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Geändert am: 14.01.2026 22:08:39
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SMI nach Rekord letztlich höher -- DAX geht leichter in den Feierabend -- Wall Street schlussendlich im Minus -- Asiens Börsen schliessen mehrheitlich höher -- Nikkei erstmals über 54'000-Punkte-Marke
Der heimische Aktienmarkt notierte zur Wochenmitte im Plus. Der DAX verbuchte moderate Verluste. Die Wall Street zeigte sich eine Spur tiefer. An den Börsen in Fernost geht es am Mittwoch mehrheitlich bergauf.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt liess sich die positive Stimmung nicht verderben.
So bewegte sich der SMI bereits im frühen Handel auf grünem Terrain und baute seine Gewinne Stück für Stück aus. Letztlich beendete er die Sitzung 0,75 Prozent fester bei 13'464,84 Indexpunkten.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI zeigten sich ebenfalls freundlich, nachdem sie bereits stärker eröffneten. So beendete der SPI den Handel 0,76 Prozent höher bei 18'543,84 Stellen, während der SLI letztlich 0,6 Prozent auf 2'174,02 Zähler gewann.
Trotz gedämpfter Vorgaben und geopolitischer Unsicherheiten konnte der Leitindex SMI einen weiteren Rekordwert bei 13'489,51 Punkten erklimmen, bevor er den Handel etwas darunter beendete. "Normalerweise schauen Anleger in Europa eher neidisch auf die Börsen in New York. Doch aktuell ist das wohl eher umgekehrt", kommentierte ein Händler die Entwicklung. Denn der Wall Street macht der Angriff von US-Präsident Donald Trump auf Fed-Chef Jerome Powell zu schaffen. Und auch eine mögliche Eskalation im Iran oder Grönland dämpft die Laune in Übersee. Der SMI kann in diesem Umfeld seine Qualitäten als sicherer Hafen offenbar ausspielen.
Daneben richtet sich der Blick auf die Zahlenvorlagen einiger grosser US-Finanzinstitute. Zudem stehen einige Konjunkturdaten an wie beispielsweise der Detailhandelsumsatz oder die Produzentenpreise und am Abend mit dem Beige Book der Konjunkturbericht des Fed. "Noch scheint die Anleger hierzulande der Streit zwischen Trump und Powell nicht zu interessieren. Aber die Auswirkungen sind nicht zu unterschätzen und auch die Volatilität könnte in nächster Zeit durchaus anziehen", kommentierte ein Börsianer.
DEUTSCHLAND
Nach einer siebentägigen Rekordrally zeigte sich der DAX am Mittwoch schwächer.
Der DAX eröffnete die Sitzung marginal höher, verlor in weiteren Verlauf aber zunehmend an Boden. Letztlich verabschiedet er sich 0,53 Prozent schwächer bei 25'286,24 Punkten in den Feierabend.
Der DAX konnte seine Rekordrally am Mittwoch nicht fortsetzen und drehte nach einem stabilen Start in die Verlustzone. Tags zuvor erreichte er noch erstmals die Schwelle von 25'500 Punkten, bevor er letztlich nur knapp im Plus schloss. Belastend wirkte, dass die US-Börsen nach Verlusten am Vortag erneut schwächer erwartet werden. Überraschend starke Handelsdaten aus China, die am Morgen noch gestützt hatten, rückten in den Hintergrund.
Mit Blick auf den deutschen Aktienmarkt warnte Altmann erneut, dass der HDAX, der die 110 grössten und liquidesten deutschen Aktien abbildet, aus technischer Sicht längst "massiv überkauft" sei. Der vor allem aus DAX- und MDAX-Aktien bestehende Index hatte am Vortag den 14. Handelstag in Folge zugelegt, was "die längste Gewinnserie in der bis 1988 zurückgehenden Index-Historie ist".
