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Geändert am: 05.03.2026 22:01:50

Krieg in Nahost: SMI und DAX schlussendllich deutlich schwächer -- Wall Street letztlich klar im Minus -- Asiens Börsen schliessen in Grün

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt zeigten sich am Donnerstag mit klar negativen Vorzeichen. An der Wall Street dominierten die Bären. Die Börsen in Fernost gingen am Donnerstag mit kräftigen Zuschlägen in den Feierabend.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Donnerstag mit Abgaben.

Der SMI konnte sich nach einem negativen Start vorübergehend in die Gewinnzone vorarbeiten, bevor er wieder auf rotes Terrain zurückfiel. Letztlich schloss er 1,57 Prozent schwächer bei 13'298,30 Zählern.

Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex und beendeten den Handel schlussendlich mit Abschlägen von 1,43 Prozent bei 18'353,79 Punkten bzw. 1,39 Prozent bei 2'110,61 Zählern.

Generell war die Stimmung an den Börsen angespannt, der vorsichtige Erholungsversuch vom Vortag war bereits wieder Geschichte.

Auch die Einfuhrpreise sowie die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA konnten die Marktstimmung nicht verbessern. Die Erstanträge fielen dabei leicht geringer aus als erwartet.

Das Hauptthema am Markt blieb die Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt. Bereits kleinste Hinweise auf eine Deeskalation lösten am Vormittag kurzzeitige Kursgewinne aus. Allerdings gebe es bisher noch keine eindeutigen Anzeichen für ein Ende des Militäreinsatzes gegen den Iran, sagten Marktbeobachter. Angesichts der unübersichtlichen Lage im Nahen Osten hielten sich Investoren zurück.

Der Ölpreis setzte seinen seit Beginn des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fort. Die Strasse von Hormus, durch die ein grosser Teil des globalen Ölhandels verläuft, bleibt die Hauptsorge des Marktes. Der Schiffsverkehr durch diese Wasserstrasse ist nahezu zum Erliegen gekommen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag in der Verlustzone.

Nach einer negativen Eröffnung konnte der DAX vorübergehend ins Plus drehen, bevor die Stimmung wieder umschlug. Somit ging das Börsenbarometer mit einem kräftigen Verlust von 1,61 Prozent bei 23'815,75 Punkten in den Feierabend.

Angesichts der unübersichtlichen Lage im Nahen Osten hielten sich Investoren zurück. Skepsis und Vorsicht waren unverändert gross. Die Energiepreise seien gestiegen und die physischen Lieferungen aus der Region unterbrochen, schrieb Analyst Felix-Antoine Vezina-Poirier vom Analysehaus BCA Research. Sollte die Inflation infolge des Kriegs im Nahen Osten und daher höherer Energiepreise dauerhaft steigen, sollten Anleger in Aktien und Anleihen untergewichtet sein. Cash und Rohstoffe seien in diesem Fall die Alternativen.

Der Iran feuerte am Donnerstag erneut Raketen auf Israel ab. Gleichzeitig hat Aserbaidschan den Iran für einen Drohnenangriff in der autonomen Exklave Nachitschewan verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht. Der iranische Generalstab wies Berichte über Drohnenangriffe auf Aserbaidschan zurück.

Die israelische Luftwaffe beendete derweil nach Angaben eines Militärsprechers ihre zwölfte Angriffswelle gegen den Iran. Neben Zielen in Teheran seien Angriffe auf das Hauptquartier einer Spezialeinheit der iranischen Sicherheitskräfte in der Provinz Albors geflogen worden, hiess es. In Teheran seien unter anderem Ziele der Revolutionsgarden angegriffen worden. Neben Dutzenden Kommandozentren seien Waffenlager und Waffenproduktionsstätten Ziel der Angriffe gewesen.

In Deutschland lief die Berichtssaison am Donnerstag auf vollen Touren mit Resultaten der DAX-Konzerne Merck und DHL, die auf der Agenda ergänzt wurden von Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe.

WALL STREET

Die US-Börsen bewegten sich in der Donnerstagssitzung klar unterhalb der Nulllinie.

Der Dow Jones startete bereits im Minus in den Handelstag und rutschte anschliessend tiefer in die Verlustzone. Schlussendlich verabschiedete er sich 1,61 Prozent schwächer bei 47'953,82 Indexpunkten aus der Sitzung.
Der NASDAQ Composite verlor zur Eröffnung ebenfalls und gab auch weiterhin nach, bis auf letztlich 0,26 Prozent bei 22'748,99 Einheiten.

