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Geändert am: 27.03.2026 22:25:02

SMI und DAX gehen leichter ins Wochenende -- Wall Street beendet Handel im Minus -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich in Grün

Die heimische Aktienmarkt sowie der deutsche Leitindex verabschiedeten sich am Freitag mit Abschlägen. Auch die US-Börsen verbuchten Verluste. Die Börsen in Fernost bewegten sich am Freitag vorwiegend auf höherem Niveau.

SCHWEIZ

Am Freitag ging es am Schweizer Aktienmarkt leicht nach unten.

Der SMI eröffnete den Handelstag bereits tiefer und verharrte im Verlauf auch im Minus. Letztlich beendete er den Tag auch in der Verlustzone. Sein Schlussstand: 12'570,26 Punkte, 0,57 Prozent im Minus.
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI folgten dem Leitindex und gingen auch mit Verlusten ins Wochenende. So beendeten sie den Handel 0,64 Prozent tiefer bei 17'552,21 Punkten bzw. 0,75 Prozent schwächer bei 1'999,31 Zählern.

Zum Wochenschluss hielten sich die Investoren am Schweizer Aktienmarkt zurück. Mittlerweile geht die vierte Woche des Iran-Krieges zu Ende. Das Motto für den heutigen Handelstag lautete: "Hoffnung und Skepsis in der Verlängerung", so ein Händler. Immerhin zeichnet sich für den SMI trotz der aktuellen Abgaben das erste Wochenplus in diesem Monat ab.

Zunächst hatten die Investoren weltweit erleichtert auf die erneute Verlängerung des Ultimatums an den Iran durch US-Präsident Donald Trump reagiert. "Damit lebt zwar einerseits die Hoffnung weiter, dass sich der Konflikt im Nahen Osten doch noch mit diplomatischen Mitteln lösen lässt", heisst es in einem Kommentar von CMC Markets. "Andererseits bleibt viel Skepsis darüber, dass die laufenden Verhandlungen wegen der sehr unterschiedlichen Positionen und harten Forderungen beider Seiten zeitnah zu einer Lösung führen können."

Dabei spiele auch eine Rolle, dass der Markt gegenüber den verbalen Zusicherungen von Präsident Trump zunehmend abgestumpft zu sein scheine, ergänzt ein Händler von IG. Das neue Ultimatum verlängere lediglich die Unsicherheit, die auf den Märkten und der globalen Wirtschaft insgesamt laste.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt hielten sich am Freitag wieder etwas zurück.

Der DAX startete kaum bewegt und beendete den Handel letztlich 1,38 Prozent tiefer bei 22'300,75 Punkten.

Ein verlängertes Ultimatum der USA für den Iran bescherte dem DAX am Freitag einen ruhigen Handelsstart, im weiteren Verlauf fiel er jedoch zurück. Dieser Aufschub durch US-Präsident Donald Trump um zehn Tage wirke nur auf den ersten Blick erleichternd, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Doch Risiken mindere dies nicht, was an den Märkten spürbar bleiben dürfte.

Es fühlt sich laut Innes eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Der Ölpreis bleibe der Gradmesser. Und der hält sich - gemessen an der Nordseesorte Brent mit derzeit knapp 109 Dollar immer noch deutlich über der Marke von 100 US-Dollar. "Seine Weigerung, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiert ein anhaltendes Eskalationsrisiko hinter den Schlagzeilen."

US-Präsident Donald Trump verlängerte das Ultimatum zur Freigabe der Strasse von Hormus nun bis zum 6. April, 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit). Bis dahin sollen keine iranischen Kraftwerke angegriffen werden, wie er unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf seiner Plattform Truth Social schrieb.

Die Nachrichtenlage bleibt dennoch widersprüchlich, denn der Iran hatte mehrfach solche von Trump erwähnte Gespräche dementiert, während Pakistan seine Vermittlerrolle bestätigte. Die Strasse von Hormus, einer der weltweit wichtigsten Transportwege übers Meer für Energielieferungen, die von Iran faktisch geschlossen wurde, bleibt damit vorerst kaum passierbar.

WALL STREET

Die US-Börsen tendierten am Freitag deutlich bergab.

Der Dow Jones rutschte am letzten Handelstag der Woche sukzessive nach unten und reduzierte sich zum Handelsschluss um 1,73 Prozent auf 45'166,64 Punkte, nahe am Tagestief.
Mit dem NASDAQ Composite ging es noch deutlicher nach unten. Er verlor letztlich 2,15 Prozent auf 20'948,36 Zähler.

Die US-Aktienmärkte haben ihre Verluste am Freitag ausgeweitet. Der andauernde Iran-Krieg sowie weiter anziehende Ölpreise sorgten für Zurückhaltung bei den Anlegern. Zusätzlich belastete die Stimmung, dass China im Vorfeld des erwarteten Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Staatschef Xi Jinping eine Handelsuntersuchung gegen die USA eingeleitet hat.

Im Nahen Osten zeichnet sich auch nach fast vier Wochen Konflikt keine Entspannung ab. Eine paramilitärische Miliz aus dem Iran hinderte drei Containerschiffe an der Durchfahrt durch die Strasse von Hormus. Bereits am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum zur Wiederöffnung der wichtigen Meerenge erneut verlängert. Zudem verschob er geplante Angriffe auf Irans Energie

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentieren sich am Freitag mehrheitlich mit Aufschlägen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich 0,43 Prozent tiefer bei 53'373,07 Zählern.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite derweil 0,63 Prozent stärker bei 3'913,72 Indexpunkten.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng schliesslich 0,38 Prozent im Plus bei 24'951,88 Punkten.

Mit leichten Aufschlägen zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte mehrheitlich am letzten Handelstag der Woche. So erholten sich die Indizes deutlich von anfänglichen Verlusten, als die schwachen US-Vorgaben belastet hatten. Auslöser für diese Entwicklung sind Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hat die Angriffe auf den Energiesektor Irans für 10 Tage ausgesetzt, damit Friedensverhandlungen stattfinden können. Trumps bisherige Frist wäre am Freitag abgelaufen. Gleichwohl herrscht weiter Skepsis, ob es tatsächlich eine Einigung zwischen den USA und dem Iran geben wird, denn beide Seiten bleiben bislang bei ihren Maximalforderungen. Die Unsicherheit bleibt damit hoch, hiess es.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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