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Geändert am: 18.03.2026 10:33:21
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Vor Fed-Zinsentscheid: SMI in Rot -- DAX fester -- Asiens Börsen letztlich in Grün
Der heimische Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch mit Verlusten. Der deutsche Leitindex kann derweil leichte Zuschläge verzeichnen. Die Börsen in Fernost schliessen den dritten Handelstag mit Gewinnen ab.
SCHWEIZ
Der heimische Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwoch stabil.
Der SMI startete leichte 0,04 Prozent stärker bei 12'967,48 Punkten in die Sitzung und rutscht anschliessend in die Verlustzone.
Die Nebenwerte-Indizes SPI eröffneten die Sitzung 0,06 Prozent höher bei 18'051,64 bzw. 0,2 Prozent fester bei 2'060,27 Einheiten.
Nach zwei sehr schwachen Wochen zu Beginn des Krieges im Iran scheint sich der hiesige Leitindex SMI nun vorerst im Bereich von 13'000 Punkten zu stabilisieren. Entscheidende Neuigkeiten zum Nahostkonflikt gibt es momentan zwar nicht, an den Finanzmärkten hat sich die Lage zumindest für den Moment dennoch leicht entspannt. Im Vorfeld der Zinsentscheide verschiedener Notenbanken könnte dies allerdings auch lediglich die Ruhe vor dem Sturm sein.
Am Berichtstag steht der Zinsentscheid der US-Notenbank im Fokus. Mehrheitlich wird davon ausgegangen, dass das Fed die Zinsen unverändert belassen wird. Wichtig für die Reaktion der Märkte wird sein, ob das Fed die konjunkturellen Risiken und damit die Entwicklung am Arbeitsmarkt oder die Inflationsrisiken höher gewichtet. Der kriegsgetriebene Anstieg der Ölpreis hatte zuletzt die Sorgen wegen einer steigenden Inflation angefacht.
Nun hat sich der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent über Nacht aber auf gut 101 US-Dollar wieder etwas abgeschwächt. Die Onlinebank Swissquote verweist dabei auf ein Abkommen des Irak, das seine Ölexporte über die Türkei unter Umgehung der Strasse von Hormus wieder aufnehmen wolle, während gleichzeitig Saudi-Arabien die Exporte in Richtung Rotes Meer umzuleiten gedenke.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt knüpft an seine Erholungsgewinne vom Wochenauftakt an.
Der DAX startete 0,45 Prozent fester bei 23'837,20 Punkten in den dritten Handelstag der Woche. Auch im weiteren Verlauf verbleibt er in der Gewinnzone.
Im Zuge sinkender a href="/rohstoffe/oelpreis" target="_blank" rel="noopener">Ölpreise setzt der DAX am Mittwoch seinen Stabilisierungsversuch fort. In der dritten Woche des Iran-Kriegs hoffen die Anleger darauf, "dass sich der feste Griff des Iran um den globalen Energiemarkt Schritt für Schritt lockern wird", erklärte Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Zum einen wachse weltweit der politische Druck auf US-Präsident Trump, die Strasse von Hormus wieder passierbar zu machen. Zum anderen verlagerten Saudi-Arabien und der Irak ihre Exporte und nutzten Pipelines, um Öl zu sicheren Häfen zu bringen. "Das ist eine grosse Sache für den Ölmarkt." Auch wenn dadurch laut Stanzl nicht die gesamte Ölproduktion dieser Länder exportiert werden kann, "verliert die iranische Blockade der Meerenge von Hormus dadurch ein Stück weit an Bedeutung".
Aktuell pendelt das Börsenbarometer um die exponentielle 200-Tage-Linie, die charttechnisch gesehen ein wichtiger Gradmesser für den längerfristigen Trend ist.
Abgesehen vom Iran-Krieg samt der Ölpreis-Entwicklung rückt an diesem Abend die US-Notenbank Fed in den Blick. Die Leitzinsentscheidung in den USA steht auf dem Programm. Im aktuell stark verunsicherten Umfeld wird die Fed zwar kaum an den Stellschrauben drehen, doch marktbewegend könnten ihre Aussagen sein.
