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Geändert am: 21.08.2026 11:11:54

SMI in Rot -- DAX etwas fester - 26'000-Punkte-Marke im Blick -- Asiens Börsen letztlich uneins

Am heimischen Aktienmarkt geht es abwärts. Der deutsche Leitindex zeigt sich ohne klare Richtung. Die Märkte in Fernost sind sich am Freitag nicht ganz einig.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Freitag eine Spur tiefer.

Der SMI eröffnete die Sitzung mit einem Abschlag von 0,37 Prozent bei 14'315,12 Zählern und gibt auch im Anschluss nach.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI folgen der Tendenz des Leitindex, nachdem sie ebenso 0,31 Prozent tiefer bei 20'136,91 Punkten bzw. 0,32 Prozent schwächer bei 2'291,89 Einheiten in den Handel einstiegen.

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit tieferen Kursen in den Handel gestartet. Negative US-Vorgaben lasteten auf der Stimmung. In den USA hatte ein Mix aus weiter steigenden Anleiherenditen und Ölpreisen sowie schwachen Zahlen von Walmart für Verluste gesorgt. Die hohe Staatsverschuldung von über 40 Billionen US-Dollar bereitet Anlegern zusehends Kopfschmerzen.

Hierzulande ist die Agenda dünn gefüllt, nur einige Unternehmen aus der zweiten Reihe legen Zahlen vor. Im Tagesverlauf rücken Einkaufsmanagerindizes sowohl aus Europa als auch am Nachmittag aus den USA in den Blick. "Der Wind für die Märkte hat sich gedreht und auch die Volatilität könnte wieder anziehen, sollte der Aufwärtsdruck beim Öl und den Anleiherenditen bestehen bleiben", sagte eine Händlerin am Morgen. Die Berichtssaison als Stütze sei nahezu vorbei - NVIDIA tanze in der nächsten Woche traditionell den letzten Tanz der Saison bei den "Magnificent 7".

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt greifen vor dem Wochenende vorsichtig zu.

Der DAX notierte zur Startglocke 0,06 Prozent höher bei 25'998,95 Punkten, legt im Verlauf aber etwas zu.

Der DAX hat sich nach einer viertägigen Verlustserie am Freitag stabilisiert. amit schaffte er es nach Anlaufschwierigkeiten wieder über die viel beachtete Marke von 26.000 Punkten. Auf Wochensicht steuert der Index auf ein Minus von 1,4 Prozent zu.

Belastet hat in den vergangenen Tagen vor allem der Anstieg der Renditen an den Anleihemärkten. Bisher hält der DAX aber die 21-Tage-Linie, womit aus technischer Sicht der kurzfristige Trend intakt bleibt. Die internationalen Vorgaben gaben dem DAX keine klaren Impulse. Mit dem japanischen Nikkei 225 und dem südkoreanischen KOSPI entwickelten sich die wichtigsten der technologielastigen asiatischen Indizes in unterschiedliche Richtungen. In den USA hatte am Vortag vor allem der Leitindex Dow Jones Industrial klar nachgegeben und der technologielastige NASDAQ 100 nach dem europäischen Handelsende sein Kursniveau unter dem Strich etwa gehalten.

Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades konstatierte einen "geordneten Rückzug" der Anleger, denen die zunehmende Volatilität am Anleihemarkt zu schaffen mache. Damit rücke eine mit Spannung erwartete Auktion von 30-jährigen US-Staatsanleihen in den Fokus: "Bleibt die erhoffte Nachfrage der Investoren aus, dürfte dies den Stress im Bondmarkt weiter verschärfen und den Druck auf den DAX gnadenlos erhöhen", befürchtet der Experte.

WALL STREET

An den US-Börsen dominierten am Donnerstag die Bären.

Der Dow Jones beendete die Sitzung 1,32 Prozent tiefer bei 52'759,21 Punkten. Er war anfangs nur leicht schwächer in den Handelstag gegangen und hatte seine Verluste dann im Verlauf deutlich ausgeweitet.
Der NASDAQ Composite schloss mit einem Minus von 1,00 Prozent bei 26'067,17 Punkten. Er hatte bereits zum Start klar nachgegeben und war anschliessend ebenfalls noch tiefer in den roten Bereich gerutscht.

Mit Enttäuschung aufgenommene Geschäftszahlen von Walmart zogen am Donnerstag schwächere Aktienkurse an den US-Börsen nach sich.

Hauptthema waren zudem weiterhin die Entwicklungen am US-Anleihemarkt, nachdem das US-Finanzministerium am Mittwoch angekündigt hatte, künftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. Konkret sollen Rückkaufoperationen für Anleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren oder mehr mit Wirkung zum 9. September von derzeit zwei auf mindestens vier Milliarden Dollar pro Operation verdoppelt werden. Der Schritt wurde an der Wall Street als Signal gewertet, dass Finanzminister Scott Bessent über den Ausverkauf bei Anleihen beunruhigt ist.

Im Nahen Osten gab es derweil weiterhin keine Entspannung. "Die USA haben keine Gespräche mit dem Iran geplant, während die Lage in der Strasse von Hormus weiter angespannt bleibt, mit eingeschränktem Schiffsverkehr und anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen für eine Wiedereröffnung", hiess es von Sucden Financial. Zudem hat US-Präsident Donald Trump damit gedroht, die USA würden beispiellose wirtschaftliche Massnahmen gegen den Iran verhängen.

ASIEN

Die asiatischen Börsen zeigten sich vor dem Wochenende mit unterschiedlichen Vorzeichen.

So gab der Nikkei 225 in Tokio schliesslich um 0,30 Prozent auf 66'016,36 Punkte nach.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,04 Prozent höher bei 3'905,20 Zählern.

In Hongkong war ein Plus zu erkennen: Für den Hang Seng ging es um 1,21 Prozent aufwärts auf 26'009,46 Einheiten.

Die beiden Hauptthemen an den asiatischen Märkten sind weiterhin die Entwicklung am US-Anleihemarkt sowie der Nahost-Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Hinweise auf eine Entspannung am persischen Golf gibt es derzeit keine: "Die USA haben keine Gespräche mit dem Iran geplant, während die Lage in der Strasse von Hormus weiter angespannt bleibt, mit eingeschränktem Schiffsverkehr und anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen für eine Wiedereröffnung", hiess es von Sucden Financial. Zudem drohte US-Präsident Donald Trump damit, die USA würden beispiellose wirtschaftliche Massnahmen gegen den Iran verhängen.

Auf breiter Front sorgten wieder etwas steigende Renditen der Anleihen für Vorsicht. Im Handel war von Zweifeln am Rückkaufplan des US-Finanzministeriums die Rede, der jüngst für Entspannung bei den Renditen gesorgt hatte. Das laufende Programm - lange Anleihen zurückzukaufen gegen die Ausgabe von kurzen - biete nur eine kurzfristige Lösung. Die Frage sei, ob damit das US-Haushaltsdefizit von über 6 Prozent des BIP und jährliche Zinskosten von rund 1,2 Billionen Dollar wesentlich verringert werden könne, heisst es bei Beobachtern. Die Analysten der Commerzbank merkten ausserdem an: "Die Kombination aus steigenden Ölpreisen und erneuter Skepsis hinsichtlich der Fähigkeit des Finanzministeriums, die langfristigen Kreditkosten zu begrenzen, belastet US-Staatsanleihen."

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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SMI-Kurs: 14’333.50 21.08.2026 11:02:32
Long 13’743.20 19.96 SYB31U
Long 13’434.59 13.95 SHB7NU
Long 12’842.85 8.92 BSUBWU
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