, Irans einflussreiche Militärorganisation, reagierten erneut mit Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in den beiden mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain.
Allerdings erklärte US-Präsident Donald Trump nach seiner Rückkehr vom Nato-Gipfel, der Iran habe Kontakt aufgenommen und wolle "unbedingt ein Abkommen schliessen". Der Iran hat sich jedoch noch nicht zu neuen Gesprächen geäussert.

ASIEN
Die Börsen in Asien zeigten sich auch am Donnerstag mit unterschiedlichen Tendenzen.
In Tokio konnte sich der Nikkei 225 teilweise wieder von seinem Vortagesverlusten erholen und schloss 1,38 Prozent höher bei 67'743,85 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland konnte der Shanghai Composite die Verlustzone verlassen und schloss am Ende mit einem Plus von 1,65 Prozent bei 4'036,59 Punkten.
Verluste wurden aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng 0,70 Prozent auf 24'030,18 Indexpunkte abwärts ging.
Die Aktienmärkte in Ostasien haben am Donnerstag uneinheitlich tendiert. Der Grundtenor war dabei positiv, die Indizes erholten sich im Handelsverlauf auf breiter Front von ihren Tagestiefs, wobei insbesondere Technologieaktien nach ihrem Ausverkauf am Vortag wieder gesucht waren. Die jüngste Eskalation im Iran-Krieg wurde gut weggesteckt, nachdem US-Präsident Trump den Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran als aus seiner Sicht beendet bezeichnet hatte. Dazu hatten die USA, wie von Trump angekündigt, erneut Ziele in Iran angegriffen, um die Fähigkeit Teherans einzuschränken, den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus zu beeinträchtigen.
Stützend hatten von Beginn an die Vorgaben der Wall Street gewirkt, wo die Tendenz insgesamt behauptet war. Dazu kam, dass die Ölpreise nach dem Aufwärtsschub am Vortag im Bereich um 79 Dollar erst einmal zum Stillstand kamen und im Handelsverlauf sogar etwas nachgaben.
Hilfreich war ausserdem, dass das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung kein Störfeuer für die Zinserwartungen brachte. Die Geldpolitiker waren sich weitgehend einig, die Zinsen zunächst auf dem aktuellen Niveau zu belassen und sie aber auch senken zu können, falls der Inflationsdruck nachlasse.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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