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06.09.2026 17:24:39
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Presseschau vom Wochenende 36 (5./6. September)
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:
SECO: Die Schweiz muss sich nach Einschätzung von Seco-Chefin Helene Budliger Artieda auf eine grundlegend veränderte Weltwirtschaft einstellen. Die Welt sei multipolar geworden, wobei grosse Länder zunehmend ihre Marktmacht einsetzten, sagte die Direktorin des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im Interview mit der "SonntagsZeitung" (Ausgabe vom 6.9.). "Das ist für uns als Schweiz sehr zum Nachteil." (SoZ S. 15-16 , sh sep. Meldung)
UBS I: Das Duell Karin Keller-Sutter gegen die UBS geht in die nächste Runde. Dabei manövrieren sich die Freisinnigen zwischen die Fronten und die SP liebäugelt mit dem Referendum, wie der "Tagesanzeiger" in seiner Samstagsausgabe schreibt. Er glaube nicht, dass die weniger strenge Lösung der Ständeratskommission weniger Sicherheit bringe für die Steuerzahlenden, sagt der Nidwaldner FDP-Ständerat Hans Wicki. Das sieht nicht nur Bundesrätin Keller-Sutter anders, sondern etwa auch FDP-Ständerat Andrea Caroni. Er hatte sich in der Wirtschaftskommission mit einer starken Minderheit erfolglos für eine harte Eigenkapitaldeckung von 90 Prozent für ausländische Tochtergesellschaften eingesetzt.(Tagi S. 5)
UBS II: Bei der Grossbank UBS sind neu KI-Kompetenzen ein Auswahlkriterium dafür, wer eingestellt und befördert wird. Auch die Höhe der Vergütung hängt teilweise von der KI-Nutzung ab, wie Recherchen der "NZZ am Sonntag" zeigen. KI-Kompetenzen und praktische Erfahrungen seien ein wichtiger Faktor für den zukünftigen beruflichen Erfolg, sagt der UBS-Personalchef Stefan Seiler. "Sie fliessen bei uns in die Leistungsbeurteilung mit ein und werden bei vielen ausgeschriebenen offenen Rollen abgefragt." (NZZaS S. 35)
AKW: ETH-Forscher zweifeln an der Kostenschätzung der Akademien der Naturwissenschaften für ein neues AKW und sprechen von "Irreführung", wie die "NZZ am Sonntag" schreibt. Moniert werden auch die "fehlende Transparenz", "erhebliche methodische Schwächen" und nicht nachvollziehbare Annahmen. Das vor gut zwei Wochen von den Akademien der Naturwissenschaften publizierte Papier hat die Kernbotschaft, dass neue Kernkraftwerke teurer werden dürften als bisher angenommen. Die Kosten für den Bau eines Kraftwerks werden auf bis zu 43 Milliarden Franken veranschlagt. Sechs Monate vor dem Urnengang zum Neubauverbot eskaliere nun der Streit in Wissenschaft und Politik, so die Zeitung.(NZZaS S. 2-3)
TOURISMUS: Schweiz-Tourismus-Direktor Martin Nydegger hat die Neuausrichtung der Werbekampagnen angekündigt. Wie Nydegger dem "SonntagsBlick" im Interview erklärte, wird Schweiz Tourismus erstmals nach fünf Jahren nicht mehr mit dem eigentlichen Werbeträger Roger Federer in der Hauptkampagne arbeiten. Federer habe bisher als Botschafter fantastische Arbeit geleistet, so Nydegger. In der neuen Herbstkampagne wolle man etwas Neues und Überraschendes machen. Dem Schweiz-Tourismus-Direktor zufolge sind die meisten Touristen in der Schweiz immer noch die Schweizer selbst, dicht gefolgt von Gästen aus Deutschland und den USA. "Ein paar wenige Hotspots sind extrem frequentiert, aber das Gros der Schweiz sucht nach Gästen. Wir haben über das ganze Jahr gesehen schweizweit eine durchschnittliche Hotelauslastung von 50 Prozent", so Nydegger gegenüber der Zeitung. (SoBli S. 6-8)
ROBO-TAXI: Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) hat eine nationale Untersuchungsstelle für Unfälle mit Robotaxis gefordert. "Die Schweiz braucht eine unabhängige Stelle, die bei schweren oder technisch relevanten Unfällen mit automatisierten Fahrzeugen rasch tätig werden kann", sagte BfU-Forschungsleiter Markus Deublin gegenüber der "NZZ am Sonntag". Polizei und Staatsanwaltschaft würden heute nicht über die nötigen Mittel verfügen, um gezielt nach systemischen Risiken zu suchen. Die unabhängige Untersuchungsstelle soll nach Unfällen Fahrzeug-, Software- und Sensorendaten sichern und nach einheitlichen Standards auswerten. Denkbar wäre es laut Deublin, die Aufgabe der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) zu übertragen. Unternehmen wie Tesla haben in Zürich bereits weitreichende Fahrassistenzsysteme vorgeführt. (NZZaS S. 11)
CRANS-MONTANA: Die Stiftung Beloved, die die Opfer nach dem Brand in einer Bar in der Silvesternacht in Crans-Montana (VS) unterstützt hat bisher rund siebzig Gesuche erhalten. Dies erklärte der Stiftungs-Direktor Christian Cardon am Sonntag im Interview mit "Le Matin Dimanche". Einige seien bereits bewilligt worden, andere würden noch geprüft, fügte er hinzu. Ablehnungen habe es bisher keine gegeben. Seinen Angaben zufolge seien bereits mehrere Zehntausend Franken ausgezahlt worden. "Insbesondere junge Menschen haben sich wegen einer beruflichen Umschulung an uns gewandt [...] Wir unterstützen auch Projekte, die von Angehörigen der Opfer oder von Personen initiiert wurden, die seit dem Unglück in finanziellen Schwierigkeiten stecken", sagte Cardon der Zeitung.
mk/
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