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16.07.2026 07:44:40
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MORNING BRIEFING - USA/Asien
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+++++ TAGESTHEMA +++++
Südkoreas Zentralbank hat zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren den Leitzins angehoben und schliesst sich damit anderen Zentralbanken weltweit an. Diese straffen ihre Geldpolitik, um dem Inflationsdruck entgegenzuwirken, der durch den Konflikt zwischen den USA und dem Iran angeheizt wird. Die Bank of Korea erhöhte den siebentägigen Reposatz um einen Viertelprozentpunkt auf 2,75 Prozent. Alle 25 vom Wall Street Journal befragten Ökonomen hatten erwartet, dass die Bank den Zinssatz im Juli anheben würde, was eine Wende hin zu einer strafferen Geldpolitik markiert. Südkoreas Gesamtinflation der Verbraucherpreise erreichte im Juni ein 30-Monats-Hoch von 3,2 Prozent und überstieg damit den zweiten Monat in Folge die Marke von 3 Prozent. Ein stärker als erwartetes Wirtschaftswachstum verschaffte derweil der Zentralbank Spielraum für eine Straffung.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
11:55 US/Unitedhealth Group Inc, Ergebnis 2Q
12:30 US/GE Aerospace, Ergebnis 2Q
13:30 US/Abbott Laboratories, Ergebnis 2Q
22:00 US/Netflix Inc, Ergebnis 2Q
22:10 US/Alcoa Inc, Ergebnis 2Q
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US
14:30 Einzelhandelsumsatz Juni
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,9% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +0,2% gg Vm
zuvor: +0,8% gg Vm
Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 218.000
zuvor: 215.000
Philadelphia-Fed-Index Juli
PROGNOSE: 9,8
zuvor: 10,3
16:00 Lagerbestände Mai
PROGNOSE: +0,3% gg Vm
zuvor: +0,5% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
zuletzt +/- %
E-Mini-Future S&P-500 7.620,00 +0,1
E-Mini-Future Nasdaq-100 29.698,00 +0,0
S&P/ASX 200 (Sydney) 8.839,10 -0,0
Topix-500 (Tokio) 4.036,67 -1,3
Kospi (Seoul) 6.852,55 -5,9
Shanghai-Composite 3.904,84 -1,3
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.205,64 +2,1
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Schwächer - Auf die Stimmung drücken die fortgesetzten gegenseitigen Attacken im Iran-Krieg, auch wenn sich die Ölpreise darauf zuletzt nicht weiter nach oben bewegten. Dazu hat die koreanische Notenbank erstmals seit dreieinhalb Jahren die Zinsen erhöht, um der zu hohen Inflation zu begegnen. Der Schritt wurde allerdings allseits erwartet. In Korea setzt sich die extrem volatile Berg- und Talfahrt der vergangenen Wochen mit einer Talfahrt fort. Ausreisser nach oben ist Hongkong. Hier stützen wie schon ähnlich in den USA zu beobachten, Kursgewinne bei Technologieschwergewichten aus dem Nicht-Halbleiterbereich. Alibaba legen nach Gewinnen am Vortag um weitere 4,8 Prozent zu, Meituan um 5,3 und Tencent um 3,2 Prozent. In Seoul brechen Samsung Electronics um 8,1 und SK Hynix um 11,1 Prozent ein. Hanmi Semiconductur kommen um knapp 8 Prozent zurück. Der Kurs war am Vortag nach stark ausgefallenen Quartalszahlen noch um rund 30 Prozent nach oben geschossen. In Tokio stehen Halbleiteraktien ebenso unter Druck. Advantest verlieren 5,3 oder Renesas 5,1 Prozent. Der Kurs des Technologieinvestors Softbank Group rutscht um 5,9 Prozent ab. Der Ausverkauf spiegelt laut Händlern die wachsende Besorgnis der Anleger wider, dass die KI-getriebene Rally bei Halbleitern überzogen ist. Verwiesen wird auch auf die im Tagesverlauf noch anstehenden Quartalszahlen von TSMC, dem grössten Chip-Auftragsfertiger weltweit, sowie die am 22. Juli anstehenden Quartalsergebnisse von SK Hynix. Das sorge für zusätzliche Vorsicht.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 52.658,64 +0,3 +150,37 52.508,27
S&P-500 7.572,40 +0,4 +28,81 7.543,59
NASDAQ Comp 26.269,23 +0,6 +162,22 26.107,01
NASDAQ 100 29.502,60 -0,3 -83,69 29.586,29
Mittwoch Dienstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,21 Mrd 1,16 Mrd
Gewinner 1.665 1.631
Verlierer 1.096 1.112
Unverändert 83 97
Etwas fester - Gewinne bei Technologieschwergewichten glichen eine breite Schwäche bei Chipaktien aus. Apple, Alphabet und Amazon gewannen bis zu 4 Prozent. Der PHLX Semiconductor Index fiel dagegen um 2,1 Prozent, belastet von Kursverlusten bei Micron (-8%), Marvell (-7,3%), Intel (-4,4%) und AMD (-3,5%). Dass die Erzeugerpreise wie tags zuvor bereits die Verbraucberpreise für Juni von einem nachlassenden Inflationsdruck zeugten, stütze die Stimmung tendenziell. Die Paypal-Aktie zog nach Berichten über ein Übernahmeangebot um 17,2 Prozent an. Johnson & Johnson fielen um 2,7 Prozent, obwohl der Pharma-Konzern mit seinen Zahlen die Erwartungen weitgehend übertroffen und den Ausblick erhöht hatte. Bemängelt wurde aber, dass der Umsatz der Medizintechniksparte die Erwartungen leicht verfehlte. Nach starken Geschäftszahlen verteuerten sich Blackrock um 6,6 Prozent.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/-
2 Jahre 4,15 -0,04
5 Jahre 4,27 -0,06
10 Jahre 4,55 -0,03
In Reaktion auf überraschend günstige Erzeugerpreise gaben die Anleiherenditen nach. Die Erzeugerpreise für Juni waren niedriger als erwartet ausgefallen, nachdem ähnliches tags zuvor bereits bei den Verbraucherpreisen zu beobachten war.
