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Geändert am: 18.03.2026 21:07:58

Fed-lässt Leitzinsen unverändert: SMI und DAX schliessen in Rot -- US-Börsen mit Verlusten -- Asiens Börsen schlussendlich in Grün

Der heimische Aktienmarkt und der deutsche Leitindex präsentierten sich am Mittwoch mit Abschlägen. Die US-Börsen verbuchten Verluste. Die Börsen in Fernost schlossen den dritten Handelstag mit Gewinnen ab.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt präsentierte sich am Mittwoch deutlich schwächer.

Der rutschte SMI nach einer stabilen Eröffnung in die Verlustzone und schloss 1,52 Prozent leichter bei 12'765,48 Punkten.
Die Nebenwerte-Indizes SPI beendeten die Sitzung 1,35 Prozent tiefer bei 17'798,21 Zählern bzw. 1,17 Prozent schwächer bei 2'032,22 Einheiten.

Kräftige Kursverluste bei den defensiven Index-Schwergewichten haben am schweizerischen Aktienmarkt zur Wochenmitte für eine sehr schwache Tendenz gesorgt. Gedämpft wurde die Stimmung zusätzlich durch die wieder kräftig steigenden Ölpreise.

Zudem herrschte Zurückhaltung im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend. Mehrheitlich wird davon ausgegangen, dass das Fed die Zinsen unverändert belassen wird. Wichtig für die Reaktion der Märkte wird sein, ob das Fed die konjunkturellen Risiken und damit die Entwicklung am Arbeitsmarkt oder die Inflationsrisiken höher gewichtet. Der kriegsgetriebene Anstieg der Ölpreis hatte zuletzt die Sorgen wegen einer steigenden Inflation angefacht.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Mittwoch mit Verlusten.

Nach einem freundlichen Start drehte der DAX ins Minus und ging letztlich 0,96 Prozent tiefer bei 23'502,25 Punkten in den Feierabend.

Erneut steigende Ölpreise haben die Anleger wieder verschreckt. Der DAX brach seinen Erholungsversuch ab und drehte in die Verlustzone, nachdem der Iran neue Angriffe auf Teile seiner Öl- und Gasindustrie gemeldet hatte. Am Morgen noch hatten die Börsen weltweit positiv darauf reagiert, dass der Irak ein Pipeline-Abkommen zum Ölexport über die Türkei geschlossen hat.

Mit wachsender Nervosität wurde zudem auf die am Abend anstehende Leitzins-Entscheidung der US-Notenbank Fed gewartet. Im stark verunsicherten Umfeld dürfte die Fed zwar kaum die Zinsen senken, doch marktbewegend könnten ihre Aussagen sein.

Zuletzt waren grundsätzliche Zinssenkungshoffnungen am Markt ausgepreist worden. Zudem waren angesichts des befürchteten Inflationsanstiegs, der durch den hohen Ölpreis zu erwarten ist, sogar erste Unsicherheiten über mögliche Zinsanhebungen aufgekommen. Daher sind nach den Worten der Helaba-Experten die Prognosen zu Wachstum und Inflation wesentlich.

WALL STREET

Die US-Börsen schlossen auf rotem Terrain.

Der Dow Jones sackte schlussendlich 1,64 Prozent auf 46'224,84 Punkte ab.
Auch der NASDAQ Composite gab nach und verlor am Ende 1,46 Prozent auf 22'152,42 Zähler.

Gebremst wurden die US-Börsen zur Wochenmitte von der Nachrichtenlage zum Iran-Krieg und wieder steigenden Ölpreisen. Auslöser sind Berichte über eine vom Iran ausgesprochene Evakuierungswarnung für Ölanlagen in der Golfregion. Die Meldung kommt, nachdem Israel das iranische Gasfeld South Pars, die grösste derartige Anlage der Welt, angegriffen hatte. Damit droht eine weitere Eskalation. Nicht stützend wirkte eine Vereinbarung zwischen dem Irak und der Türkei, welche die Wiederaufnahme irakischer Ölexporte über das türkische Kurdengebiet vorsieht.

