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11.09.2026 08:15:36
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Reisegruppe Globetrotter soll in Schweizer Hand bleiben
Bern (awp) - Die Globetrotter-Gruppe soll auch nach einem Rückzug ihrer heutigen Eigentümer in Schweizer Hand bleiben. Ein Verkauf an ausländische Reisekonzerne wie Dertour oder TUI komme nicht infrage, sagte Verwaltungsratspräsident André Lüthi in einem Interview mit "Berner Zeitung"/"Bund" vom Freitag.
Wie die Nachfolge konkret geregelt wird, ist laut dem 66-Jährigen noch offen. Neben Lüthi gehören Firmengründer Walter Kamm und der Berner Unternehmer Beat Zaugg zu den Aktionären. Da Kamm und Zaugg keine Kinder hätten, sei eine Beteiligung des Managements eine von mehreren Möglichkeiten. Für seinen eigenen Anteil könne er sich auch eine familieninterne Lösung vorstellen.
Die Globetrotter-Gruppe mit Sitz in Bern feiert dieses Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Sie beschäftigt rund 370 Mitarbeitende und umfasst zwölf auf Spezialreisen ausgerichtete Unternehmen. Nach der Übernahme von Kuoni und Hotelplan durch deutsche Konzerne bezeichnet sie sich als grösstes Schweizer Reiseunternehmen.
Lüthi fordert derweil höhere Preise für Flugreisen. "Wenn man mit dem Sackgeld einen Flug bezahlen kann, stimmt etwas im System nicht mehr", sagte er mit Blick auf Billigangebote wie 20-Franken-Flüge in Europa. Höhere Preise könnten dazu führen, dass die Menschen weniger häufig, dafür länger verreisten.
Zudem sprach sich Lüthi für eine international koordinierte CO2-Taxe auf Flugreisen aus. Die Einnahmen sollten direkt in die Forschung sowie in neue Technologien und umweltfreundlichere Treibstoffe fliessen. Die Reiseindustrie trage selbst Verantwortung dafür, dass der Markt teilweise mit Dumpingpreisen überschwemmt worden sei.
Künstliche Intelligenz will Globetrotter vor allem einsetzen, um Reiseberater von administrativen Arbeiten zu entlasten. Einen Stellenabbau wegen KI schloss Lüthi derzeit aus.
to/ra
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