DEVISEN
zuletzt +/- % 00:00 Mi, 09:03 % YTD
EUR/USD 1,1467 +0,0 1,1463 1,1429 -2,4
EUR/JPY 185,92 +0,0 185,90 185,39 +1,1
EUR/GBP 0,8469 +0,1 0,8465 0,8522 -2,8
USD/JPY 162,10 -0,1 162,18 162,20 +3,5
USD/KRW 1.481,20 -0,3 1.485,04 1.489,20 +2,8
USD/CNY 6,7661 -0,0 6,7682 6,7680 -3,3
USD/CNH 6,7669 -0,0 6,7681 6,7695 -3,0
USD/HKD 7,8378 -0,0 7,8388 7,8372 +0,7
AUD/USD 0,6997 -0,1 0,7006 0,6985 +4,9
NZD/USD 0,5850 +0,1 0,5847 0,5815 +1,6
BTC/USD 64.838,60 -0,2 64.950,99 64.743,84 -26,1
Der Dollar folgte den Marktzinsen nach unten. Der Dollar-Index reduzierte sich um 0,2 Prozent.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.027,86 -0,8 -32,55 4.060,41
Silber 56,96 -1,4 -0,81 57,77
Platin 1.660,59 -0,8 -13,57 1.674,16
Der Goldpreis sank im US-Handel um 0,5 Prozent auf 4.032 Dollar.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 79,22 -0,5 -0,38 79,60
Brent/ICE 84,56 -0,5 -0,39 84,95
Die Ölpreise gaben leicht nach, ungeachtet der neuen US-Angriffe auf den Iran und der weiter nicht ganz klaren Lage um die Strasse von Hormus, die vom Iran blockiert wird, während die USA sie für passierbar halten. Der Markt setze darauf, dass die Kriegsparteien weiter verhandelten, hiess es. Das Barrel Brent verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 84,58 Dollar.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
IRAN-KRIEG
US-Präsident Donald Trump neigt laut US-Offiziellen zu einer Ausweitung der militärischen Operationen im Iran. Die Optionen umfassten eine Verschärfung der Luftangriffe, die Entsendung von Bodentruppen zur Einnahme iranischer Inseln in der Nähe der Strasse von Hormus sowie die Bombardierung einer befestigten Anlage, die für verdeckte nukleare Aktivitäten genutzt werden könnte.
USA - Konjunktur
Die wirtschaftliche Aktivität in den USA hat sich laut dem Beige-Book der US-Notenbank in elf der zwölf Distrikte leicht bis moderat erhöht. Das Wachstumstempo entsprach dabei in etwa dem des vorherigen Berichtszeitraums. Die Konsumausgaben zogen leicht an, doch höhere Preise, insbesondere für Kraftstoff, dämpften die Umsätze in anderen Bereichen.
USA - Zollpolitik
Die USA belegen Brasilien mit weiteren Zöllen. Auf bestimmte Waren sollen Zölle von 25 Prozent fällig werden, wie das Büro des US-Handelsbeauftragen Jamieson Greer mitteilte. Das sei das Ergebnis einer Untersuchung der "unfairen Handelspraktiken" Brasiliens. Brasilianischer Kaffee und Rindfleisch sind von den Zöllen ausgenommen.
BHP
hat im vergangenen Geschäftsjahr eine Rekordmenge an Eisenerz gefördert. Gleichzeitig sank die Kupferproduktion. BHP prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr einen weiteren Rückgang bei Kupfer.
J.B. HUNT
hat im zweiten Quartal dank eines Umsatzwachstums in fast allen Geschäftsbereichen einen höheren Gewinn und steigende Erlöse verzeichnet. Das Logistikunternehmen meldete einen Gewinn von 181 (Vorjahr: 128,6) Millionen Dollar oder 1,91 Dollar je Aktie. Der Umsatz wuchs auf 3,5 (2,93) Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Gewinn von 1,74 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 3,26 Milliarden Dollar erwartet.
UNITED AIRLINES
hat die Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben. Der bereinigte Gewinn soll 9 bis 11 Dollar je Aktie erreichen. Damit wurde das untere Ende des bisherigen Ziels um 2 Dollar je Aktie angehoben. Analysten erwarteten bereits, dass die Fluggesellschaft näher am oberen Ende ihrer Ziele landen werde.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die massgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/ros/gos
(END) Dow Jones Newswires
July 16, 2026 01:45 ET (05:45 GMT)
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