Zuletzt waren grundsätzliche Zinssenkungshoffnungen am Markt ausgepreist worden. Zudem waren angesichts des befürchteten Inflationsanstiegs, der durch den hohen Ölpreis zu erwarten ist, sogar erste Unsicherheiten über mögliche Zinsanhebungen aufgekommen. Daher sind nach den Worten der Helaba-Experten "die Stabsprognosen zu Wachstum und Inflation" wesentlich.
WALL STREET
Die US-Börsen verbuchten am Dienstag Gewinne.
Der Dow Jones beendete die Sitzung bei 46'993,26 Punkten um 0,10 Prozent fester. Er hatte bereits im Plus eröffnet und sich auch im weiteren Verlauf über der Nulllinie gehalten, obwohl die Gewinne im späten Handel etwas abschmolzen.
Der NASDAQ Composite beendete den Dienstagshandel um 0,47 Prozent fester bei 22'479,53 Punkten. Auch er hatte bereits höher eröffnet und war auch anschliessend auf grünem Terrain geblieben.
Am Dienstag, dem Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, ging die Erholung am New Yorker Aktienmarkt in die Fortsetzung. Den Gewinnen stand dabei nicht im Wege, dass im Iran-Krieg weiter keine Entspannung abzusehen war und die Ölpreise wieder etwas anzogen. Vor diesem Hintergrund blieben Anleger am Dienstag aber vorsichtig. Der Schwung bei den Aktienkursen flachte im Verlauf wieder etwas ab.
Laut einem Marktbeobachter setzten die Anleger zwar nicht auf eine schnelle Lösung in dem Iran-Krieg, sie versuchten aber die aktuellen Spannungen auf der Suche nach einer Einstiegsgelegenheit auszublenden. Der Iran hat nämlich seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf intensiviert. Über den höheren Ölpreis bremst dies die Konjunkturhoffnung und verstärkt zugleich Inflationsgefahren.
Anleger schauen deshalb auch gespannt auf anstehende Zinsentscheide grosser Notenbanken. "Die Tendenz geht eindeutig dahin, dass die Zentralbanken restriktiver agieren werden, als es die Märkte wünschen", sagte der Investmentchef Andrew Chorlton von M&G Investment Managers. Bei der Fed dürften die Anleger am Mittwoch vor allem die Pressekonferenz von Notenbankchef Jerome Powell im Blick haben, der bald sein Amt an den von US-Präsident Donald Trump nominierten Kevin Warsh übergeben soll.
ASIEN
Die Börsen in Fernost zeigten sich am Mittwoch mit Zuschlägen.
In Tokio ging der Nikkei 225 letztlich 2,87 Prozent fester bei 55'239,40 Punkten in den Feierabend.
Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite schlussendlich 0,32 Prozent fester bei 4'062,98 Punkten.
In Hongkong bewegte sich der Hang Seng zu Handelsende 0,61 Prozent im Plus bei 26'025,42 Punkten.
Sehr uneinheitlich präsentierten sich die Aktienmärkte in Ostasien am Mittwoch. In Japan ging es mit dem Leitindex kräftig nach oben. Die chinesischen Börsen zeigten sich mit geringeren Ausschlägen.
Dort, wo es nach oben ging, wirkten die sinkenden Ölpreise unterstützend . Im Handel wurde über eine eher nur technische Gegenbewegung spekuliert nach dem vorangegangenen Anstieg, schliesslich setze der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten fort.
Im Fokus an den Märkten stand neben dem Fortgang des Kriegs im Nahen Osten, und dabei vor allem die Entwicklung des Ölpreises, der Zinsenentscheid der US-Notenbank am Abend (MEZ). Eine Zinsänderung wird nicht erwartet. Spannend wird, wie sich die Notenbanker zu den Gefahren einer steigenden Inflation und Konjunkturschwäche als Folge der gestiegenen Ölpreise und Lieferkettenprobleme durch den Krieg im Nahen Osten auslassen werden. Zinssenkungshoffnungen waren zuletzt immer weiter nach hinten verschoben worden. Längst werden nicht mehr zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr erwartet, sondern, wenn überhaupt, nur noch eine. Die Frage sei, inwieweit die Fed dies angesichts des Energiepreisschocks bestätigte, so das Team von InTouch Capital Markets.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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