| Spekulation vorbei |
10.03.2026 03:39:36
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Zeitenwende am Kryptomarkt: Galaxy-Chef sieht Bitcoin vor historischem Umbruch
Galaxy-Digital-CEO Mike Novogratz sieht die Krypto-Branche an einem Wendepunkt. Nicht ein einzelnes Ereignis, sondern ein struktureller Wandel stehe hinter dem aktuellen Bitcoin-Abschwung.
• Bitcoin fiel Anfang Februar 2026 auf rund 60'000 US-Dollar
• Novogratz sieht keinen einzelnen Auslöser, sondern einen strukturellen Wandel der Marktteilnehmer
Kein "Smoking Gun", aber ein tiefgreifender Wandel
Der Bitcoin-Kurs hat seit dem Allzeithoch im Oktober 2025 bei rund 126'000 US-Dollar massiv an Wert verloren und fiel Anfang Februar 2026 zeitweise auf etwa 6'000 US-Dollar. Viele Marktbeobachter hatten für 2026 mit einer erneuten Hausse gerechnet, insbesondere angesichts einer kryptofreundlichen Trump-Regierung und der Erwartung eines Krypto-Marktstrukturgesetzes. Stattdessen erlebte der Markt das genaue Gegenteil.
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Auf dem CNBC Digital Finance Forum am 10. Februar 2026 in New York ordnete Galaxy Digital-CEO Mike Novogratz die Lage ein. Wie aus dem Bericht von CNBC hervorgeht, sieht Novogratz keinen einzelnen Auslöser für den Rückgang. Beim FTX-Zusammenbruch im November 2022, als Bitcoin innerhalb eines Tages um 22 Prozent einbrach, habe es einen klaren Vertrauensbruch gegeben. Diesmal hingegen fehle ein solcher Auslöser. Er beschrieb die Situation als eine Phase, in der sich die Zusammensetzung der Marktteilnehmer grundlegend verändert, und erklärte sinngemäss, es gebe schlicht keinen offensichtlichen Schuldigen.
Der Oktober-Crash als Zäsur
Als entscheidendes Ereignis für die aktuelle Marktschwäche verwies Novogratz laut CNBC auf den massiven Leverage-Wipeout vom 10. Oktober 2025. An diesem Tag wurden innerhalb von 24 Stunden gehebelte Positionen im Wert von rund 19,37 Milliarden US-Dollar liquidiert, was mehr als 1,6 Millionen Trader betraf. Es war das grösste Liquidationsereignis in der Geschichte des Kryptomarktes, ausgelöst durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, einen 100-Prozent-Zoll auf chinesische Importe zu erheben.
Novogratz zufolge habe dieses Ereignis einen Grossteil der Retail-Investoren und Market Maker ausgelöscht und erheblichen Druck auf die Preise ausgeübt. Krypto drehe sich um Narrative und Geschichten, so Novogratz. Wenn man einen Grossteil dieser Marktteilnehmer auslösche, lasse sich das nicht so schnell wieder zusammensetzen.
Bereits im Rahmen der Galaxy-Digital-Quartalszahlen am 3. Februar 2026 hatte Novogratz darauf hingewiesen, dass langfristige Bitcoin-Halter (sogenannte "OGs") zunehmend Gewinne realisieren. Dieser Verkaufsprozess verstärke sich selbst: Wer einmal anfange zu verkaufen, verkaufe immer weiter. Novogratz verwies dabei auf einen von Galaxy vermittelten Verkauf von über 80'000 Bitcoin im Wert von rund 9 Milliarden US-Dollar durch einen Investor aus der Frühphase von Bitcoin.
Von der Spekulation zu Real-World-Assets
Novogratz sieht in der aktuellen Korrektur allerdings auch einen positiven Aspekt. Das bisherige Zeitalter der Spekulation werde nach und nach verdrängt, da zunehmend institutionelle Investoren mit einer geringeren Risikobereitschaft in den Markt eintreten. Privatanleger kämen nicht in den Kryptomarkt, um elf Prozent jährlich zu verdienen, sondern um das Acht-, Zehn- oder Dreissigfache ihres Einsatzes zu erzielen, erklärte er auf dem Forum. Diese Erwartungshaltung werde künftig durch einen nüchterneren Ansatz ersetzt: Über die bestehende Krypto-Infrastruktur sollen Banking und Finanzdienstleistungen weltweit zugänglich gemacht werden, mit Fokus auf tokenisierte Real-World-Assets und entsprechend niedrigeren Renditen.
Auch der Krypto-Vermögensverwalter Grayscale ordnete die aktuelle Marktphase ähnlich ein. In seinem am 10. Februar 2026 veröffentlichten "Market Byte"-Research-Bericht sieht Grayscale Bitcoin aktuell stärker an wachstumsorientierte Tech-Aktien gekoppelt als an Gold. Kurzfristig verhalte sich Bitcoin eher wie ein Wachstumswert, langfristig spreche aber die begrenzte Verfügbarkeit und die Unabhängigkeit von Zentralbanken weiterhin für die These des digitalen Goldes. Grayscale-Forschungsleiter Zach Pandl betonte, dass es unrealistisch wäre, zu erwarten, dass Bitcoin Gold kurzfristig als monetären Anker ablöse, dass aber mit zunehmender Digitalisierung der Weltwirtschaft und dem Ausbau tokenisierter Märkte eine solche Entwicklung langfristig möglich sei.
Als potenziellen Katalysator für eine Erholung nannte Novogratz den sogenannten CLARITY Act, ein geplantes Krypto-Marktstrukturgesetz in den USA. Er rechne mit dessen Verabschiedung und erklärte, die Branche brauche das Gesetz aus vielen Gründen, nicht zuletzt um dem Kryptomarkt wieder Aufwind zu verleihen.
D. Maier / Redaktion finanzen.ch
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