"Hinter den Rekorden wächst die Vorsicht", schrieben die Analysten von Index-Radar. Doch auch wenn es in den USA am Vortag zu einem "leisen Rückzug" am Aktienmarkt gekommen sei, könne von einer Kapitalflucht keine Rede sein. Allerdings werde am Markt inzwischen wohl zunehmend mit stärkeren Börsenschwankungen gerechnet.
Das Interesse blieb weiter stark auf die USA ausgerichtet, denn die tags zuvor gestartete Berichtssaison der US-Bankenbranche setzte sich mit den Zahlen der Bank of America, von Wells Fargo und der Citigroup fort.
WALL STREET
An der Wall Street herrschte am Mittwoch Zurückhaltung.
Der Dow Jones startete etwas tiefer in den Handel und fiel anschliessend weiter zurück. Im Späthandel konnte er seine zwischenzeitlichen Verluste jedoch wieder eingrenzen und schloss letztlich 0,09 Prozent niedriger bei 49'149,63 Punkten.
Der NASDAQ Composite eröffnete ebenso im Minus. Er verweilte auch weiterhin in der Verlustzone und beendete den Tag 1 Prozent schwächer bei 23'471,75 Zählern.
Zur Wochenmitte setzten die US-Börsen ihre Verluste vom Vortag fort. Vor allem grosse Technologietitel standen unter Druck und gehörten zu den grössten Verlierern. Auch mehrere Bankaktien zeigten sich nach der Veröffentlichung ihrer Quartalsergebnisse schwach. Zusätzlich belasteten stärker als erwartete US-Erzeugerpreise im November die Stimmung an den Märkten. Die Einzelhandelsumsätze legten im selben Monat hingegen etwas kräftiger zu als vorausgesagt.
ASIEN
Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Mittwoch mehrheitlich stärker.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 1,48 Prozent höher bei 54'341,23 Punkten. Der Tokioter Leitindex kletterte auf einen neuen Rekordstand.
Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite derweil 0,31 Prozent schwächer bei 4'126,09 Zählern.
In Hongkong gewann der Hang Seng 0,56 Prozent auf 26'999,81 Stellen.
Im asiatischen Handel stand am Mittwoch weiter die japanische Börse im Fokus. Der Nikkei 225 sprang erstmals über die Marke von 54'000 Punkten. Getrieben wurde der japanische Leitindex weiter von der Hoffnung, dass mögliche vorgezogene Parlamentswahlen im nächsten Monat Position und Politik von Premierministerin Sanae Takaichi stärken werden. Beobachter gehen davon aus, dass Takaichi die Wahlen gewinnen würde. Ein Wahlsieg ermöglichte es Takaichi, eine aggressivere Fiskalpolitik, höhere Wachstumsinvestitionen sowie mutigere Sicherheitsmassnahmen zu verfolgen.
Daneben standen Wirtschaftsdaten aus China im Blick. Der chinesische Handelsüberschuss hat im vergangenen Jahr mit 1,19 Billionen US-Dollar einen historischen Höchststand erreicht. Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr ins Weisse Haus zurückkehrte, hatten Ökonomen noch prognostiziert, dass neue Zölle die gewaltige Exportmaschinerie Chinas drosseln würden. Stattdessen stiegen die Exporte im Jahr 2025 auf Dollar-Basis um 5,5 Prozent gegenüber Vorjahr, nachdem sie im Jahr davor um 5,9 Prozent zugelegt hatten.
Chinas starkes Exportwachstum werde die schwache Inlandsnachfrage abfedern, glaubt Zhiwei Zhang, Chefvolkswirt bei Pinpoint Asset Management. Die robuste Entwicklung vor dem Hintergrund eines boomenden Aktienmarktes und stabiler Beziehungen zwischen den USA und China werde Peking wahrscheinlich dazu veranlassen, zumindest bis zum Ende des ersten Quartals an seinem derzeitigen makropolitischen Kurs festzuhalten, fügte Zhang hinzu.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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Wirtschaftsdaten
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