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Geändert am: 17.07.2026 22:05:15

SMI geht etwas fester ins Wochenende -- DAX schliesst in Rot -- Wall Street beendet Handel schwächer -- Asiens Börsen letztlich im Minus

Der heimische Aktienmarkt tendierte im Freitagshandel leicht aufwärts, während der deutsche Leitindex abgab. Die Wall Street notierte mit negativen Vorzeichen. Asiens Börsen zeigten sich am Freitag in Rot.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Freitag etwas fester.

So eröffnete der SMI minimal höher und bewegte sich auch anschliessend moderat im Plus. Er verabschiedete sich mit einem Gewinn von 0,54 Prozent bei 14'343,70 Punkten ins Wochenende.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI legten ebenso geringfügig zu und beendeten sie Sitzung 0,44 Prozent fester bei 20'156,26 Stellen bzw. 0,33 Prozent höher bei 2'298,35 Einheiten.

Die Vorgaben waren jedoch vor allem für Technologie-Werte sehr schwach. An der US-Technologie-Börse NASDAQ Composite sowie in Japan (Nikkei) standen einmal mehr vor allem Aktien mit KI-Bezug unter Druck. Nach deren Rally bis in den Juni hinein würden hier viele Anleger weiter Kasse machen, hiess es im Handel dazu. Selbst Zahlen und Prognosen, die zum Teil deutlich über den Expertenerwartungen lagen, konnten die Stimmung nicht nachhaltig aufhellen.

Auf den hiesigen Aktienmarkt waren die Auswirkungen allerdings eher gering, da im Leitindex SMI bekanntlich viele defensive Titel enthalten sind. Weitere Störmanöver gab es derweil von der Politik. So hat das US-Militär in der sechsten Angriffsnacht in Folge laut Medienberichten mehrere Brücken und einen Flughafen im Iran bombardiert. Der Iran holte in Reaktion darauf erneut zu Vergeltungsschlägen gegen Ziele in den mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait, Bahrain sowie Katar aus. Die meisten Börsianer lassen sich davon allerdings nicht mehr allzu stark beeindrucken.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt blieben die Anleger am Freitag vorsichtig.

So startete der DAX bereits schwächer und stand auch im weiteren Handelsverlauf im Minus. Er beendete die Handelswoche mit Verlusten von 0,34 Prozent bei 24'830,98 Punkten.

Tiefrote Vorgaben aus der internationalen Tech-Branche haben am Freitag auch den DAX in Mitleidenschaft gezogen. Marktexperte Stephen Innes verwies darauf, dass aktuell neben Gewinnmitnahmen auch Druck auf den Markt komme durch eine Korrektur bei Anlageprodukten, die mit Hebel - also im Grunde auf Pump - Investments in KI-Aktien erlaubt hätten. Dieser Korrekturprozess könnte noch eine Weile andauern.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank konstatierte eine zunehmende Angst der Anleger, dass mit der Korrektur der Halbleiter- und KI-Titel "zunehmend andere, vielleicht unbeteiligte Aktien in Sippenhaft genommen werden". Denn "je stärker die Kurse fallen, desto grösser wird der Zwang, ausufernde Verluste bei Technologieaktien durch den Verkauf anderer Werte auszugleichen". Zudem bedrohe der sich verschärfende Konflikt im Nahen Osten die weltweiten Energie-Lieferketten.

Die internationale Tech-Schwäche belastete naturgemäss vor allem die hiesigen Branchentitel.

WALL STREET

Vor dem Wochenende dominierten die Bären an der Wall Street.

So ging der Dow Jones Industrial mit einem Abschlag in den Freitagshandel und verharrte auch weiterhin in der Verlustzone. Er verabschiedete sich 0,77 Prozent schwächer bei 52'146,39 Punkten ins Wochenende.
Der technologielastige NASDAQ Composite geriet kräftig unter Druck. Nach einem ohnehin schwachen Start ging es im Verlauf sogar weiter bergab. Sein Schlussstand: 25'520,24 Indexpunkte (-1,4 Prozent).

Im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz (KI) setzte China einen neuen Meilenstein. Das vom Tech-Riesen Alibaba unterstützte Start-up Moonshot AI präsentierte sein neues Sprachmodell "Kimi K3", das nach eigenen Angaben mit den Spitzenmodellen der US-Konkurrenten OpenAI und Anthropic in einer Liga spielt. "Kimi K3" sorgt in der Branche für Aufsehen und schürt in den USA Sorgen um den schwindenden technologischen Vorsprung. Beobachter ziehen bereits Parallelen zum sogenannten "DeepSeek-Moment" Anfang 2025, als ein chinesisches Modell erstmals US-Dominanz-Annahmen erschütterte und die Tech-Aktienmärkte weltweit einbrechen liess.

ASIEN

Die Börsen in Asien erliten am Freitag starke Abschläge.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 4,03 Prozent bei 64'141,12 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite um 3,05 Prozent auf 3'764,16 Punkte.

In Hongkong gab der Hang Seng bis Handelsende um 1,78 Prozent auf 24'562,24 Indexpunkte ab.

Die asiatischen Aktienmärkte folgten damit der Vorlage der Wall Street, insbesondere den technologielastigen NASDAQ-Indizes. Einmal mehr kam es zu einer Verkaufswelle im Technologiesektor. Marktteilnehmer erklärten das mit Sorgen über mittlerweile viel zu hohe Bewertungen und verwiesen ausserdem auf die andauernd extrem hohen Investitionen in Künstliche Intelligenz.

Wieder einmal standen besonders Halbleiterwerte unter Druck, die bisherigen Highflyer des Jahres - und das trotz jüngst besser als erwartet ausgefallener Geschäftszahlen von TSMC und ASML. Laut Marktstratege James Ooi von Tiger Brokers hinterfragen die Marktakteure nach der Kursrally im bisherigen Jahresverlauf zunehmend die hohen Bewertungen. Deshalb reichten auch gute Unternehmenszahlen nicht mehr für weitere Kursanstiege.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
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Short 16’017.14 8.87 SQBLKU
SMI-Kurs: 14’518.75 06.08.2026 17:30:14
Long 13’932.75 19.66 SIBNCU
Long 13’622.79 13.99 S6BJTU
Long 13’034.84 8.93 S4BF7U
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17.07.26 Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) (Jahr)
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17.07.26 Ausländische Investments in kanadische Wertpapiere
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