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25.03.2026 16:04:00
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Swisscom-Tochter Fastweb und Vodafone kündigen INWIT-Vertrag - Aktien im Blick
Die italienische Swisscom-Tochter "Fastweb + Vodafone" will einen aus ihrer Sicht teuren Rahmendienstleistungsvertrag mit dem Infrastrukturunternehmen INWIT (Infrastrutture Wireless Italiane) vorzeitig kündigen. Nun droht ein längerer Rechtsstreit.
Der Vertragsbeginn geht sechs Jahre zurück. Damals hatte Vodafone Italia, die inzwischen von Swisscom übernommen wurde, 20'000 seiner insgesamt 25'000 Mobilfunkmasten in Italien an INWIT verkauft. Seither werden diese für jährlich rund 400 Millionen Euro gemietet.
Streit über Vertragslaufzeit
Fastweb + Vodafone will nun mit einer Frist von zwei Jahren per Ende März 2028 aus dem Vertrag aussteigen. Dies sei möglich, da INWIT im Dezember 2020 nach einem Kontrollwechsel nicht von seiner Option zur Verlängerung Gebrauch gemacht habe. "Wir sind überzeugt, dass die Kündigung des Rahmendienstleistungsvertrags rechtens ist", sagte ein Swisscom-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.
INWIT sieht dies jedoch anders. Der Ansicht des Unternehmens nach läuft der Vertrag noch bis 2038. Daher haben Fastweb + Vodafone bei den zuständigen Gerichten Klage eingereicht, um das vertragliche Recht auf eine frühere Kündigung festzustellen, teilte Swisscom weiter mit.
Dies könnte "der Beginn eines möglicherweise langwierigen Rechtsstreits, mit ungewissem Ausgang sein", heisst es dazu in einem Kommentar des Analystenhauses Jefferies. "Betreffs eines Rechtsstreits möchten wir nicht spekulieren", sagte der Swisscom-Sprecher dazu.
Betrieb soll sichergestellt werden
Gleichzeitig will Fastweb + Vodafone jetzt Gespräche mit INWIT aufnehmen, um einen Migrationsplan zu vereinbaren, wie es vom Schweizer Telekomkonzern hiess. Der Plan soll über mehrere Jahre laufen und die betriebliche Kontinuität bis März 2028 und darüber hinaus sicherstellen.
Einschränkungen für den operativen Betrieb der Netze erwartet Swisscom keine. "Wir werden das effizienteste Modell für jeden einzelnen Standort prüfen, einschliesslich der Nutzung alternativer Anbieter", sagte der Sprecher weiter. So verfüge Fastweb + Vodafone über etablierte Beziehungen zu mehreren anderen Betreibern, die genutzt werden könnten.
Die Swisscom-Aktie notiert im SIX-Handel zeitweise 0,07 Prozent tiefer bei 700,50 Franken. Die Papiere von Vodafone bewegen sich im Londoner Handel derweil um 0,55 Prozent nach oben auf 1,11 Pfund.cg/hr
Bern (awp)
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