|
17.02.2026 12:34:41
|
EU leitet Untersuchung gegen Onlinehändler Shein ein
Von Edith Hancock
DOW JONES--Die EU-Kommission hat eine Untersuchung gegen das chinesische E-Commerce-Unternehmen Shein eingeleitet. Brüssel wirft dem Billigmodehändler vor, auch illegale Produkte zu verkaufen, und Kunden durch die Gestaltung seiner Plattform potenziellen Risiken ausgesetzt zu haben. Die Behörden hatte Shein ins Visier genommen, nachdem französische Aufseher im vergangenen Jahr meldeten, sie hätten auf der Verkaufsplattform auch Sexpuppen gefunden, die Kindern ähnelten. Shein erklärte seinerzeit, derartige Angebote stammten von Drittanbietern.
Die EU-Kommission übermittelte dem E-Commerce-Riesen im November ein formelles Auskunftsersuchen, um das Problem anzugehen. "In der EU dürfen illegale Produkte nicht vertrieben werden - egal, ob sie in einem Ladenregal oder auf einem Online-Marktplatz stehen", sagte Henna Virkkunen, EU-Kommissarin für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, am Dienstag laut einer Erklärung.
Shein reagierte mit der Feststellung, wonach das Unternehmen in den vergangenen Monaten erheblich investiert habe, um die eigene Plattform mit der EU-Technologieregulierung in Einklang zu bringen. "Nach den im letzten Jahr festgestellten Problemen haben wir zusätzlich zur Verbesserung der Erkennungstools auch die Einführung weiterer Schutzmassnahmen für altersbeschränkte Produkte beschleunigt", so das Unternehmen.
"Wir teilen das Ziel der Kommission, ein sicheres und vertrauenswürdiges Online-Umfeld zu gewährleisten, und werden uns weiterhin konstruktiv an diesem Verfahren beteiligen", heisst es in der Stellungnahme von Shein.
Die Kommission prüft zudem Risiken, was das aus ihrer Sicht potenziell suchterzeugende Design der Shein-Plattform angeht, sowie aus der Transparenz des mit dem Angebot verbundenen Empfehlungssystems.
Unternehmen können bei Verstössen gegen das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act) mit Geldbussen von bis zu 6 Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes belegt werden. Das Gesetz verpflichtet grosse Plattformen wie Online-Shops und soziale Netzwerke dazu, mehr zu tun, um Nutzer vor illegalen oder schädlichen Inhalten zu schützen. Mit Zugeständnissen können sie Bedenken der Regulierungsbehörde zerstreuen und ein Bussgeld im konkreten Fall vermeiden. "Wir werden prüfen, ob Shein diese Regeln und seine Verantwortung respektiert", sagte EU-Kommissarin Virkkunen.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/rio/brb
(END) Dow Jones Newswires
February 17, 2026 06:35 ET (11:35 GMT)
JETZT LIVE: Der Preis ist das Ergebnis - so liest du Volumen und Orderflow richtig
Das Webinar mit Uwe Kälberer zeigt, wie Volumen und Orderflow offenlegen, wo Kapital agiert - und warum Märkte laufen, stoppen oder täuschen.
Schnell Plätze sichern!Dividenden Könige – Was macht sie besonders? – Wallstreet Live mit Tim Schäfer
In dieser Ausgabe von BX Swiss TV sprechen David Kunz und Tim Schäfer über ein besonders spannendes Thema für langfristige Anleger: Dividendenkönige – also Unternehmen, die ihre Dividende seit mindestens 50 Jahren jährlich steigern!
Was erwartet euch in dieser Folge?
✔️ Definition: Was macht eine Aktie zum Dividendenkönig?
✔️ Stabile Klassiker wie Johnson & Johnson, Coca-Cola, Procter & Gamble oder Colgate-Palmolive
✔️ Kontroverse Top-Performer wie Altria – die „beste Aktie der letzten 100 Jahre“
✔️ Unbekannter Star: Federal Realty Investment Trust
✔️ Target – ein Dividendenkönig in der Krise
✔️ Chancen in der Schwäche: Value-Investing bei Qualitätsaktien
https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside Fonds
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
SMI nach neuem Rekord weiter stark -- DAX nach Richtungssuche schliesslich stärker -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlich - Feiertag in ShanghaiDer heimische Aktienmarkt führte seine Rekordjagd vom Vortag fort. Am Dienstag zeigte sich der deutsche Leitindex ohne klare Richtung. Die US-Börsen bewegen sich am Dienstag aufwärts. Die wichtigsten asiatischen Indizes präsentierten sich am zweiten Handelstag der Woche uneinheitlich.


