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Geändert am: 10.08.2026 10:48:44
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SMI wenig bewegt -- DAX in Grün -- Asiens Börsen in Grün
Anleger am heimischen Aktienmarkt halten sich zum Wochenstart zurück. Der deutsche Leitindex präsentiert sich freundlich. Die Börsen in Fernost verbuchen am Montag Gewinne.

SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montag seitwärts.
Der SMI eröffnete die Sitzung 0,2 Prozent höher bei 14'574,32 Punkten und bewegt sich aktuell in einer engen Range um die Nulllinie.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI starteten 0,22 Prozent fester bei 20'553,73 Zählern bzw. 0,18 Prozent stärker bei 23'40,97 Einheiten, fallen im Verlauf jedoch ebenfalls zurück.
Da der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag klar schwächer ausgefallen ist als erwartet, haben sich die Befürchtungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch das Fed im September abgeschwächt, was wiederum das Börsensentiment grundsätzlich stützt. Trotz der schwachen Zahlen sei die Korrektur der Zinserwartungen aber noch recht moderat ausgefallen, heisst es in einer Einschätzung der Commerzbank. So werde per Saldo weiterhin mit einer Zinserhöhung bis Ende des Jahres gerechnet.
Mit Blick auf die anhaltend konstruktive Stimmung an den Börsen verweist die Onlinebank Swissquote derweil auf die bislang gut verlaufene Berichtsaison zum Halbjahr, sowohl in Europa als auch in den USA. Von den S&P-500-Unternehmen hätten mittlerweile die meisten ihre Zahlen vorgelegt, insgesamt zeichne sich dabei ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 50 Prozent ab.
Im Nahost-Konflikt zeichnet sich derweil weiter keine rasche Lösung ab. Der Iran hatte jüngst Hoffnungen auf eine schnelle Wiedereröffnung der Strasse von Hormus gedämpft. Die Führung in Teheran forderte von den USA erhebliche Vorleistungen vor einer Freigabe der für den internationalen Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge. US-Präsident Donald Trump wieder reagierte relativ gelassen auf den bislang ausgebliebenen diplomatischen Durchbruch mit dem Iran. Das Nachrichtenportal "Axios" zitierte zudem US-Beamte mit der Aussage, dass Trump vorerst auf Deeskalation setze.
DEUTSCHLAND
Der DAX behält am Montag mit einem leichten Plus sein Rekordhoch im Visier.
Der DAX eröffnete die Sitzung 0,16 Prozent fester bei 26'360,44 Punkten und notiert auch aktuell leicht im Plus.
Damit bleibt der Leitindex in Kontakt zur Bestmarke von 26'445 Punkten vom Freitagnachmittag, als US-Jobdaten frischen Schub gegeben und Sorgen vor einer Zinserhöhung gemildert hatten.
JPMorgan-Anlagestratege Mislav Matejka bleibt derweil optimistisch für Aktien und rechnet mit weiteren Höchstständen - trotz zahlreicher Bedenken der Anleger, die von der Geopolitik über Inflationsangst bis hin zu Konjunktursorgen reichten. Das solide Fundament der Ergebnisentwicklung sowie die alles andere als übertriebene Positionierung der Anleger federten den Markt immer wieder gegen Schocks ab, so Matejka.
Was den KI-Megatrend betrifft, glaubt Matejka, dass die Ergebnisdynamik der Tech-Unternehmen weiterhin stark bleibt und der zuletzt absolvierte Risikoabbau der Anleger etwas übertrieben wurde. Er sieht in dem Sektor für die zweite Jahreshälfte aber auch "keinen eindeutigen Gewinner".
WALL STREET
Anleger sorgten an der Wall Street auch vor dem Wochenende für weitere Kursgewinne.
Der Dow Jones Industrial startete zunächst leicht im Minus, drehte anschliessend jedoch unmittelbar ins Plus und beendete den Handeltag 0,28 Prozent höher bei 54'036,93 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite präsentierte sich besonders stark und gewann 1,30 Prozent auf 26'690,62 Zähler.
Die US-Börsen setzten am Freitag ihre Erholung fort und beendeten die Woche mit deutlichen Kursaufschlägen. Der S&P 500 markierte dabei ein neues Rekordhoch, wobei vor allem Technologiewerte für positive Impulse sorgten. Rückenwind erhielt die Stimmung insbesondere durch einen schwächer als erwarteten US-Arbeitsmarktbericht. Die unerwartet verhaltene Beschäftigungsentwicklung verringerte die Befürchtung weiterer Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und liess die Renditen am Anleihemarkt sinken.
In der Folge rechneten Anleger verstärkt mit einer lockereren Geldpolitik. Gleichzeitig stützten sinkende Ölpreise und damit nachlassende Inflationssorgen sowie die weiterhin robuste Berichtssaison die Risikobereitschaft. Besonders stark nachgefragt wurden Aktien aus dem Technologie- und KI-Sektor, nachdem an den Märkten zuletzt verstärkt über die hohen Investitionen in künstliche Intelligenz und deren langfristige Ertragsperspektiven diskutiert worden war. Der US-Dollar gab nach, während Anleihen von den rückläufigen Renditen profitierten. Insgesamt schlossen die US-Märkte eine volatile Handelswoche mit einem freundlichen Ausblick auf die weitere Entwicklung der Geldpolitik ab.
Daneben blieben die Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus. Der zunehmende Konflikt zwischen Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen könnte eine Friedenslösung im Iran-Krieg erschweren. US-Präsident Donald Trump zeigte sich dagegen weiterhin überzeugt, dass der Iran-Krieg "ziemlich bald" enden und eine Einigung zur Öffnung der Strasse von Hormus bevorstehen könnte. Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten zog der Ölpreis zuletzt etwas an.
ASIEN
Die Rekordstände der Wall Street beflügeln am Montag die asiatischen Börsen, die in der Mehrzahl mit Aufschlägen notieren.
Der japanische Nikkei 225 legt zeitweise 1,84 Prozent auf 66'812,87 Punkte zu.
Auf dem chinesischen Festland notiert der Shanghai Composite unterdessen 0,20 Prozent höher bei 3'947,91 Zählern.
Der Hang Seng in Hongkong gewinnt 0,72 Prozent auf 25'853,69 Einheiten.
Ein schwacher US-Arbeitsmarktbericht dämpft die Sorgen über kurzfristige Zinserhöhungen durch die US-Notenbank und stützt somit die Aktienmärkte. "Die Fed-Fund-Futures implizieren jetzt eine 57-prozentige Wahrscheinlichkeit für keine Zinsänderung im September, nach einer 54-prozentigen Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung vor dem Arbeitsmarktbericht", erläutert Marktanalyst Matt Simpson von StoneX. Trotz der positiven Stimmung gibt es auch mahnende Stimmen im Handel, denn die Unsicherheiten über den Fortgang des Iran-Krieges und die Wiederöffnung der für den Ölhandel so eminent wichtigen Strasse von Hormus sind gross.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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