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Geändert am: 16.07.2026 22:01:46

SMI und DAX beenden Handel leichter -- Wall Street schlussendlich mit Verlusten -- Asiens Börsen letztlich überwiegend in Rot

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt gaben im Donnerstagshandel nach. Die US-Börsen notierten mit roten Vorzeichen. In Asien verbuchten die Börsen mehrheitlich Verluste.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt tendierte am Donnerstag abwärts.

So eröffnete der SMI etwas schwächer und blieb auch anschliessend in der Verlustzone. Der Leitindex SMI fiel dabei unter die Marke von 14'200 Punkten. Er beendete den Handel 0,28 Prozent im Minus bei 14'267,19 Punkten.
Auch die Nebenwertindizes SPI und SLI starteten bereits leichter und verloren letztlich 0,21 Prozent auf 20'068,91 Stellen, bzw. 0,24 Prozent auf 2'290,79 Einheiten.

"Derzeit fehlt es an Treibern für eine positive Entwicklung", meinte ein Marktteilnehmer. Dies gilt umso mehr, weil sich die Lage im Nahen Osten weiter zugespitzt hat. US-Medien berichteten unter Berufung auf US-Beamte, dass US-Präsident Donald Trump zu einer Ausweitung des militärischen Vorgehens gegen den Iran tendiere, aber noch keine endgültige Entscheidung über die nächsten Schritte getroffen habe. Optionen sind demnach, die Luftangriffe auszuweiten, Bodentruppen zur Eroberung iranischer Inseln nahe der Strasse von Hormus einzusetzen sowie die Bombardierung einer iranischen Atomeinrichtung, die als "Pickaxe Mountain" bekannt ist.

Zudem ist das Zollthema zurück. Die US-Regierung will diverse Importgüter aus Brasilien mit einem Zollsatz in Höhe von 25 Prozent belegen. Vorangegangen sei eine Untersuchung, die eine Vielzahl von unfairen Handelspraktiken offenbart habe, hiess es zur Begründung. Fällig werden die Zölle bereits ab Mittwoch nächster Woche.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt zeigten sich die Anleger am Donnerstag in Verkaufslaune.

So startete der DAX nahezu unverändert und fiel im weiteren Verlauf auf rotes Terrain. Dabei ist er wieder deutlich unter die 25'000-Punkte-Marke abgerutscht. Sein Schlussstand: 24'915,49 Punkte (-0,34 Prozent).

Gegenwind kam von den schwachen asiatischen Märkten. Zuletzt drückte zudem ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auf die Stimmung. Informierten Kreisen zufolge soll der Iran von der jemenitischen Huthi-Bewegung Unterstützung für eine Sperrung der Ölroute durch das Rote Meer für den Fall erbeten haben, dass die Vereinigten Staaten wie angedroht Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur starten, hiess es.

Analyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets verwies auf die weiteren Gewinnmitnahmen im asiatischen Halbleitersektor - starke Geschäftszahlen sowie die angehobenen Umsatz- und Investitionsziele des taiwanesischen Chipherstellers TSMC halfen ihm nicht. Die offiziellen Quartalszahlen hätten die teils bereits bekannten Eckdaten lediglich bestätigt, und "die Skepsis der Investoren über die weitere Entwicklung im KI- und Rechenzentrumsgeschäft in der spätzyklischen Phase bleibt", betonte der Experte.

WALL STREET

Die Wall Street tendierte am Donenrstag abwärts.

Der Dow Jones Industrial notierte zur Eröffnung höher und legte zunächst auch weiter etwas zu, bevor er in die Verlustzone absackte. Letztendlich ging er 0,2 Prozent leichter bei 52'553,62 Punkten in den Feierabend.
Der Technologiewerteindex NASDAQ Composite startete bereits tiefer in den Tag und bewegte sich auch im weiteren Verlauf im Minus. Zum Handelsende wurden Verluste in Höhe von 1,47 Prozent bei 25'881,95 Zählern verzeichnet.

Für die US-Aktienmärkte spielte sich am Donnerstag ein schwächerer Handel ab, wobei insbesondere Halbleiterwerte unter der erlahmenden KI-Rally litten; selbst starke TSMC-Zahlen blieben wirkungslos.

Zusätzlicher Druck kam von robusten Konjunkturdaten: Die im Juni erwartungsgemäss gestiegenen Einzelhandelsumsätze, überraschend starke Philadelphia-Fed-Daten und rückläufige Arbeitslosenhilfe-Erstanträge schüren Zinssorgen. In der Folge kletterte die Rendite zehnjähriger US-Anleihen. Für Wachstumsaktien aus dem Tech-Sektor ist dies doppelt negativ, da steigende Zinsen den Barwert zukünftiger Gewinne schmälern und die Finanzierungskosten in die Höhe treiben.

Am Rohstoffmarkt legten die Ölpreise nach Verlusten wieder zu, gestützt durch anhaltende US-Militärschläge im Iran und die fortgesetzte Blockade der Strasse von Hormus.

ASIEN

Die Börsen in Asien wiesen am Donnerstag überwiegend rote Vorzeichen aus.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 2,79 Prozent bei 66'835,54 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite um 1,85 Prozent auf 3'882,41 Punkte.

In Hongkong legte der Hang Seng bis Handelsschluss um 1,33 Prozent auf 25'008,60 Indexpunkte zu.

Auf die Stimmung drückten die fortgesetzten gegenseitigen Attacken im Iran-Krieg, auch wenn sich die Ölpreise darauf zuletzt nicht weiter nach oben bewegten. Dazu erhöhte die koreanische Notenbank erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder die Leitzinsen, um der zu hohen Inflation zu begegnen. Der Schritt wurde allerdings allseits erwartet. Der Leitzins liegt nun 25 Basispunkte höher bei 2,75 Prozent.

In Hongkong stützten wie schon ähnlich in den USA zu beobachten, Kursgewinne bei Technologieschwergewichten aus dem Nicht-Halbleiterbereich.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Typ Stop-Loss Hebel Symbol
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SMI-Kurs: 14’551.56 05.08.2026 17:30:14
Long 13’931.42 19.41 SXBEVU
Long 13’621.49 13.77 S6BJTU
Long 13’051.06 8.98 SJBCVU
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