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SLI 3025288 / CH0030252883

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Geändert am: 17.11.2025 22:12:58

Vor wichtigen US-Daten: US-Börsen letztlich mit Verlusten -- SMI schliesst schwächer -- DAX beendet Handel tiefrot -- Asiens Börsen schliesslich im Minus

Am heimischen Aktienmarkt war am Montag ein schwächerer Handel zu beobachten. Am deutschen Aktienmarkt ging es zum Wochenauftakt kräftig abwärts. Die US-Börsen schlossen ebenso leichter. Die Börsen in Asien notierten am Montag unterdessen in Rot.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenbeginn leichter.

Der SMI hat die Sitzung etwas tiefer begonnen. Nachdem er zeitweise leichte Gewinne verzeichnen konnte, ging es zuletzt wieder auf rotes Terrain. Sein Schlussstand: 12'597,82 Punkte (-0,29 Prozent).
Die Nebenwertindizes SPI und SLI notierten ebenfalls unterhalb der Nulllinie, nachdem sie zur Startglocke noch marginal zugelegt hatten. Der SPI beendete den Handel 0,42 Prozent im Minus bei 17'318,97 Stellen, während der SLI um 0,66 Prozent leichter bei 2'038,21 Einheiten aus der Sitzung ging.

Am Schweizer Aktienmarkt spielte sich ein volatiler Start in die Woche ab. Wichtige neue News waren Mangelware. Auch in Sachen Zollstreit hatte sich das Bild über das Wochenende nicht mehr fundamental geändert, meinen Börsianer. Mit Spannung werden nun im Wochenverlauf die ersten US-Konjunkturdaten nach dem Shutdown erwartet.

So wird etwa das Bureau of Labor Statistics die US-Arbeitsmarktdaten für September am Donnerstag vorlegen, die dann für einige Bewegung sorgen könnten. Hier wird sich ein erster Hinweis über die Verfassung des Arbeitsmarkts zeigen, der bei den Zinsentscheiden des Fed jeweils eine grosse Rolle spielt. Zuletzt mehrten sich die Zweifel an einer Leitzinssenkung des Fed. Aktuell sehen die Märkte Chancen für eine weitere Senkung im Dezember um 25 Basispunkte noch bei 44 Prozent. Vor kurzem hatten noch zwei Drittel der Marktbeobachter eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte erwartet.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Montag mit kräftigen Abgaben.

Der DAX hatte die Montagssitzung minimal höher begonnen und wechselte anschliessend mehrfach das Vorzeichen. Am Nachmittag ging es für das deutsche Börsenbarometer dann deutlich ins Minus und er beendete die Sitzung mit Abschlägen von 1,20 Prozent auf 23'590,52 Punkte.

Der DAX knüpfte an seine durchwachsene Vorwoche an, indem er nach einem zunächst noch soliden Handelsauftakt ins Minus abrutschte. Anleger halten sich zurück vor Eindrücken zur Entwicklung der US-Konjunktur, die im Laufe der Woche ersehnt werden.

Mit unter Druck bleibenden Kursen bleibt es fraglich, ob der traditionell gute Börsenmonat November seinem Ruf noch gerecht werden kann. In der vergangenen Woche war die Freude über ein Ende des Teilstillstands der US-Regierungsgeschäfte Zweifeln gewichen, ob die US-Notenbank Fed im Dezember die Zinsen ein weiteres Mal senken wird. Um eine Entscheidung der Fed besser abschätzen zu können, liegt der Fokus auf US-Daten, deren Vorlage nach dem Shutdown-Ende noch nachgeholt werden muss. Bevor am Donnerstag die Jobdaten für September kommen sollen, sind die Marktteilnehmer laut den Experten der Helaba auf "alternative Informationsquellen angewiesen", darunter regionale Stimmungsindikatoren wie der am Montag erwartete Empire-State-Index.

Aus der nahezu abgeschlossenen Berichtssaison zog JPMorgan-Stratege Mislav Matejka derweil ein recht positives Zwischenfazit nach generell ermutigenden Resultate. Die Eurozone hinke hinterher, die Profitabilität dürfte 2026 aber anziehen.

WALL STREET

An der Wall Street ging es am Montag abwärts.

Der Dow Jones schloss bei 46'590,24 Punkten um 1,18 Prozent tiefer. Zum Start hatte er nur leicht nachgegeben und zeitweise sogar einen Ausflug an die Nulllinie gewagt, bevor die Verkäufer das Ruder übernommen und den Index klar ins Minus gesteuert haben.

Der NASDAQ Composite beendete den Handel mit einem Verlust von 0,84 Prozent auf 22'708,07 Zähler, nachdem er bereits auf rotem Terrain eröffnet hatte. Zwar konnte sich der Index im Handelsverlauf zeitweise ins Plus vorarbeiten, fiel dann aber jeweils wieder in die Verlustzone zurück.

An den US-Börsen waren zum Wochenauftakt die Verkäufer in der Überzahl. Vor der im weiteren Wochenverlauf erwarteten, verspäteten Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten sowie den Geschäftszahlen des Tech-Riesen NVIDIA hielt sich die Kaufbereitschaft der Anleger in Grenzen. Der besser als erwartet ausgefallene Empire State Index - ein konjunktureller Frühindikator für die Industrie des US-Bundesstaats New York - hatte ebenfalls einen moderat dämpfenden Einfluss auf die Kurse.

ASIEN

In Fernost wiesen die Börsen am Montag rote Vorzeichen aus.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich um 0,1 Prozent tiefer bei 50'323,91 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite schlussendlich um 0,46 Prozent abwärts auf 3'972,04 Einheiten.

In Hongkong notierte der Hang Seng unterdessen um 0,71 Prozent im Minus bei 26'384,28 Zähler.

Abgaben überwiegten am Montag im Handelsverlauf an den ostasiatischen Aktienmärkten.

Übergeordnet lastete weiter auf der Stimmung an den Börsen, dass die Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung in den USA im Dezember sinken. Dafür sorgen unter anderem Kommentare von US-Notenbankern, die angesichts fehlender Daten als Folge des inzwischen beendeten Shutdowns vor niedrigeren Zinsen quasi im Blindflug warnen. Dazu kommen Befürchtungen, dass weiter sinkende Zinsen die bereits zu hohe Inflation noch verfestigen könnten.

In Tokio half nicht, dass die Wirtschaft gemessen am BIP im dritten Quartal des Jahres nur um 0,4 Prozent geschrumpft ist, wohingegen Ökonomen einen stärkeren Rückgang um 0,6 Prozent erwartet hatten. Zur Schrumpfung trug auch ein Rückgang der Exporte bei, die durch höhere US-Handelszölle beeinträchtigt wurden.

Stimmungsdämpfend wirkte laut Marktteilnehmern auch, dass sich die japanisch-chinesischen Beziehungen zuletzt verschlechtert hätten. China habe am Wochenende seine Bürger vor Reisen nach Japan gewarnt. Hintergrund ist, dass Japans Premierministerin Takaichi ihrerseits davor gewarnt hat, dass ein eventueller chinesischer Angriff auf Taiwan in einer "überlebensbedrohliche Situation" münden, womit sie für den Fall eine militärische Reaktion Tokios andeutete. Insbesondere Tourisimuswerte leiden unter dieser Entwicklung.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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