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Herausforderung 16.04.2026 22:43:00

Bedrohung durch Quantencomputing: Grayscale hält Governance für das grösste Problem von Bitcoin

Bedrohung durch Quantencomputing: Grayscale hält Governance für das grösste Problem von Bitcoin

Die Gefahr für Bitcoin durch Quantencomputer ist nach Ansicht von Grayscale überschaubar. Die grösste Herausforderung sei vielmehr der erforderliche Konsens über Protokolländerungen.

• Grayscale sieht derzeit keine Sicherheitsbedrohung für Blockchains durch Quantencomputer
• Trotzdem sollte damit begonnen werden, eine Post-Quanten-Kryptografie einzuführen
• Community muss sich in strittigen Fragen einigen

Ende März sorgte ein Google-Papier für Aufsehen, wonach Quantencomputer die Kryptografie, die Bitcoin schützt, wesentlich einfacher und schneller knacken könnte als bisher angenommen. Bei Grayscale ist man für den Bitcoin diesbezüglich aber nicht beunruhigt. Denn laut dem digitalen Vermögensverwalter variiert das Quantensicherheitsrisiko erheblich zwischen den verschiedenen Blockchains.

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Wie "Cointelegraph" berichtet, argumentiert Zach Pandl, Forschungsleiter bei Grayscale, dass Bitcoin aus rein technischer Sicht ein geringeres Quantenrisiko aufweise als andere Netzwerke. So verweist er darauf, dass die Ur-Kryptowährung ein UTXO-Modell und einen Proof-of-Work-Konsens verwendet, keine nativen Smart Contracts besitzt und bestimmte Adresstypen nicht quantenangreifbar seien.

Probleme bei der Governance

Nach Ansicht von Pandl besteht derzeit keine Sicherheitsbedrohung für öffentliche Blockchains durch Quantencomputer. Aber auch, wenn es für Anleger aktuell keinen Anlass zur Sorge gebe, empfiehlt er dennoch, die Vorbereitungen für die Post-Quanten-Zukunft zu beschleunigen. Die technischen Werkzeuge, um Blockchains quantensicher zu machen, seien bereits vorhanden.

Die grössere Herausforderung sieht Pandl allerdings darin, die Community zu einer Einigung auf die Implementierung der erforderlichen Upgrades zu bewegen. Schwierig sei etwa die Frage, was mit alten, ruhenden Coins geschehen soll, insbesondere mit den rund 1,7 Millionen BTC, die in frühen P2PK-Adressen gesperrt sind, einschliesslich schätzungsweise 1 Million BTC, von denen angenommen wird, dass sie dem pseudonymen Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto gehören.

Laut dem Experten gebe es hierfür drei Möglichkeiten: Die Coins zu verbrennen, ihre Freigabe bewusst zu verlangsamen, indem die Ausgaberate von gefährdeten Adressen begrenzt wird, oder nichts zu unternehmen. "Konzeptionell sind alle Optionen machbar, aber die Herausforderung besteht darin, eine Entscheidung zu treffen, und die Bitcoin-Community hat eine Geschichte kontroverser Debatten über Protokolländerungen."

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: 3Dsculptor / Shutterstock.com,Gajus / Shutterstock.com,VallaV / Shutterstock.com
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