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Geändert am: 14.07.2026 22:19:48

Dow schlussendlich kaum verändert -- SMI letztlich mit leichten Verlusten -- DAX beendet Handel etwas fester -- Asiens Börsen schliesslich im Plus

Der heimische Aktienmarkt notierte am Dienstag in der Verlustzone. Der deutsche Aktienmarkt tendierte letztlich höher. Die Wall Street zeigte sich gespalten. In Asien ging es am Dienstag nach oben.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Dienstag etwas schwächer.

Der SMI gab zum Sitzungsstart deutlich nach. Im weiteren Verlauf notierte er weiterhin im Minus, konnte seine Verluste jedoch etwas eingrenzen. Sein Schlussstand: 14'241,77 Punkte (-0,17 Prozent).
Die Nebenwertindizes SPI und strong>SLI bewegten sich ebenso auf rotem Terrain, nachdem sie bereits leichter gestartet waren. Sie beendeten die Sitzung 0,14 Prozent tiefer bei 20'036,70 Stellen bzw. 0,1 Prozent schwächer bei 2'286,15 Einheiten.

Der Schweizer Aktienmarkt stand am Dienstag moderat unter Druck. Die erneute Eskalation im Nahen Osten und der kräftige Anstieg der Ölpreise belasteten die Risikobereitschaft der Anleger. Im Fokus standen zudem die US-Inflationsdaten für Juni, die besser ausgefallen sind als erwartet, sowie der Auftakt der Berichtssaison mit den Quartalszahlen mehrerer US-Grossbanken.

Im Nahen Osten griff das US-Militär die dritte Nacht in Folge Ziele im Iran an und nahm die Seeblockade gegen iranische Häfen wieder auf. Zudem will Washington künftig eine Gebühr von 20 Prozent auf Frachttransporte durch die Strasse von Hormus erheben, was die Transportkosten gemäss Marktbeobachtern massiv erhöhen würde. "Die veränderte Lage macht das Marktumfeld unsicherer und risikoreicher", kommentierte ein Marktbeobachter. Im dünnen Sommerhandel seien deshalb auch grössere Kursschwankungen möglich.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt griffen Anleger schlussendlich vorsichtig zu.

Der DAX bewegte sich zur Startglocke auf rotem Terrain. Auch im weiteren Verlauf ging es zunächst abwärts, bevor der deutsche Leitindex am Nachmittag die Gewinnzone zurückerobern konnte. Er beendete den Handel 0,13 Prozent stärker bei 25'147,03 Punkten.

Der DAX hat am Dienstag nach der Veröffentlichung von US-Inflationsdaten ein wenig neuen Schwung bekommen. Davor hatten ihn die deutlich steigenden Ölpreise im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt klar unter die Marke von 25'000 Zählern gedrückt.

Verantwortlich für die Ölpreis-Entwicklung ist die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Wiederaufnahme der Seeblockade gegen iranische Häfen ansteuernde Schiffe. Zudem teilte er mit, dass die Vereinigten Staaten fortan für die sichere Durchfahrt der Meerenge von Hormus Einnahmen in Höhe von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchten. Während das US-Militär weiter Ziele im Iran bombardierte, attackierte dieser in der Meerenge zwei Tanker mit Marschflugkörpern.

"Der Iran-Konflikt bleibt das dominierende Thema an den Finanzmärkten", kommentierte Marktanalyst Timo Emden. "Zwischen Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte und der Sorge vor einer weiteren Eskalation bewegt sich die Börse derzeit wie auf geopolitischem Glatteis." Jochen Stanzl von der Consorsbank befürchtet, dass der Rutsch des DAX unter die 25'000-Punkte-Marke die Korrektur noch beschleunigen könnte. Bisher sieht er allerdings eine eher geordnete Entwicklung, da die Anleger "die Wechselhaftigkeit des Iran-Konflikts kennen und auch eine plötzliche Wiederaufnahme der Gespräche nicht für ausgeschlossen halten".

WALL STREET

Der US-Leitindex tendierte am Dienstag seitwärts.

Der Dow Jones Industrial konnte sich nach einem negativen Start im weiteren Verlauf an die Nulllinie vorarbeiten und schloss mit einem geringfügigen Zuwachs um 0,02 Prozent bei 52'508,48 Punkten.
Derweil konnte der Technologiewerteindex NASDAQ Composite seinen frühen Gewinn ausbauen und ging 0,91 Prozent stärker bei 26'107,37 Zählern in den Feierabend.

An den US-Börsen liess sich eine gespaltene Tendenz auszumachen, obwohl Inflationsdaten überraschend günstig ausgefallen sind und Zinserhöhungssorgen lindern.

Die Verbraucherpreise fielen im Juni in der Gesamtrate um 0,4 Prozent. Volkswirte hatten prognostiziert, dass die Preise dank der Entspannung beim Ölpreis auf Monatssicht um 0,2 Prozent sinken würden, nachdem im Mai ein Anstieg um 0,5 Prozent verzeichnet worden war. In der Kernrate (ohne Preise für Nahrungsmittel und Energie) wurde eine Stagnation zum Vormonat verzeichnet. Ökonomen hatten die Kernteuerung auf 0,2 Prozent geschätzt.

Nachdem die Ölpreise in den vergangenen Tagen in Reaktion auf die jüngsten Scharmützel zwischen den USA und dem Iran allerdings wieder rasant gestiegen sind, dürfte der Auftritt von US-Notenbankchef Warsh vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses für die Anleger interessanter sein als die Preisdaten aus dem vergangenen Monat. Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve fanden sich im vorbereiteten Text seiner Rede nicht. Warsh versicherte jedoch, dass die Fed die Inflation senken werde. Die Mitglieder des Federal Open Market Committee (FOMC) hätten "keine Toleranz für eine andauernd erhöhte Inflation".

ASIEN

Die Börsen in Asien wiesen am Dienstag grüne Vorzeichen aus.

In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich mit einem Gewinn von 0,74 Prozent bei 67'743,50 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um 1,36 Prozent auf 3'967,13 Punkte.

In Hongkong kletterte der Hang Seng schlussendlich um 0,52 Prozent auf 24'340,73 Indexpunkte.

An den ostasiatischen Börsen ging es im Handelsverlauf am Dienstag nach anfänglichen Abgaben nach oben.
Belastet haben zunächst in der Breite vor allem die nach oben geschossenen Ölpreise, nachdem sich die USA und der Iran im Nahost-Konflikt wieder mit gegenseitigen Angriffen überziehen. Die Lage in der unter anderem für Öltransporte so wichtigen Strasse von Hormus ist weiter unklar. Während der Iran sie für nicht passierbar erklärt hat, behaupten die USA, sie sei durchfahrbar, es werde aber eine neue Seeblockade gegen den Iran geben. Zugleich kündigte US-Präsident Trump an, künftig eine Art Schutzgebühr für die Passage von 20 Prozent des Frachtwertes zu verlangen. Gleichzeitig schürten erneute US-Militärschläge gegen den Iran die Angst vor Störungen der weltweiten Rohölversorgung.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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