Die US-Notenbank hat den Leitzins unverändert belassen, dies war auch die vorherrschende Meinung am Markt. Das Interesse galt vor allem der Einschätzung der Währungshüter zu den Folgen des Iran-Kriegs - diese seien nicht abschätzbar, betonte Fed-Chef Powell und verstärkte damit den Abwärtsdruck am Markt.

Konjunkturseitig waren die Erzeugerpreise im Februar sowohl in der Gesamt- als auch in der Kernrate stärker gestiegen als erwartet. Da der Iran-Krieg erst Anfang März begann, spiegelt sich der dadurch bedingte Anstieg der Ölpreise noch nicht in der Inflation wider. Gleichwohl spricht der Preisauftrieb gegen eine Lockerung der Geldpolitik durch die Fed. Der Auftragseingang der US-Industrie hat sich im Januar um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat erhöht. Volkswirte hatten allerdings mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gerechnet.

ASIEN

Die Börsen in Fernost zeigten sich am Mittwoch mit Zuschlägen.

In Tokio ging der Nikkei 225 letztlich 2,87 Prozent fester bei 55'239,40 Punkten in den Feierabend.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite schlussendlich 0,32 Prozent fester bei 4'062,98 Punkten.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng zu Handelsende 0,61 Prozent im Plus bei 26'025,42 Punkten.

In Japan ging es mit dem Leitindex kräftig nach oben. Auch in Hongkong und China zeigten sich die Börsen mit Zuschlägen.

Die sinkenden Ölpreise wirkten unterstützend. Im Handel wurde über eine eher nur technische Gegenbewegung spekuliert nach dem vorangegangenen Anstieg, schliesslich setze der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im gesamten Nahen Osten fort.

Im Fokus an den Märkten stand neben dem Fortgang des Kriegs im Nahen Osten, und dabei vor allem die Entwicklung des Ölpreises, der Zinsenentscheid der US-Notenbank am Abend (MEZ). Eine Zinsänderung wird nicht erwartet. Spannend wird, wie sich die Notenbanker zu den Gefahren einer steigenden Inflation und Konjunkturschwäche als Folge der gestiegenen Ölpreise und Lieferkettenprobleme durch den Krieg im Nahen Osten auslassen werden. Zinssenkungshoffnungen waren zuletzt immer weiter nach hinten verschoben worden. Längst werden nicht mehr zwei Zinssenkungen im laufenden Jahr erwartet, sondern, wenn überhaupt, nur noch eine. Die Frage sei, inwieweit die Fed dies angesichts des Energiepreisschocks bestätigte, so das Team von InTouch Capital Markets.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Wirtschaftsdaten

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18.03.26 Merchandise Trade Balance Total
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18.03.26 Unemployment rate
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18.03.26 Kern-Verbraucherpreisindex (HVPI) (Monat)
18.03.26 Kern-Verbraucherpreisindex (HVPI) (Jahr)
18.03.26 Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI) (Jahr)
18.03.26 30-y Bond Auction
18.03.26 MBA Hypothekenanträge
18.03.26 Retail Sales (YoY)
18.03.26 Gross Domestic Product (YoY)
18.03.26 Erzeugerpreisindex (Jahr)
18.03.26 Producer Price Index ex Food & Energy (YoY)
18.03.26 Foreign Portfolio Investment in Canadian Securities
18.03.26 Canadian Portfolio Investment in Foreign Securities
18.03.26 Erzeugerpreisindex (Monat)
18.03.26 Erzeugerpreisindex ex. Nahrungsmittel & Energie (Monat)
18.03.26 Zinsentscheidung der BoC
18.03.26 BoC Monetary Policy Statement
18.03.26 Factory Orders (MoM)
18.03.26 EIA Crude Oil Stocks Change
18.03.26 BoC Press Conference
18.03.26 Erzeugerpreisindex (Monat)
18.03.26 Erzeugerpreisindex (Jahr)
18.03.26 Zinsprojektionen - 2 Jahre
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18.03.26 Fed-Zinsentscheid
18.03.26 Zinsprojektionen - Langfristig
18.03.26 Zinsprojektionen - 1 Jahr
18.03.26 Fed Monetary Policy Statement
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