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Goldpreis und Ölpreis 15.04.2026 08:24:42

Goldpreis: Atempause nach gestrigem Kurssprung

Goldpreis: Atempause nach gestrigem Kurssprung

Der Goldpreis tendierte im frühen Mittwochshandel seitwärts und reagierte damit auf leicht nachlassende Inflationssorgen.

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von Jörg Bernhard

Laut Medienberichten bereiten Washington und Teheran eine zweite Runde von Friedensgesprächen vor. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die Verhandlungen "in den nächsten zwei Tagen" wieder aufgenommen werden könnten. Am Vortag hatte die Krisenwährung bereits um mehr als zwei Prozent zugelegt. In den Wochen zuvor litt der Inflationsschutz Gold unter der Sorge vor steigenden Verbraucherpreisen, weil Händler deshalb von länger anhaltend hohen Zinsen bzw. Zinserhöhungen ausgingen - ein negativer Faktor für das zinslose Edelmetall. Analysten von Standard Chartered gehen jedoch davon aus, dass Gold in den kommenden Monaten wieder zulegen dürfte - unterstützt durch anhaltende geopolitische Risiken und Handelskonflikte. Zusätzliche Unsicherheit bringt die globale Handelspolitik: So sagte zum Beispiel US-Finanzminister Scott Bessent, dass die von Trump eingeführten Zölle bis Juli wieder auf das frühere Niveau angehoben werden könnten, nachdem der Supreme Court viele Massnahmen gekippt hatte. Diese Zölle waren ein wichtiger Treiber der Goldrally im vergangenen Jahr.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit gehaltenen Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MESZ) ermässigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 6,00 auf 4.844,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: In den Seitwärtsmodus gewechselt

Der Ölpreis verbuchte im frühen Mittwochshandel leichte Kursgewinne. Nach wie vor herrscht aber ein hohes Mass an Unsicherheit über die Ölversorgung aus der wichtigen Förderregion im Nahen Osten, da die Strasse von Hormus weitgehend geschlossen bleibt. Raffinerien suchen dringend nach alternativen Bezugsquellen, was die Preisaufschläge für Öl aus Regionen wie dem Golf von Mexiko oder der Nordsee stark erhöht hat. So wurde eine Lieferung von WTI Midland nach Rotterdam zuletzt mit einem Rekordaufschlag von 22,80 Dollar pro Barrel gegenüber europäischen Referenzpreisen gehandelt. Gleichzeitig bleibt das Angebot angespannt, da die USA eine Ausnahmeregelung für Sanktionen auf iranisches Öl nicht verlängern wollen und auch eine ähnliche Regelung für russisches Öl ausgelaufen ist. Nun richten sich die Blicke der Marktakteure auf die offiziellen US-Lagerdaten der Energy Information Administration, die um 16.30 Uhr veröffentlicht werden. Am Vorabend meldete das API ein unerwartetes Lagerplus von 6,1 Millionen Barrel.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit uneinheitlichen Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MESZ) ermässigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,11 auf 91,17 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,54 auf 95,33 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.ch

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