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Geändert am: 15.09.2026 22:01:52

Ölpreise und KI-Bedenken belasten: SMI und DAX schliessen leichter -- Verluste an den US-Börsen -- Asiens Börsen letztlich im Minus

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt steckten im Dienstagshandel Verluste ein. An der Wall Street hielten sich die Anleger zurück. An den Börsen in Fernost waren am Dienstag rote Vorzeichen zu sehen.

SCHWEIZ

Anleger am Schweizer Aktienmarkt hielten sich am Dienstag zurück.

Der SMI hatte schwach eröffnet und blieb dann auch im weiteren Handelsverlauf in der Verlustzone. Schlussendlich ging er 0,50 Prozent tiefer bei 13'808,87 Punkten in den Feierabend.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI waren zwar mit unterschiedlichen Vorzeichen gestartet, gaben letztlich aber beide nach und beendeten den Handelstag mit Abschlägen von 0,43 Prozent bei 19'455,24 Zählern bzw. 0,56 Prozent bei 2'211,75 Einheiten.

Belastend wirkten die erneute Eskalation im Nahen Osten, hohe Ölpreise sowie die jüngsten Sorgen rund um den KI-Sektor. Zugleich dürften sich viele Anleger vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch zurückgehalten haben.

Für Nervosität sorgten neue Spannungen rund um die Strasse von Hormus. Die iranischen Revolutionsgarden meldeten, ein Öltanker sei auf eine Seemine gefahren und in Flammen aufgegangen. Das US-Militär widersprach dieser Darstellung. Zugleich verschärfen neue Angriffe auf Saudi-Arabien und die Schliessung der wichtigen Ost-West-Pipeline die Sorgen um die Energieversorgung.

In den Fokus rückte zudem bereits der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch. Am Markt wird überwiegend mit einer Anhebung um 25 Basispunkte gerechnet. Der derzeitige Inflationsdruck werde allerdings vor allem von höheren Energie-, Fracht- und Raffineriekosten getrieben, merkt ein Marktbeobachter an. Diese liessen sich mit höheren Leitzinsen nur begrenzt dämpfen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt baute am Dienstag seine Verluste vom Vortag aus.

So blieb der DAX nach einem negativen Start auf rotem Terrain und schloss am Abend 0,15 Prozent schwächer bei 25'402,28 Punkten.

Wieder aufgeflammte KI-Bedenken haben sich auch am Dienstag als Bürde für den deutschen Aktienmarkt erwiesen. Nach dem Ausverkauf der KI- und Halbleiterwerte am Montag wegen wachsender Befürchtungen, dass sich das Tempo der Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) verlangsamen könnte, blieb eine Erholung der Branche mehr oder weniger aus. Das Vertrauen bleibt damit angeschlagen.

Daneben richtete sich die Aufmerksamkeit bereits auf die am Mittwoch erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, bei der Anleger überwiegend mit einer Zinserhöhung rechnen.

WALL STREET

Der Dienstagshandel an der Wall Street war von Zurückhaltung geprägt.

Der Dow Jones ging mit einem Abschlag von 0,61 Prozent bei 52'099,29 Punkten in den Feierabend.
Auch der technologielastige NASDAQ Composite gab nach und schloss 0,79 Prozent tiefer bei 25'981,57 Zählern.

Ein Tag vor dem mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank blieben die Anleger vorsichtig. Auf der dritten Zinssitzung der Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte dieser erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten wird angesichts der hohen Inflation überwiegend eine Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Sie würde dann bei 3,75 bis 4,00 Prozent liegen. Die Spannung bleibt aber gross, da Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.

Getrieben wird die Inflation vor allem durch höhere Energiepreise. Der Ausblick ist hier düster. Eine Trendwende ist angesichts der jüngsten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wie schon am Montag erneut über die viel beachtete Marke von fünf Prozent.

ASIEN

An den Märkten in Fernost ging es am zweiten Handelstag der Woche abwärts.

So verzeichnete der Nikkei 225 schliesslich minimale Verluste von 0,01 Prozent auf 63'484,10 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite hingegen 0,54 Prozent tiefer bei 3'864,28 Zählern.

In Hongkong belief sich das Minus für den Hang Seng auf 1,00 Prozent bei 24'667,24 Einheiten.

Mit Verlusten zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag. Sie folgten damit den negativen Vorgaben der Wall Street. Dort hatte die Diskussion um eine stärkere Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) vor allem den Technologiesektor belastet, was aber am Montag an den ostasiatischen Märkten bereits vorher gespielt wurde. Dazu kamen wieder steigende Ölpreise, was Inflationssorgen schürt. Brent verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 107,22 Dollar, hatte am Vortag aber auch schon fast 110 Dollar gekostet. Börsianer verweisen auf anhaltende Angriffe in der Strasse von Hormus. Dazu wurden Verhandlungen um eine Durchfahrt durch den wichtigen Handelsweg zu Wochenbeginn vertagt.

Marktteilnehmer sprachen auch von Zurückhaltung im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Eine Zinserhöhung gilt weitgehend als sicher. Wichtig dürften daneben mögliche Aussagen von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad werden.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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SMI-Kurs: 13’786.72 18.09.2026 17:31:17
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15.09.26 Verbraucherpreisindex (MoM)
15.09.26 Verbraucherpreisindex (ggü. Vorjahr)
15.09.26 Haushaltsausgleich
15.09.26 Globale Handelsbilanz
15.09.26 Handelsbilanz EU
15.09.26 Staatshandelsdefizit
15.09.26 Handelsbilanz n.s.a.
15.09.26 ZEW Umfrage - Konjunkturerwartungen
15.09.26 Handelsbilanz s.a.
15.09.26 ZEW Umfrage - Aktuelle Lage
15.09.26 ZEW Survey – Economic Sentiment
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15.09.26 EZB-Mitglied Cipollone spricht
15.09.26 GDT Preisindex
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