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Geändert am: 22.06.2026 22:19:07
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US-Iran-Verhandlungen im Blick: SMI und DAX schlussendlich im Plus -- US-Börsen zum Handelsende uneins -- Asiens Börsen letztlich überwiegend im Plus - Nikkei mit Rekordhoch
Der heimische Aktienmarkt präsentierte sich am Montag auf höherem Terrain. Der deutsche Aktienmarkt tendierte aufwärts. An der Wall Street spielte sich ein uneinheitlicher Handel ab. In Fernost schlugen die Märkte am Montag unterschiedliche Richtungen ein.

SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Montag vorsichtig.
So startete der SMI leicht im Minus und verbuchte nach zwischenzeitlich deutlicheren Verlusten letztlich Gewinne. Letztendlich ging er 0,54 Prozent höher bei 13'848,51 Punkten in den Feierabend.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI tendierten ebenso etwas höher, nachdem sie etwas tiefer in den Handel gingen. Sie verabschiedeten sich 0,49 Prozent fester bei 19'570,81 Zählern bzw. 0,53 Prozent stärker bei 2'227,19 Einheiten in den Feierabend.
Der Nahost-Konflikt blieb auch zum Start dieser Börsenwoche die treibende Kraft an den Finanzmärkten. Dabei betonten Händler wie Ipek Ozkardeskaya von Swissquote die anhaltende Unsicherheit rund um die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. Gerade die verschiedenen Wendungen über das Wochenende machten eine klare Beurteilung der aktuellen Lage schwierig, so die Händlerin.
Investoren scheinen denn auch tatsächlich eher auf weitere klare Fortschritte zu warten. Entsprechend fielen die Bewegungen im SMI ebenso moderat aus wie bei den wichtigsten europäischen Pendants.
Immerhin verharrten die Ölpreise als Seismograph für die Märkte auf ihrem tiefsten Niveau seit Kriegsbeginn. Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz am gestrigen Sonntag soll es unmittelbar im Anschluss weitere Beratungen auf Arbeitsebene geben. Ziel sei es, wie im Rahmenabkommen vorgesehen, innerhalb von 60 Tagen ein "finales Abkommen" zu erreichen, wie aus einer gemeinsamen Erklärung der Vermittler Katar und Pakistan hervorgeht.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt bewegte sich zum Wochenbeginn schlussendlich auf höherem Niveau.
So gewann der DAX zu Beginn etwas hinzu und fiel im Anschluss zunächst auf rotes Terrain. Am frühen Nachmittag konnte er sich dann an die Nulllinie zurückkämpfen und daraufhin sogar Gewinne verzeichnen. Mit einem Plus von 0,62 Prozent bei 25'139,87 Zählern ging er in den Feierabend.
Der DAX konnte sich am Montag weiterhin nicht von der 25'000-Punkte-Marke lösen. Obwohl Fortschritte bei den Friedensverhandlungen im Iran-Krieg vermeldet wurden, konnten Anleger ihre Zweifel nicht ganz ablegen.
Die Börsen feierten bislang keinen Friedensvertrag, sondern honorierten lediglich Fortschritte auf dem Weg dorthin, kommentierte Maximilian Wienke, Marktanalyst beim Broker eToro. Nach dem Auftakt der Gespräche zwischen den Verhandlungsführern der USA und des Irans soll es mit weiteren Beratungen auf Arbeitsebene weiter gehen. Wienke sieht die Gespräche in einer kritischen Übergangsphase, in der von einem weiterhin möglichen Scheitern der Verhandlungen weiterhin die grösste Gefahr ausgehe.
Daher sorgen selbst die zuletzt stark gefallenen Ölpreise nicht für den erhofften Befreiungsschlag.

WALL STREET
Nach dem langen Feiertagswochenende fanden die US-Börsen keine gemeinsame Richtung.
Der Dow Jones Industrial eröffnete die Sitzung knapp im Minus, drehte im Verlauf aber in die Gewinnzone und notierte letztlich 0,29 Prozent fester bei 51'712,71 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite startete etwas schwächer und rutschtr im Verlauf tiefer ins Minus. Er verabschiedete sich 1,32 Prozent tiefer bei 26'166,60 Zählern in den Feierabend.
Nach dem verlängerten Wochenende spielte sich am Montag ein unsicherer Handel an der Wall Street ab. Am Freitag fand feiertagsbedingt kein Handel statt. Im Fokus standen die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran für einen dauerhaften Frieden. Fortschritte bei den Gesprächen, einschliesslich der Bemühungen um eine sichere Durchfahrt durch die Strasse von Hormus trotz anhaltender diplomatischer Herausforderungen bezüglich des Libanon, haben die Sorgen um die Unterbrechungen der Energieversorgung gemindert und die Befürchtungen eines breiteren Inflationsschocks verringert, hiess es von der Saxo Bank.

ASIEN
Die Börsen in Fernost wiesen am Montag mehrheitlich positive Vorzeichen aus.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich mit einem Gewinn von 1,55 Prozent bei 72'353,96 Punkten - und verbuchte im Handelsverlauf ein Rekordhoch.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um ebenso kräftige 1,78 Prozent auf 4'163,10 Punkte.
In Hongkong gab der Hang Seng am Montag dagegen schlussendlich um 0,65 Prozent auf 23'768,52 Punkte nach.
An den asiatischen Börsen erholten sich die Indizes am Montag vielfach von anfänglichen Verlusten aufgrund von Anzeichen für Fortschritte in den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges. Händler beobachteten eine Rally bei Technologiewerten - der japanische Nikkei 225 sprang auf Allzeithoch. Die USA und der Iran sollen sich auf einen Fahrplan geeinigt haben, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Friedensabkommen zu erreichen. Auch ein Kommunikationsmechanismus zur sicheren Passage für Handelsschiffe durch die Strasse von Hormus soll installiert werden. Die aktuelle Entwicklung sorgte für Beruhigung unter Anlegern, denn zuvor hatte es am Wochenende Meldungen gegeben, wonach der Iran die Gespräche abgebrochen habe. Der Ölpreis fiel mit den Signalen der Entspannung wieder unter die Marke von 80 US-Dollar je Fass.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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| NIKKEI 225 | 69’468.11 | 0.15% | |
| Hang Seng | 22’671.86 | -1.76% | |
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