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26.03.2026 15:27:36

Ruag MRO steigert Umsatz und Gewinn deutlich

Bern (awp/sda) - Der bundeseigene Rüstungsbetrieb Ruag MRO hat ein erfolgreiches 2025 hinter sich. Der Umsatz stieg leicht, der Gewinn schnellte in die Höhe.

Der Umsatz nahm um gut 6 Prozent auf 825 Millionen Franken zu, wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist. Deutliche Verbesserungen gab es bei der Profitabiliät: So stieg die EBIT-Marge auf 6,4 von knapp 4 Prozent. Sie habe damit erstals im Zielbereich von 6 bis 8 Prozent gelegen.

Und unter dem Strich schnellte der Gewinn um 56 Prozent auf 55,5 Millionen hoch. Insgesamt habe der Rüstungskonzern die finanziellen Ziele wesentlich besser erfüllt als in den Vorjahren, heisst es im bundesrätlichen Bericht zu den Zahlen.

Altlasten abgebaut

Das Unternehmen habe zudem entscheidende, zukunftsrelevante Erfolge erzielt und Altlasten abgebaut. Im neuen Berichtsjahr werde es nun den angestossenen Kulturwandel vorantreiben und die Zusammenarbeit mit dem Hauptkunden, der Schweizer Armee, partnerschaftlich stärken.

Noch laufen Untersuchungen bei der Ruag MRO, wie die Landesregierung erst am Dienstag mitgeteilt hatte. Die Vorfälle reichen zurück in die Zeit der ehemaligen Ruag Holding AG.

Namentlich geht es um die forensische Untersuchung zu den Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit den Leopard-1-Panzern, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA verdeutlichte.

Negative Schlagzeilen

Der Rüstungskonzern hatte zudem im vergangenen September für negative Schlagzeilen gesorgt. So muss er für die Aufklärung von betrügerischen Verkäufen und anderen Delikten tief in die Tasche greifen: Mehr als zehn Millionen Franken kostet die Untersuchung durch eine Zürcher Anwaltskanzlei.

Zudem musste sich die Ruag von der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) den Vorwurf gefallen lassen, gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Elbit die Verzögerungen bei der Modernisierung der Kommunikationssysteme der Schweizer Armee verantwortet zu haben. Auch bei der Beschaffung von Aufklärungsdrohnen war es zu Ungereimtheiten gekommen.

Die Empfehlungen der EFK setze man konsequent um und ordne, wo nötig, wirksame Massnahmen an, hiess es in der Mitteilung vom Donnerstag. So habe man im Berichtsjahr unter anderem eine neue Organisationsstruktur umgesetzt und die Compliance-Prozesse, die Einhaltung der Richtlinien, von externen Experten prüfen und bewerten lassen.

rw/cf

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