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Geändert am: 09.09.2026 22:03:31
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Ölpreise steigen: SMI beendet Handel in Rot - deutlicher Rutsch unter 14'000 Punkte -- DAX schliesst tief im Minus -- Wall Street schliesst schwächer -- Letztlich Zurückhaltung an Asiens Börsen
Der heimische Markt zeigte sich zur Wochenmitte klar schwächer. Der deutsche Leitindex gab ebenfalls deutlich nach. Die Wall Street notierte in Rot. Die Börsen in Asien zeigten sich am Mittwoch uneins.

SCHWEIZ
Der Schweizer Leitindex war am Mittwoch erstmals seit Mitte Juni wieder unter die Marke von 14'000 Punkten gefallen.
Der SMI eröffnete die Sitzung moderat schwächer und bewegte sich anschliessend tief im Minus. Sein Schlussstand: 13'804,70 Punkte (-1,8 Prozent).
Die Nebenwertindizes SPI und SLI gaben zum Start ebenso nach und verharrten dann in der Verlustzone. Sie beendeten sie Sitzung 1,7 Prozent tiefer bei 19'510,45 Stellen bzw. 1,77 Prozent leichter bei 2'225,62 Einheiten.
Damit setzt sich die Abwärtstendenz seit Wochenbeginn fort. Gedämpft wird die Stimmung vor allem von steigenden Ölpreisen und den damit verbundenen Inflations- und Zinssorgen.
Der Preis für ein Fass Brent hat am Mittwoch die Marke von 100 Dollar überschritten und damit den höchsten Stand seit Juli erreicht. Neue Angriffe im Umfeld des Iran sowie auf saudische Energieanlagen haben die Sorgen vor kurzfristigen Lieferausfällen wieder verschärft. Zugleich schrumpften die globalen Reserven, während steigende chinesische Ölimporte den Preisdruck zusätzlich erhöhen könnten, schreibt Swissquote in einem Kommentar. Die hohen Energiepreise schüren wiederum die Inflationssorgen im Vorfeld der anstehenden Notenbankentscheide. Ein Marktteilnehmer spricht von einem "Higher-for-longer-Szenario", das sich zunehmend verfestige. Entsprechend gross sei die Bedeutung der US-Inflationsdaten vom Freitag. Sie dürften mitentscheidend dafür sein, ob das Fed in der kommenden Woche nochmals an der Zinsschraube dreht oder vorerst pausiert.
Aus technischer Sicht präsentiere sich der SMI inzwischen klar angeschlagen, hiess es in einem Kommentar von BNP Paribas. Der Leitindex habe mehrere wichtige Unterstützungen unterschritten. Zusammen mit den anhaltenden Nahost-Spannungen und einem Ölpreis von über 100 Dollar sei das Aufwärtspotenzial vorerst begrenzt.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch deutlich schwächer.
Der DAX eröffnete die Sitzung mit moderaten Verlusten und rutschte im Verlauf tiefer ins Minus. Er ging 1,66 Prozent schwächer bei 25'576,45 Punkten aus der Sitzung.
Der weiter steigende Ölpreis hat zur Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel belastet. Die Marktteilnehmer haben sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag zurückgehalten, hiess es. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr.
Der erneute Anstieg der Ölpreise

WALL STREET
An der Wall Street ging es am Mittwoch nach unten.
Der Dow Jones startete etwas schwächer und hat auch anschliessend abgegeben. Zum Handelsende notierte er 0,77 Prozent leichter bei 52'381,08 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete ebenfalls mit einem Minus und verweilte auch weiterhin auf rotem Terrain. Er ging 0,64 Prozent tiefer bei 26'253,34 Zählern aus dem Handel.
Die US-Börsen bewegten sich zur Wochenmitte erneut im Minus, nachdem bereits der Dienstag Verluste gebracht hatte. Belastet wurde die Stimmung durch die anhaltend hohen Ölpreise, die bei Anlegern die Sorge vor anziehender Inflation und in der Folge vor steigenden Zinsen schüren. Grund für den Preisanstieg sind neue wechselseitige Angriffe am Persischen Golf. Die Nordseesorte Brent kletterte dadurch erstmals seit Juli wieder über die Marke von 100 US-Dollar je Barrel.
Joachim Klement von Panmure Liberum sieht durch die Ölpreise von 100 Dollar den Inflationsdruck wieder verstärkt in den Fokus rücken. Da die Fed derzeit keine klare Orientierung für die kommende Geldpolitik gebe, gewönnen dadurch die EZB-Entscheidung sowie die Aussagen von Christine Lagarde am Donnerstag zusätzlich an Gewicht.

ASIEN
Uneinheitlich ging es am Mittwoch an den Aktienmärkten in Asien zu.
Der Nikkei 225 notierte letztlich marginale 0,19 Prozent im Minus bei 65'142,78 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite 0,28 Prozent auf 3'951,51 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng 0,17 Prozent auf 25'274,96 Einheiten nach.
Die weiter steigenden Ölpreise trugen stark mit dazu bei, dass sich die Börsianer mit Käufen nicht weiter aus dem Fenster wagten. Teheran warnte Besatzungen von Tankern in der Nähe von Kais in Kuwait und Bahrain, ihre Schiffe zu verlassen, und drohte mit weiteren Angriffen auf die Energieinfrastruktur am Golf. Hohe Ölpreise gelten als Inflationstreiber und nähren damit Spekulationen über Zinserhöhungen.
Die Blicke vieler Akteure sind daher bereits auf den Donnerstag, insbesondere aber den Freitag gerichtet. Dann werden in den USA neue Inflationsdaten veröffentlicht, am Freitag die Verbraucherpreise. Für das Zinstreffen der US-Notenbank in der kommenden Woche wird weiter eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Erhöhung um 25 Basispunkte eingepreist.
Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China sind unterdessen im August leicht gestiegen, angetrieben von höheren Energiepreisen. Zugleich fielen sie aber fast genau wie erwartet aus, weswegen sie kaum Impulse entfachen.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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| Hang Seng | 24’750.78 | 0.60% | |
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