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Goldpreis und Ölpreis 21.07.2026 07:35:51

Goldpreis: Versuch einer Bodenbildung oberhalb von 4'000 Dollar

Goldpreis: Versuch einer Bodenbildung oberhalb von 4'000 Dollar

Aufgrund von diplomatischen Bemühungen zur Entspannung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran legte der Goldpreis im frühen Dienstagshandel leicht zu.

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von Jörg Bernhard

Eine Deeskalation im Nahen Osten könnte die durch steigende Ölpreise verursachten Inflationsrisiken verringern und damit Einfluss auf den weiteren geldpolitischen Kurs der Fed nehmen. In den vergangenen Tagen mehrten sich jedoch die Stimmen von Notenbankvertretern, die angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks weitere Zinserhöhungen für erforderlich halten. Hohe Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten einer Goldanlage, da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft und schmälern dadurch dessen Attraktivität. Zwar wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Leitzinsen unverändert lässt. Laut dem CME FedWatch-Tool preisen die Terminmärkte derzeit jedoch eine Wahrscheinlichkeit von 63 Prozent für eine Zinserhöhung im September ein.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.10 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 36,00 auf 4'051,90 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Minus dank Hoffnung auf Waffenruhe

Laut einem hochrangigen iranischen Regierungsvertreter habe Teheran von Vermittlern einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe erhalten. Ziel sei es, das am 17. Juni geschlossene vorläufige Abkommen zu retten. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen kündigten am gestrigen Montag indes an, eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien zu verhängen. Damit könnte sich nach Einschätzung von Marktbeobachtern eine weitere Front im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eröffnen. Zugleich würde sich das Risiko für die weltweite Energieversorgung und den internationalen Handel über den Persischen Golf hinaus erhöhen. Diese Nachricht schlug sich bislang aber nicht in einem höheren Ölpreis nieder. Auf kurze Sicht dürfte nun der für den Abend angekündigte Wochenbericht des American Petroleum Institute (22.30 Uhr) für erhöhte Aufmerksamkeit sorgen. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten sollen sich die gelagerten Ölmengen in der vergangenen Woche um 1,5 Millionen Barrel reduziert haben.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 7.10 Uhr (MESZ) ermässigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,33 auf 82,90 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,49 auf 88,73 Dollar zurückfiel.


Redaktion finanzen.ch

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