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Geändert am: 13.07.2026 22:22:17

Nahost-Krise im Blick: SMI steigt letztlich leicht -- DAX beendet Handel knapp im Plus -- Wall Street schliesslich schwach -- Asiens Börsen schlussendlich in Rot

Der heimische Aktienmarkt bewegte sich am Montag nach oben, während der deutsche Leitindex ebenso letztlich etwas fester notierte. Die US-Börsen tendierten im Minus. In Asien dominierten am Montag die Bären.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich im Montagshandel etwas stärker.

So eröffnete der SMI kaum verändert und bewegte sich zunächst auch anschliessend wenig. Am Nachmittag konnte er sich dann in der Gewinnzone absetzen, wo er den Handel 0,22 Prozent im Plus bei 14'266,18 Punkten beendete.
Die Nebenwertindizes SPI und strong>SLI blieben ebenso anfänglich stabil, konnten im weiteren Verlauf jedoch leicht zulegen. Sie beendeten die Sitzung 0,15 Prozent fester bei 20'053,69 Stellen bzw. 0,22 Prozent höher bei 2'288,38 Einheiten.

Von den jüngsten Eskalationen im Nahost-Konflikt zeigten sich zu Wochenbeginn vor allem die Bauwerte belastet, während die defensiven Schwergewichte für eine gewisse Stabilität sorgten. Die globalen Aktienmärkte seien über das Wochenende einmal mehr zum wehrlosen Spielball der Geopolitik mutiert, so die Einschätzung eines Händlers. Für zusätzliche Brisanz dürfte in den kommenden Tagen zudem der Start in die Berichtssaison sorgen.

Das Wiederaufflammen des Iran-Konflikts hielt das Parkett in Atem. Und die Unsicherheit in der Strasse von Hormus könnte über weiter steigende Ölpreise das Inflationsgespenst wieder mit voller Wucht zurückbringen. Bereits zum vierten Mal binnen einer Woche griff das US-Militär den Iran an. Die Revolutionsgarden im Iran reagierten erneut mit Vergeltungsangriffen auf die Golfstaaten Kuwait und Bahrain sowie auf das entferntere Jordanien. Ob es einen diplomatischen Ausweg gibt oder wie eine Rückkehr zur Waffenruhe gelingen soll, ist derzeit völlig unklar.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt agierten die Anleger am Montag vorsichtig.

So startete der DAX tiefer und drehte im Anschluss zunächst moderat ins Plus, bevor er am Nachmittag an die Nulllinie zurückfiel. Letztlich konnte er jedoch wieder etwas hinzugewinnen und beendete den Handel 0,19 Prozent höher bei 25'114,25 Punkten.

Der weiter eskalierende Nahost-Konflikt hat den DAX am Montag weitgehend kaltgelassen. "Schnäppchenjäger haben den DAX zurück über die Marke von 25'000 Punkten gekauft", kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. "Die Käufer blenden die potenziellen Folgen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten vorerst aus." Grosse Kursausschläge blieben jedoch aus.

Das US-Militär attackierte in der Nacht auf Montag den Iran erneut für mehrere Stunden, nachdem es das Land bereits am Wochenende angegriffen hatten. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf den internationalen Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus zu erschweren, hiess es. Es war bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten. Zuletzt erklärte das US-Militär seine Attacken für beendet.

WALL STREET

Die US-Börsen präsentierten sich zum Wochenstart mit negativer Tendenz.

So gewann der Dow Jones Industrial zu Beginn noch, fiel im Verlauf aber knapp unter die Nulllinie. Er verabschiedete sich mit einem Minus von 0,26 Prozent bei 52'498,82 Punkten in den Feierabend.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite gab zur Eröffnung unterdessen deutlich nach und verlor in der Folge weiter an Boden. Hier stand am Ende ein Abschlag von 1,55 Prozent auf 25'873,18 Zähler an der Kurstafel.

Die US-Aktienmärkte haben am Montag aufgrund weiter zunehmender Spannungen zwischen den USA und dem Iran nachgegeben. Technologiewerte standen angesichts enormer Kursgewinne infolge der KI-Euphorie besonders unter Druck.

>Nach neuen US-Angriffen auf den Iran kündigte US-Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe an, die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Zugleich drohte er, dass die USA fortan für die sichere Fahrt durch die Strasse von Hormus Einnahmen von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen. Das US-Militär hatte in der Nacht auf Montag den Iran erneut attackiert, nachdem bereits am Wochenende Angriffe erfolgt waren.

ASIEN

Die Börsen in Asien wiesen am Montag überwiegend rote Vorzeichen aus.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Verlust von 1,92 Prozent bei 67'242,73 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite letztlich um 2,06 Prozent auf 3'913,79 Punkte.

In Hongkong legte der Hang Seng um 0,16 Prozent auf 24'213,72 Indexpunkte zu.

Für Zurückhaltung sorgten die anhaltenden gegenseitigen Angriffe im Iran-Krieg, die deutlich steigende Ölpreise zur Folge hatten. Das heizte an den Finanzmärkten Sorgen vor steigenden Inflationsraten und erhöht bleibenden Zinsen an.

Im Nahost-Konflikt fuhren die USA die vierte Angriffswelle, nachdem der Waffenstillstand in der Vorwoche für beendet erklärt worden war, worauf der Iran Raketen- und Drohnenangriffe auf Golfstaaten als Vergeltung ausübte. Unklar ist die Situation um die wichtige Strasse von Hormus. Während der Iran sie für geschlossen erklärte, behaupten die USA, die kommerzielle Schifffahrt durch die Wasserstrasse bleibe unter US-Schutz offen.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 14’977.85 19.93 SNQBQU
Short 15’272.80 13.93 SDBWJU
Short 15’840.76 8.94 SG5BQU
SMI-Kurs: 14’374.77 03.08.2026 12:50:34
Long 13’787.24 19.13 SABE5U
Long 13’480.19 13.60 S1B6WU
Long 12’903.94 8.86 SA2BCU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
13.07.26 Business NZ PSI
13.07.26 Leistungsbilanz
13.07.26 Handelsbilanz
13.07.26 Consumer Price Index
13.07.26 Manufacturing Output
13.07.26 Producer Price Index (YoY)
13.07.26 Current Account Balance
13.07.26 Staatshandelsdefizit
13.07.26 Fed's Bowman speech
13.07.26 Exports
13.07.26 Imports
13.07.26 Trade Balance
13.07.26 Verbraucherpreisindex (YoY)
13.07.26 M1 Geldmenge (YoY)
13.07.26 Current Account n.s.a.
13.07.26 Außenhandel
13.07.26 Auktion 3-monatiger Treasury Bills
13.07.26 Auktion 6-monatiger Treasury Bills
13.07.26 Fed-Mitglied Waller spricht
13.07.26 EZB-Mitglied Schnabel spricht
13.07.26 BoE-Mitglied Pill spricht
13.07.26 Monatliches Budget-Statement

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