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Geändert am: 24.07.2026 22:21:41

SMI und DAX gehen fester ins Wochenende -- US-Börsen beenden Handelswoche uneinheitlich -- Asiens Börsen schliessen im Minus

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt legten vor dem Wochenende zu. Die Wall Street zeigte sich am Freitag uneinheitlich. An den Börsen in Asien ging es am Freitag nach unten.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt bewegte sich am Freitag nach oben.

Der SMI startete den Handel bereits stärker und verblieb auch weiterhin im Plus. Letztlich verabschiedete er sich 0,79 Prozent fester bei 14'327,20 Punkten aus der Sitzung ins Wochenende.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI verabschiedeten sich ebenso 0,69 Prozent höher bei 20'069,67 Zählern bzw. 0,75 Prozent stärker bei 2'276,74 Einheiten in den Feierabend, nachdem sie zur Startglocke bereits zulegten.

Der Schweizer Aktienmarkt trotzte am Freitag den zahlreichen negativen Einflüssen. Weder das erneute Zoll-Thema noch die weiter angespannte Lage in Nahost oder auch die steigenden Ölpreise konnten die Börsianer von ihrer Sehnsucht nach einer kleinen Erholung abbringen. Entsprechend versöhnlich präsentierte sich das Schweizer Kurstableau. Auch an den europäischen Märkten schüttelten die Anleger die schwachen Vorgaben ab.

Die aktuellen Kursgewinne sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stimmung grundsätzlich von Vorsicht geprägt sei, hiess es. Ölpreise jenseits der 100 Dollar-Marke pro Fass schüren die Angst vor steigenden Zinsen. Immerhin hatte selbst die EZB am Vortag darauf hingewiesen, dass sie mit weiteren Preissteigerungen durch die hohen Energiepreise rechne. Ausserdem hat sich das ungeliebte Thema Strafzölle wieder auf die Agenda geschlichen: "US-Präsident Trump hat einen neuen Schritt zur Etablierung von Strafzöllen gegen 60 Länder, unter anderem aus der EU, unternommen. Das könnte erst der Anfang für weitere Massnahmen in diese Richtung sein", fasst ein Händler zusammen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt legte am Freitag zu.

Der DAX eröffnete die Sitzung bereits mit Gewinnen und legte im Verlauf weiter zu. Letztlich geht er 1,36 Prozent stärker bei 25'099,00 Punkten aus dem Handel.

Neue US-Zölle, weiter steigende Ölpreise, zugespitzte Kriegshandlungen in Nahost und neue Sorgen um KI-Investitionen waren zum Wochenende hin kein guter Cocktail für die Anleger. Viel hing auch vom DAX-Schwergewicht SAP ab nach den Zahlen am Vorabend. Dass die Aktien anzogen, weil überraschend viele Cloudverträge abgeschlossen wurden, half dem DAX etwas. Das operative Ergebnis des Softwarekonzerns entwickelte sich aber schwächer als gedacht.

WALL STREET

Die US-Börsen beendeten die Sitzung am Freitag mit unterschiedlichen Vorzeichen.

Der Dow Jones Industrial zeigte sich überwiegend in der Gewinnzone und legte um 0,46 Prozent auf 51'947,25 Punkte zu.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor zum Sitzungsende 0,64 Prozent auf 24'975,82 Zähler.

An der New Yorker Wall Street hat sich am Freitag das Auf und Ab mit einem Erholungsversuch nach dem Rückschlag am Vortag fortgesetzt. Anleger reagierten mit einer gewissen Erleichterung auf die wieder rückläufigen Ölpreise. So sank der Preis für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent deutlich unter die Marke von 100 US-Dollar. Im Technologie-Sektor herrschte ungeachtet der starken Quartalsbilanz von Intel weiter Vorsicht nach dem starken Lauf von Aktien mit KI-Bezug.

Dass die Ölpreise wieder sanken, begründeten Marktbeobachter mit Gewinnmitnahmen, denn die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost gehen unvermindert weiter. Inzwischen versucht US-Präsident Donald Trump im Konflikt um die Strasse von Hormus, den Druck auf den Iran zu erhöhen.

Entsprechend sehen Experten an den US-Börsen noch keine Rückkehr zu grösserer Risikobereitschaft. Diesbezüglich basieren derzeit Hoffnungen vor allem auf der Fahrt aufnehmenden Berichtssaison. Nach den Sorgen, die am Vortag vom Google-Mutterkonzern Alphabet und dem Elektroautobauer Tesla bestärkt wurden, gab es zwar nun Erfreulicheres von Intel und der deutschen SAP, dennoch entschieden sich Anleger in der Techbranche eher für Gewinnmitnahmen.

ASIEN

In Asien wurden am Freitag Verluste gemacht.

Der Nikkei 225 verlor letztlich kräftige 2,73 Prozent auf 64'611,15 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland war ebenso ein deutliches Minus zu sehen: Der Shanghai Composite gab 1,61 Prozent auf 3'814,20 Zähler ab.

Mit Abgaben präsentierte sich auch der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng 0,98 Prozent auf 24'963,23 Einheiten verlor.

Mit deutlichen Kursverlusten zeigten sich die Börsen in Ostasien und Australien am Freitag. Der Handelsstreit der USA mit zahlreichen anderen Ländern verschärft sich wieder. US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle von 10 bis 12 Prozent angekündigt - dieses Mal mit der Begründung, dass die betroffenen Länder nicht entschieden genug gegen Zwangsarbeit vorgingen. Die neuen Zölle sollen temporäre Abgaben von 10 Prozent ablösen, die am Freitag auslaufen und eingeführt worden waren, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA den Grossteil anderer von Trump festgelegter Zölle für ungültig erklärt hatte.

Daneben dämpft der andauernde Iran-Krieg die Stimmung, der sich nun auch ins Rote Meer ausgedehnt hat. Dort haben die vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen saudi-arabische Tankschiffe angegriffen. Die Route durch das Rote Meer war ein alternativer Transportweg für Öl, nachdem die Strasse von Hormus blockiert worden war. Präsident Trump will den Iran für künftige Huthi-Angriffe zur Verantwortung ziehen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Typ Stop-Loss Hebel Symbol
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Long 13’906.93 19.93 SXBF7U
Long 13’596.71 13.96 S0BF1U
Long 13’016.48 8.97 SU3B7U
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