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Geändert am: 23.06.2026 22:23:23

KI-Sorgen belasten: Dow geht stabil aus dem Handel -- SMI letztlich etwas höher -- DAX schliesst mit Verlusten -- Asiens Börsen schlussendlich deutlich im Minus - Nikkei sackt ab

Der heimische Aktienmarkt tendierte am Dienstag leicht aufwärts. Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich dagegen mit deutlichen Verlusten. Der US-Leitindex bewegte sich kaum. Die asiatischen Börsen gaben am Dienstag kräftig nach.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt notierte im Handel am Dienstag etwas höher.

Der SMI startete im Minus und pendelte im Anschluss weitestgehend um die Nulllinie. An Nachmittag gelang es ihm dann leichte Gewinne zu verzeichnen. Letztendlich ging er 0,45 Prozent fester bei 13'910,70 Punkten aus der Sitzung.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI tendierten unterdessen nach zwischenzeitlichen Verlusten ebenfalls leicht nach oben. Sie eröffneten die Sitzung schwächer und beendeten den Handelstag schlussendlich 0,30 Prozent höher bei 19'628,72 Zählern bzw. 0,18 Prozent stärker bei 2'231,24 Punkten.

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag vergleichsweise robust. Zwar belasten die negativen Vorgaben aus Asien sowie anhaltende Gewinnmitnahmen im Technologiesektor die Stimmung. Allerdings konnten die defensiven Schwergewichte dem Markt Halt geben. Auslöser der jüngsten Nervosität sind vor allem die zunehmenden Zweifel an den hohen Bewertungen im KI-Sektor, welche die Technologiewerte weltweit unter Druck setzten.

Für Entspannung sorgten dagegen Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran. Die Aussicht auf ein Abkommen innerhalb von 60 Tagen und die vorübergehende Freigabe iranischer Ölexporte drückten die Ölpreise auf den tiefsten Stand seit Beginn des Konflikts. Im Fokus der Anleger stehen nun die US-Einkaufsmanagerindizes für Juni sowie die Quartalszahlen des Speicherchipherstellers Micron am Mittwochabend.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete in der Dienstagssitzung kräftige Verluste.

So verlor der DAX zu Beginn bereits stark und verblieb im Anschluss weiter auf tiefrotem Terrain. Schlussendlich ging er 0,98 Prozent schwächer bei 24'893,58 Zählern in den Feierabend.

Der DAX ist am Dienstag wieder unter die Marke von 25'000 Punkten gesackt. Der deutsche Leitindex setzte seinen Schlingerkurs um die Tausendermarke fort, nachdem an den Asien-Börsen eine Korrektur vor allem bei Technologiewerten eingesetzt hatte.

Über die Börsen in Japan und Südkorea schwappte nach ihrem jüngsten Rekordlauf eine Welle an Gewinnmitnahmen. Diese war so heftig, dass der Handel in Seoul zeitweise sogar ausgesetzt wurde. Dies nahm dann auch dem DAX den Rückenwind aus den Segeln, nachdem er zum Wochenstart mit 25'176 Punkten noch ein Hoch seit Anfang Juni erreicht und sich seiner Bestmarke vom Januar bis auf 330 Punkte genähert hatte.

Von den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gab es am Dienstag kein Störfeuer. Die Gespräche über ein Rahmenabkommen zur endgültigen Beendigung des Kriegs gehen momentan auf technischer Ebene weiter, wie US-Vizepräsident JD Vance bestätigte. Nach seinen Angaben will der Iran auch wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen.

"Wir sehen einen in höchstem Masse stimmungsgetriebenen Handel. Gerade in der Nähe von Rekordnotierungen werden Anleger schnell nervös, wenn sich die Rally dann nicht direkt mit Schwung nach oben fortsetzt", schrieb am Morgen der Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consorsbank.

WALL STREET

Anleger an der Wall Street scheuten am Dienstag das Risiko.

So eröffnete der Dow Jones Industrial kaum verändert, rutschte dann direkt im Anschluss moderat ins Minus und konnte sich im weiteren Verlauf wieder an die Nulllinie vorarbeiten. Somit ging er quasi unverändert (-0,09 Prozent) bei 51'666,84 Punkten aus der Sitzung.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite blieb nach einem sehr schwachen Start auch weiterhin tief in der Verlustzone und schloss letztlich 2,21 Prozent schwächer bei 25'587,04 Zählern.

Der Auslöser für die kräftigen Verluste bei den Technologie-Werten sind Bedenken, dass die US-Zinsen länger als erwartet auf einem hohen Niveau bleiben könnten. Dazu kommt die Frage, ob sich die enormen Ausgaben für KI-Infrastruktur im aktuellen Tempo fortsetzen werden. Technologie- und Halbleiteraktien gehörten zu den grössten Gewinnern der Rally seit dem vergangenen Jahr, was sie besonders anfällig mache, wenn die Stimmung umschlage, so ein Marktbeobachter laut Dow Jones Newswires. Entscheidend werde daher sein, ob die jüngste Schwächephase lediglich eine Konsolidierung im KI-Bereich darstelle oder den Beginn einer umfassenderen Neubewertung des Sektors.

Teilnehmer verwiesen auch auf die sehr schwachen Vorgaben aus Asien, wo es vor allem für die Halbleiterwerte abwärts ging. Daher standen an der Wall Street vor allem die Chipwerte unter Abgabedruck.

Für Unsicherheit sorgten auch die jüngsten massiven Abgaben bei SpaceX.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen am Dienstag negative Vorzeichen aus.

In Tokio notierte der Nikkei 225 schliesslich mit einem kräftigen Verlust von 3,55 Prozent bei 69'788,38 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite dagegen um 1,37 Prozent auf 4'106,25 Zähler.

In Hongkong gab der Hang Seng letztlich um 1,82 Prozent auf 23'336,28 Punkte nach.

An den asiatischen Börsen ging es am Dienstag zum Teil kräftig nach unten. Im Handel war von Gewinnmitnahmen die Rede nach der jüngst von Künstlicher Intelligenz getriebenen Rally. Auch in den USA gehörten Technologietitel zu den schwächsten. Damit kehrte sich der Optimismus über die Fortschritte bei den Friedensbemühungen in Nahost vom Vortag um, aktuell überwiegen wieder die Sorgen vor einem möglichen Scheitern der Verhandlungen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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23.06.26 Consumer Price Index
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23.06.26 MNB Interest Rate Decision
23.06.26 M3 Money Supply (YoY)
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23.06.26 Retail Sales (YoY)
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23.06.26 S&P Global EMI Dienstleistungen
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23.06.26 ECB's Vujcic speech
23.06.26 Richmond Fed Produktionsindex
23.06.26 Auktion 2-jähriger Staatsanleihen
23.06.26 BoE-Mitglied Dhingra spricht
23.06.26 Bruttoinlandsprodukt (Jahr)
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