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Geändert am: 01.09.2026 08:46:38

SMI und DAX leichter erwartet -- Asiens Börsen uneins

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt werden am Dienstag mit Verlusten erwartet. Die asiatischen Börsen bewegen sich am Dienstag mit verschiedenen Vorzeichen.

SCHWEIZ

Am Dienstag wird der heimische Aktienmarkt erneut mit Verlusten erwartet.

Der SMI gibt vorbörslich zeitweise ab.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI dürften der Tendenz des Leitindex folgen.

Mit leicht fallenden Kursen rechnen Händler zum Start in den Dienstag. Die Vorlagen sind durchwachsen. Asiens Börsen zeigen sich uneinheitlich. Sorgen macht der Ölpreisanstieg. Erneute Gewaltdrohungen der USA gegen den Iran treiben den Brent-Ölpreis noch etwas weiter nach oben. Der klar stärker als erwartete Anstieg der Inflation vor allem in Frankreich und Spanien wurde bereits vor allem darauf zurückgeführt, in Deutschland lag die Inflationsrate mit 2,9 Prozent laut den Daten vom Montag ebenfalls höher als erwartet, aber nur minimal. Mit Argusaugen wird nun auf die EU-Inflation geblickt, die am Vormittag mitgeteilt wird. Ökonomen rechnen mit 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent im Juli. Auf dem Tageskalender stehen derweil Revisionen der Einkaufsmanagerindizes rund um den Globus. In China ist der von Ratingdog ermittelte Index der Industrie im August etwas gestiegen. Er liegt zudem - anders als der staatliche Index - zugleich im Expansion anzeigenden Bereich.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt dürfte leichter in den Dienstagshandel starten.

Der DAX tendiert vorbörslich zeitweise im Minus.

Der DAX dürfte seine Korrektur vom jüngsten Rekordhoch bei 26'618 Punkten zum Start in den September leicht fortsetzen. Damit wackelt die 21-Tage-Linie, die den kurzfristigen Trend abbildet. Sie liegt aktuell bei 26'243 Punkten und wurde letztmals im Juli unterschritten. Der Aktienmarkt hat auf hohem Niveau ein Problem mit steigenden Zinsen am Anleihemarkt und anziehenden Ölpreisen. Inzwischen wird am Markt für den September mit einer US-Zinserhöhung gerechnet.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erinnerte zudem daran, dass der September üblicherweise ein schwacher Börsenmonat ist. Allerdings stehe für den abgelaufenen August, der im Durchschnitt ebenfalls negativ verlaufe, eine positive Bilanz zu Buche, relativierte er.

Aktienstratege Mislav Matejka von der US-Bank JPMorgan traut den Aktienmärkten bis zum Jahresende einen weiteren Anstieg zu. Denn die Unternehmensgewinne sollten auch in den kommenden Monaten stark ausfallen, schrieb er. Rückenwind erwartet er zudem von den gestiegenen Gewinnerwartungen und einer Erholung der Einkaufsmanagerindizes. Vor diesem Hintergrund sollten sich die anziehenden Anleihezinsen "nicht als unüberwindbares Hindernis" für die Aktienkurse erweisen.

WALL STREET

An der Wall Street ging es am Montag abwärts.

Der Dow Jones startete etwas schwächer in die Sitzung und bewegte sich auch anschliessend auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: 53'186,32 Punkten (-0,7 Prozent).
Der technologielastige NASDAQ Composite schwächelt ebenfalls, nachdem er den Handel tiefer aufgenommen hat. Hier war zum Börsenschluss ein Minus von 0,12 Prozent bei 26'370,89 Punkten zu sehen.

Getrübt wurde die Stimmung von einer erneuten Zuspitzung im Iran-Krieg, was den Ölpreis wieder anziehen liess und Inflationssorgen schürte.

Zudem wirkten die Inflationsaussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom Freitag noch nach. Warsh hatte auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole gewarnt, dass sich die Inflation nicht ausreichend abschwäche und die Notenbanker noch "Arbeit zu erledigen" hätten. Die "falkenhafte" Botschaft von Warsh habe eine weitere Zinserhöhung der Fed wieder fest auf die Tagesordnung gesetzt, so Marktanalyst Hebe Chen von Vantage Global Prime.

"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", so Jochen Stanzl von der Consorsbank.

Die US-Streitkräfte haben erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen. Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen in der Nähe der für die Weltwirtschaft wichtigen Strasse von Hormus ins Visier, wie verschiedene Medien unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Der Iran regierte daraufhin mit Vergeltungsangriffen auf zwei US-Stützpunkte in Jordanien. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs erschweren, hiess es hierzu vom Handelshaus Pepperstone.

ASIEN

Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Dienstag uneinheitlich.

So steigt der Nikkei 225 in Tokio zeitweise um leichte 0,22 Prozent auf 66'455,97 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite minimale 0,12 Prozent fester bei 3'991,00 Zählern.

In Hongkong ist ein klares Minus zu erkennen: Für den Hang Seng geht es um 1,08 Prozent abwärts auf 25'290,52 Einheiten.

Uneinheitlich geht es am Dienstag an den Börsen in Ostasien zu. Weiter sorgt die deutlich gestiegene Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank für Verunsicherung und Kaufzurückhaltung, wie Marktteilnehmer berichten. Mittlerweile wird am Zinsterminmarkt mit 66-prozentiger Wahrscheinlichkeit eine US-Zinserhöhung im September eingepreist. Dazu kommt der fortgesetzte Anstieg der Preise am Ölmarkt, wo es in den vergangenen Wochen relativ ruhig zugegangen war. Seit den jüngsten gegenseitigen Attacken der USA und des Irans geht es mit den Preisen aber nach oben, was Inflations- und damit zugleich Zinserhöhungsspekulationen befeuert.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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01.09.26 Aye Finance Limited Registered Shs 144A Reg S / Generalversammlung
01.09.26 Bluesky Digital Assets Corp Registered shs / Quartalszahlen
01.09.26 Bunzl plc / Quartalszahlen
01.09.26 Bunzl PLCShs Sponsored American Deposit Receipt Repr 5 Shs / Quartalszahlen

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01.09.26 Inflation (YoY)
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01.09.26 Nationwide Immobilienpreise n.s.a (Jahr)
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