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13.08.2026 12:51:36
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Wdh: Eric Gujer tritt 2027 als NZZ-Chefredaktor ab
(Meldung mit Anpassung im Titel wiederholt - Zusammenfassung)
Zürich (awp/sda) - Eric Gujer tritt am 1. Februar 2027 als Chefredaktor der NZZ ab. Er wird aber als Herausgeber Deutschland bei der Zürcher Mediengruppe bleiben. Seine Nachfolge soll bis Ende Jahr geklärt werden. Auf dem Lesermarkt konnte die NZZ den Ertrag um fast sieben Prozent steigern.
Die NZZ habe den Anspruch, die Stelle des Chefredaktors oder der Chefredaktorin intern zu besetzen, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag hiess. Neben "ausgezeichneten Kandidatinnen und Kandidaten" aus dem eigenen Haus würden aber auch externe Kandidaturen geprüft. Der Entscheid soll im vierten Quartal 2026 fallen.
Gujer ist seit 2015 Chefredaktor der NZZ. Zuvor war der 64-Jährige Auslandschef. Insgesamt ist er seit 40 Jahren für die NZZ tätig. Unter Gujers Führung ist die NZZ in Deutschland stark gewachsen. In seiner neuen Funktion soll er sich mit den grossen Linien der deutschen und internationalen Politik befassen und die publizistische Präsenz der NZZ in Deutschland weiter stärken, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
Darüber hinaus werde Gujer die Leitung der Veranstaltungsreihe "NZZ Podium" übernehmen und weiterhin die Gesprächssendung "NZZ Standpunkte" verantworten, die auf SRF zu sehen ist.
Verlust im ersten Halbjahr
Gleichzeitig gab die NZZ die Halbjahreszahlen bekannt. Der Betriebsertrag lag dabei 7 Prozent tiefer als im Vorjahr, bei 109 Millionen Franken. Der Rückgang sei unter anderem auf den Verkauf des Zurich Film Festivals zurückzuführen, hiess es in der Mitteilung. Auch der anhaltende strukturelle Rückgang im Printgeschäft habe dazu beigetragen.
Unter dem Strich hat die NZZ einen Konzernverlust von 3,4 Millionen Franken ausgewiesen. Grund ist ein einmaliger buchhalterischer Effekt beim Verkauf der restlichen Beteiligung an CH Media. Im ersten Halbjahr 2025 hatte das Medienhaus noch einen Gewinn von 6,9 Millionen geschrieben.
Auch das bereinigte Konzernergebnis fällt mit minus 1,2 Millionen Franken negativ aus, nach einem Gewinn von 8,7 Millionen im Vorjahr. In dieser Betrachtung rechnet die NZZ Sondereffekte aus der Aufstockung der Beteiligung am Aussenwerbeunternehmen APG SGA heraus.
Wachstum am Lesermarkt
Im Kerngeschäft wuchs der Ertrag hingegen: Im Lesermarkt legte der Ertrag um 7 Prozent auf 49,7 Millionen Franken zu. Als Treiber werden das Premium-Angebot "NZZ Pro" und das Wachstum in Deutschland genannt. Der digitale Werbemarkt wuchs nicht zuletzt dank der Expansion der Tochter Audienzz um 8 Prozent auf 26,0 Millionen Franken.
mk/
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