| Trading Signals |
01.10.2026 09:48:41
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TotalEnergies: Chance auf einen neuen Anlauf
Der Öl- und Gaskonzern setzt sich ehrgeizige Produktionsziele und kündigte hohe Ausschüttungen an. Gleichwohl ist die Aktie von TotalEnergies zunächst am Ausbruch nach oben gescheitert.
Rund drei Stunden lang erläuterte das Top-Management um CEO Patrick Pouyanné den Zuhörern vor Ort sowie den mittels Live-Stream teilnehmenden Investoren und Analysten die Strategie und den Ausblick des Branchenriesen. TotalEnergies hatte den Veranstaltungsort nicht zufällig gewählt. Vielmehr feierte der Konzern den 35. Jahrestag seiner Kotierung an der Wall Street. Am Montagnachmittag durfte der CEO auf der Empore der New York Stock Exchange die Schlussglocke läuten. Weder dieses beachtliche Jubiläum noch der Investorentag konnte die Aktie von TotalEnergies beflügeln. Vielmehr startete sie mit einem kleinen Preisabschlag in die Woche.
Warmer Geldregen
Sowohl in Übersee als auch an der Heimatbörse Paris ist der Large Cap zuletzt an einem horizontalen Widerstand abgeprallt. Im französischen Handel verläuft diese Linie im Bereich von 80 Euro. Beflügelt von der Ölpreisrallye hatte TotalEnergies im März bei 81.34 Euro ein Allzeithoch erreicht. Seither scheiterte der Large Cap mehrmals daran, diese Marke zu toppen. Taktgeber für den gesamten Sektor ist der Ölpreis. Aus gutem Grund: Die stark gestiegenen Preise für Öl und Kasse lassen die Kassen der Multis kräftig klingeln. Das gilt auch für TotalEnergies. Im ersten Semester 2026 verdiente der Konzern unterm Strich mit 11.4 Milliarden US-Dollar annähernd die Hälfte mehr, als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig nahm der operative Cashflow um gut ein Drittel auf 18.4 Milliarden Dollar zu.
Von dem Geldregen sollen die Investoren mehr denn je profitieren. Am Investorentag kündigte TotalEnergies für das vierte Quartal Aktienrückkäufe in einem Volumen von 2.5 Milliarden US-Dollar an. In den ersten drei Monaten des kommenden Jahres sollen weitere 2.0 bis 2.5 Milliarden Dollar in den Erwerb eigener Anteilsscheine fliessen. Zum Vergleich: Im gerade beendeten dritten Quartal lagen die Rückkäufe bei 1.5 Milliarden Dollar. Bei der Dividende stellt das Management bis 2030 eine Erhöhung um mehr als fünf Prozent pro Jahr an. Trotz dieser Grosszügigkeit soll der Verschuldungsgrad schrumpfen.
Hohe Reserven, neue Projekte
Aufhorchen liessen die Franzosen auch mit den längerfristigen Produktionszielen. Von 2030 bis 2035 möchte TotalEnergies die Förderung von Öl und Gas pro Jahr im Schnitt um zwei bis drei Prozent ausbauen. Für den Zeitraum 2025 bis 2030 streben die Verantwortlichen ein jährliches Wachstum von mehr als drei Prozent an. Der CEO setzt hier auf vorhandene Reserven sowie neue Projekte in Namibia, Nigeria, Libyen, Malaysia, Mosambik und Papua-Neuguinea. Laut Pouyanné kann TotalEnergies auch bei deutlich tieferen Ölpreisen alle Kosten abzudecken. 2030 sieht er den Break-even selbst nach Dividendenzahlungen bei einer Notierung von nur noch 35 US-Dollar je Barrel. Bisher lag die Latte hier 15 Dollar höher.
Am Plus der Ölmärkte
Diese Prognose ändert nichts daran, dass die Aktie von TotalEnergies kurzfristig an den Ölpreis gekoppelt bleibt. Da eine Lösung des Iran-Konflikts nicht absehbar ist und damit die Lage in der Strasse von Hormus diffus bleibt, hält sich der Energieträger auf einem hohen Niveau. Im Schnitt kostet ein Fass der Nordseeölgattung Brent im dritten Quartal mehr als 91 US-Dollar. Das waren zwar rund fünf US-Dollar weniger, als im Zeitraum April bis Juni 2026. Gleichwohl lag die Notierung um gut ein Drittel über dem täglichen Durchschnitt des dritten Quartals 2025.
Insofern stehen die Chancen gut, dass TotalEnergies starke Zahlen für den abgelaufenen Dreimonatszeitraum verbuchen kann. Am 29. Oktober präsentiert der Konzern den nächsten Zwischenbericht. Bis dahin könnte die Aktie des Branchenriesens einen neuen Anlauf in Richtung der Hürde bei 80 Euro starten. Einen Ausbruch nach oben können Trader mit dem Long Mini-Future ins Kalkül ziehen. Bei dem von der Société Générale auf der OTC-Plattform Swiss DOTS gehandelten Produkt beträgt der Hebel momentan 4.6. Mit 61.28 Euro liegt der Knock-out knapp ein Fünftel unter dem Kurs des Basiswertes. Für den Fall, dass TotalEnergies schwächelt, ist dennoch mit hohen Verlusten zu rechnen. Trader sollten diese spekulative Position daher mit einem Stop-Loss absichern.
| Trading Idee TotalEnergies | |
|---|---|
| Basiswert | TotalEnergies |
| Produktgattung | Long Mini-Future |
| Investmentrichtung | Long |
| Emittent | Société Générale |
| ISIN / Valor | DE000FD9ZEX1 / 152452863 |
| Laufzeit | Open End |
| Stand | 01.10.26 08:35 Uhr |
| Kurs Hebelprodukt | 1.57 Franken |
| Basispreis variabel | 59.4148 EUR |
| Knock-out-Schwelle | 61.38 EUR |
| Hebel | 4.568 |
| Abstand zum Knock-out | 18.96% |
| Stop-Loss | 1.05 Franken |
| Ziel | 2.30 Franken (46%) |
Disclaimer:
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