Nach der Erholung zur Wochenmitte liess sich an der Wall Street am Donnerstag wieder eine schwache Tendenz beobachten. Zwischenzeitlich hatten die Futures zwar freundlicher notiert, doch die Stimmung blieb angesichts der unsicheren Lage im Nahost-Konflikt äusserst fragil. Hoffnungen auf eine mögliche Entspannung - unter anderem durch Berichte über eine angebliche Gesprächsbereitschaft Irans - waren zuletzt wieder in den Hintergrund getreten.

Auslöser waren erneute iranische Raketenangriffe auf Israel sowie Spekulationen, wonach Mojtaba Khamenei als möglicher Nachfolger des getöteten Obersten Führers gehandelt wird. Dies wird als Signal gewertet, dass Teheran kaum zu Zugeständnissen bereit ist. Entsprechend zogen auch die Ölpreise wieder etwas an.

Konjunkturdaten traten derweil in den Hintergrund. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten entsprachen den Erwartungen, die Importpreise stiegen im Januar etwas weniger stark als prognostiziert. Allerdings legten die Lohnstückkosten im vierten Quartal deutlicher zu als erwartet, was den Renditen zusätzlichen Auftrieb geben könnte.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Donnerstag mit Gewinnen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich mit Zuschlägen von 1,90 Prozent bei 55'278,06 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland bewegte sich der Shanghai Composite schlussendlich 0,64 Prozent höher bei 4'108,57 Einheiten.

In Hongkong präsentierte sich der Hang Seng auf grünem Terrain und notierte letztlich 0,28 Prozent im Plus bei 25'321,34 Punkten.

Nach drei Tagen mit teils heftigen Abgaben aufgrund der Angriffe auf den Iran kam es am Donnerstag an den ostasiatischen Börsen zu einer deutlichen Erholung.

Die Intensität der iranischen Raketenattacken sei stark zurückgegangen, da die US-Militärschläge die Fähigkeiten des Landes geschwächt hätten, so Analyst Chang Wei Liang von DBS Group Research. Es gebe ausserdem Berichte, wonach der Iran auf Geheimdienstebene Offenheit für Gespräche über eine Beendigung des Krieges signalisiert haben soll, ergänzte der Stratege.

Daneben hat China für 2026 ein Ziel für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 4,5 bis 5 Prozent festgelegt. Es ist das niedrigste Ziel seit den 1990er-Jahren und folgt auf drei Jahre, in denen ein Wachstum von "rund 5 Prozent" festgelegt worden war. Sollte Chinas Wirtschaft in diesem Jahr um weniger als 5 Prozent wachsen, wäre dies das langsamste Wachstum seit mehr als drei Jahrzehnten, abgesehen von den Jahren der Covid-19-Pandemie. China gab zudem an, dass das BIP im vergangenen Jahr real um 5 Prozent gewachsen sei und damit sein offizielles Ziel trotz eines erneuten Handelskriegs mit den USA erreicht habe.

Ein niedrigeres BIP-Ziel dürfte der chinesischen Regierung mehr Spielraum für qualitatives Wachstum geben, urteilt Chefvolkswirt Lynn Song von der ING. "Mit dem neuen Ziel scheint es eine Toleranz für langsameres Wachstum zu geben, was den politischen Entscheidungsträgern mehr Flexibilität geben sollte, um qualitatives Wachstum anzustreben, eine Priorität der vergangenen Jahre", meinte Song. Die Wirkung der Fiskalpolitik könne sich in diesem Jahr verbessern, wobei potenziell mehr Mittel in die Realwirtschaft fliessen könnten, fügte Song hinzu.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Long 11’890.04 13.98 S9HB2U
Long 11’360.67 8.81 SEPBTU
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05.03.26 Acorn Energy Inc Registered Shs / Quartalszahlen
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05.03.26 Admiral Group Plc Unsponsored American Deposit Receipt Repr 1 Sh / Quartalszahlen

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05.03.26 BNM Interest Rate Decision
05.03.26 Verbraucherpreisindex ( Monat )
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05.03.26 ECB's De Guindos speech
05.03.26 Einzelhandelsumsätze s.a. ( Monat )
05.03.26 Retail Sales n.s.a (YoY)
05.03.26 S&P Global Construction PMI
05.03.26 10-y Obligaciones Auction
05.03.26 3-y Bond Auction
05.03.26 10-y Bond Auction
05.03.26 Retail Sales (MoM)
05.03.26 Retail Sales (YoY)
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05.03.26 ECB Monetary Policy Meeting Accounts
05.03.26 Challenger Job Cuts
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