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Goldpreis und Ölpreis 26.03.2026 07:47:43

Goldpreis: Wieder den Rückwärtsgang eingelegt

Goldpreis: Wieder den Rückwärtsgang eingelegt

Nachdem im Nahen Osten eine weitere Eskalation droht, tendierte der Goldpreis im frühen Donnerstagshandel wieder in tiefere Regionen.

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von Jörg Bernhard

US-Präsident Donald Trump drohte, Iran stärker anzugreifen, sollte Teheran nicht akzeptieren, militärisch geschlagen zu sein. Belastend für Gold wirkten auch wieder ansteigende Ölpreise. Höhere Ölpreise treiben die Inflation, da Transport- und Produktionskosten steigen. Zwar profitiert Gold grundsätzlich von steigender Inflation, doch höhere Zinsen dämpfen die Nachfrage nach dem zinslosen Edelmetall. Laut FedWatch-Tool der CME Group rechnen die Märkte inzwischen nicht mehr mit Zinssenkungen in diesem Jahr. Vor Ausbruch des Konflikts waren noch mindestens zwei Zinssenkungen erwartet worden. Aktuell zeigt das FedWatch-Tool der Terminbörse CME sogar eine Wahrscheinlichkeit von 32 Prozent an, dass wir am Jahresende höhere Leitzinsen als heute sehen werden, während der Wert für ein niedrigeres Zinsniveau bei lediglich vier Prozent liegt.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit schwächeren Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) ermässigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 120,50 auf 4'431,80 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Versorgungslage bleibt fragil

Sorgen, dass die anhaltenden Kämpfe im Nahen Osten die Energieversorgung weiter stören könnten, haben den Ölpreis im frühen Donnerstagshandel leicht nach oben getrieben. Grundsätzlich bleibt festzuhalten, dass der Optimismus hinsichtlich einer Waffenruhe im Nahen Osten nachgelassen hat. Trumps Streben nach einem Ende des Kriegs gelten aufgrund der hohen Forderungen als wenig aussichtsreich und nach wie vor scheint der Iran militärisch nicht geschlagen zu sein. Zusätzliche Angebotsrisiken entstehen durch aktuelle Produktionsausfälle in Russland, wo laut Berechnungen rund 40 Prozent der Exportkapazitäten aufgrund von Drohnenangriffen, Pipelineproblemen und beschlagnahmten Tankern beeinträchtigt sind. Auch die Ölproduktion im Irak ist zurückgegangen.

Am Donnerstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,82 auf 92,14 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,67 auf 98,93 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.ch

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