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17.06.2026 20:39:36

Devisen: Dollar zieht nach US-Zinsentscheid an

Zürich (awp) - Der Dollar hat nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwochabend angezogen. Die amerikanischen Währungshüter hatten wie erwartet den Leitzins unverändert gelassen. Damit bleibt die Spanne zum vierten Mal in diesem Jahr bei 3,5 bis 3,75 Prozent.

Der US-Dollar hat mit 0,7961 Franken deutlich Boden gut gemacht. Vor dem Zinsentscheid hatte der "Greenback" noch 0,7924 Franken gekostet. Gleichzeitig hat der Euro deutlich nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Abend für 1,1552 US-Dollar gehandelt nach 1,1602 am späten Nachmittag. Das Euro/Franken-Paar trat bei Kursen von 0,9196 mehr oder weniger auf der Stelle nach 0,9193 wenige Stunden zuvor.

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Grund für die Zinsentscheidung sind die Folgen des Iran-Kriegs und die Blockaden in der Strasse von Hormus, durch die das weltweite Energieangebot deutlich eingeschränkt wurde. Dies heizte die Ölpreise an und trieb die Inflation nach oben. Entsprechend müssen Firmen derzeit viel mehr Geld für Öl, Gas und Dünger ausgeben.

Die Inflationsprojektionen der Fed deuteten auf weiteren geldpolitischen Handlungsbedarf hin, kommentierte ein Ökonom. Für 2026 erwartet die Zentralbank mittlerweile eine Teuerungsrate von 3,6 Prozent - noch im März, kurz nach dem Beginn des Iran-Kriegs, waren die Experten von 2,7 Prozent ausgegangen. Eine Zinserhöhung bereits im Juli ist nicht auszuschliessen, hiess es von Michael Heise, Chefökonom vom Family Office HQ Trust. Dies würde eine Aufwertung des Dollars bedeuten.

"Eine baldige Anhebung der US-Leitzinsen ist dennoch nicht ausgemacht, denn die Aussicht auf eine baldige Wiederöffnung der Strasse von Hormus begrenzt das Risiko einer fortgesetzten Preisaufwärtsspirale", meinte dagegen LBBW-Bondanalyst Elmar Völker. "Hat die Entspannung im Nahen Osten Bestand, dann sinkt somit die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed in den kommenden Monaten dem Vorbild der EZB folgt und eine Leitzinswende nach oben einleitet"

awp-robot/

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