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Geändert am: 04.06.2026 09:05:04

SMI startet in Rot -- DAX startet etwas fester -- Asiens Börsen mit Abgaben

Der heimische Aktienmarkt beginnt die Sitzung im Minus, während der deutsche Aktienmarkt leichte Gewinne verzeichnet. Die Börsen in Fernost präsentieren sich in Rot.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt steigt etwas tiefer in die Sitzung ein.

Der SMI sowie die Nebenwertindizes SPI und SLI geben zur Eröffnung ab.

Am Schweizer Aktienmarkt lassen sich am Donenrstag Verluste beobachten. Zusätzlich zur Unsicherheit rund um den ungelösten Nahostkonflikt lasten nun auch wieder neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump auf der Stimmung an den Börsen. Diese Mischung sorgte denn nach den gestrigen Verlusten in Europa für einen Rücksetzer an der Wall Street. Die Märkte in Asien griffen diese negativen Vorgaben auf und es kam ebenfalls zu Verlusten. "Da durch den Iran-Krieg ohnehin Inflationssorgen herrschen, sind weitere Zölle alles andere als hilfreich", kommentierte ein Händler am Morgen. Die Märkte nähmen sich nun offenbar die lange überfällige Atempause.

Hinzu kamen robuste US-Konjunkturdaten. "Das hat die Sicht unterstützt, dass die USA sicher in nächster Zeit keine Zinssenkung brauchen", so ein Händler. Von der EZB wird ein erster Schritt nach oben bereits in der kommenden Woche erwartet. Hierzulande rechnen Experten zwar nicht so bald mit einer Zinserhöhung, die heutigen Inflationsdaten werden aber dennoch stark beachtet. Während zudem das Swiss Economic Forum beginnt, steht am morgigen Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht das Highlight der Woche an. "Insgesamt müssen sich Anleger fragen, wie lange der KI-Enthusiasmus noch die hässlichen Fundamentaldaten für den Rest der Wirtschaft überdecken kann", hiess es am Markt.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt bewegt sich leicht höher.

Der DAX steigt 0,22 Prozent fester bei 24'849,43 Zählern in den Handelstag ein.

Nach schwächeren Vorgaben aus den USA und Asien sind starke Kursgewinne im DAX am Donnerstag im Feiertagshandel wohl erst einmal nicht zu erwarten. Es geht für den deutschen Leitindex zunächst darum, die 21-Tage-Linie zu halten. Ansonsten könnte aus technischer Sicht schnell wieder die Marke von 24.500 Punkten ins Spiel kommen.

Die Lage im Iran-Krieg bleibt undurchsichtig. Inmitten von Spekulationen über ein Ende der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran betont der iranische Aussenminister, dass weiter Kontakte bestehen. Die Gespräche mit den USA seien nicht abgebrochen, sagte Abbas Araghtschi dem libanesischen Sender Al-Majadin, der der Hisbollah-Miliz nahesteht.

WALL STREET

Anleger an der Wall Street hielten sich am Mittwoch zurück.

So eröffnete der Dow Jones Industrial die Sitzung mit einem moderaten Abschlag und fiel danach tiefer in negatives Terrain. Letztlich schloss er 1,21 Prozent schwächer bei 50'687,07 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite rutschte nach einem stabilen Start weit ins Minus ab und beendete den Handel schlussendlich 0,89 Prozent tiefer bei 26'853,98 Zählern.

Die US-Börsen litten am Mittwoch nach ihrer Rekordjagd unter Gewinnmitnahmen. Zunehmende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran, weiter anziehende Ölpreise und neue Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump sorgten für eine nicht gerade rosige Nachrichtenlage. Nur dem NASDAQ 100 gelang zum Auftakt erneut ein Rekord.

Obwohl über eine Verlängerung der seit knapp zwei Monaten geltenden Waffenruhe verhandelt wird, haben sich die USA und der Iran über Nacht eines der schwersten Feuergefechte seit Beginn der Waffenruhe geliefert. Experten von UBS warnten vor "Wachstumsrisiken durch einen anhaltenden Energieschock", die aber auch grössere geldpolitische Straffungen unwahrscheinlich machten.

Wirtschaftsdaten wurden deshalb kritisch beäugt, ergaben aber ein robustes Bild. Bevor am Freitag der offizielle Jobbericht kommt, teilte der Dienstleister ADP mit, dass die US-Privatwirtschaft im Mai etwas mehr neue Stellen geschaffen hat als erwartet. Ausserdem hat sich die Stimmung im US-Dienstleistungssektor im vergangenen Monat stärker als erwartet aufgehellt und im April war der Auftragseingang in der Industrie etwas stärker als erwartet gestiegen.

Trumps Zolldrohungen richten sich gegen insgesamt 60 Länder mit dem Argument, dass diese Importe von Produkten aus mutmasslicher Zwangsarbeit nicht verhinderten oder bestehende Importverbote nicht genügend überprüften. Demnach müssen etwa die Europäische Union (EU), Grossbritannien und die Schweiz sowie Kanada und China mit zusätzlichen Zöllen zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen.

ASIEN

An den Börsen in Asien sind am Donnerstag Kursverluste zu beobachten.

Der Nikkei 225 verliert zeitweise 1,6 Prozent auf 67'305,20 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite 0,57 Prozent im Minus bei 4'060,72 Stellen.

In Hongkong verliert der Hang Seng derweil 1,55 Prozent auf 25'235,64 Zähler.

Die asiatischen Aktienmärkte geben am Donnerstag auf breiter Front nach und folgen damit der negativen Vorlage der US-Börsen. Verkauft werden unter anderem auch Technologieaktien. Marktteilnehmer sprechen von Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Rally. Dazu komme ein gut 13-prozentiger Einbruch von Broadcom im nachbörslichen US-Handel. Der Halbleiterkonzern hatte zwar solide Geschäftszahlen vorgelegt, sie erfüllten aber zusammen mit der Prognose die hohen Erwartungen nicht.

Hauptbelastungsgrund an den lokalen Märkten ist die um sich greifende Sorge, dass ein Ende des Iran-Kriegs wieder in weitere Ferne gerückt sein könnte, nachdem sich die Streitkräfte von USA und Iran erneut Gefechte geliefert hatten. Die Risikostimmung habe sich angesichts mangelnder Fortschritte bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konflikts und weiterer Militäraktionen abgeschwächt, urteilt NAB-Analyst Gavin Friend. "Auf die Frage nach dem Zeitpunkt eines Abkommens und der Öffnung der Strasse von Hormus hat US-Präsident Trump den überraschenden Vorschlag gemacht, dass die Meerenge bis zum US-"Labor Day Holiday" am 7. September geschlossen bleiben könnte. Der Vorschlag einer Verlängerung der Schliessung um dann sechs Monate ist nicht stimmungsfördernd", fügt der Stratege hinzu. Die Ölpreise zeigen sich davon allerdings kaum beeindruckt, sie geben sogar leicht nach.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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SMI-Kurs: 13’218.32 03.06.2026 17:31:23
Long 12’652.11 19.28 SI6BUU
Long 12’381.66 13.93 S9OBOU
Long 11’838.33 8.93 S69BTU
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