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Geändert am: 20.04.2026 22:03:12

SMI und DAX letztlich mit schwachem Wochenstart -- US-Börsen schliessen mit überschaubaren Verlusten -- Asiens Börsen schliessen im Plus

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt verzeichneten am Montag Verluste. An den US-Börsen ging es überschaubar nach unten. Die Börsen in Fernost nahmen zum Wochenbeginn Fahrt auf.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt notierte zum Wochenbeginn mit Abgaben.

Bereits zur Startglocke gab der SMI kräftig nach und konnte die Verluste im Verlauf auch nicht weiter eindämmen. Letztlich verabschiedet er sich mit spürbaren Abschlägen von 1,06 Prozent bei 13'284,22 Einheiten aus dem Handel.
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI beendeten den Handel ebenso 0,58 Prozent schwächer bei 18'765,28 Zählern bzw. 1,16 Prozent leichter bei 2'142,50 Stellen.

Zum Wochenstart präsentierte sich der Schweizer Aktienmarkt tiefrot. Er befand sich damit in guter Gesellschaft. Auch seine europäischen Pendants verzeichneten zum Teil Verluste von mehr als einem Prozent. Nach einer kurzen Phase der Erleichterung vom Freitag dominierten nach dem Wochenende wieder Zweifel an einer schnellen diplomatischen Lösung im Iran-Konflikt. Die wiederholten Störungen der Strasse von Hormus - einer der wichtigsten Energiehandelsrouten - unterstrichen die fragile Lage und dämpften Hoffnungen auf ein zeitnahes, tragfähiges Friedensabkommen zwischen den Konfliktparteien, hiess es in einem Kommentar.

"Das geopolitische Pulverfass ist erneut explodiert", fasste es ein Händler zusammen. Nachdem dann noch ein iranischer Frachter von der US-Armee geentert wurde, hat Teheran bereits unmissverständlich Vergeltung angedroht. Die Friedensgespräche stehen also akut auf der Kippe. Gleichzeitig hoben zahlreiche Marktbeobachter hervor, dass die aktuelle Marktreaktion dafür spreche, dass Investoren sich langsam an die Situation zu gewöhnen schienen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt gab am Montag nach.

Der DAX verlor bereits zum Sitzungsstart und verharrte im weiteren Verlauf auf rotem Terrain. Mit Abgaben von 1,15 Prozent bei 24'417,80 Punkten beendete der deutsche Leitindex den Montagshandel.

Der deutliche Anstieg der Ölpreise verhagelte am Montag die vor dem Wochenende noch so gute Börsenstimmung. Die Situation in der Strasse von Hormus ist weiterhin unübersichtlich und brenzlig. Nachdem der Iran vor dem Wochenende die Öffnung der Meerenge bis zur restlichen Dauer der Waffenruhe am Mittwoch angekündigt hatte, wurde dies nach nur einem Tag wieder zurückgenommen.

Die Armeeführung monierte dabei die fortdauernde Blockade iranischer Häfen durch die USA. Zudem lehnte die iranische Führung laut einem Bericht der Staatsagentur Irna ein zweites Treffen mit US-Vertretern ab und verwies neben der Blockade auf übertriebene Forderungen und einen ständigen Kurswechsel der USA.

"Anleger sehen eine erneute Schliessung der Strasse von Hormus als Teil der Verhandlungen, und niemand rechnet damit, dass diese ohne Wendungen und Rückschläge auskommen werden", erklärte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank die vergleichsweise moderaten Verluste. "Die wiederholten Störungen auf einer der wichtigsten Energiehandelsrouten unterstreiche jedoch die fragile Lage und dämpfe Hoffnungen auf ein zeitnahes, tragfähiges Friedensabkommen", ergänzte Marktexperte Timo Emden. Und Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC-Partners verwies angesichts des Ölpreisanstiegs auf erneute Inflationssorgen, die an den Börsen mit steigenden Zinsen assoziiert werden.

WALL STREET

Anleger an der Wall Street hielten sich zum Wochenstart zurück.

Der Dow Jones ging 0,01 Prozent schwächer bei 49'442,56 Punkten aus dem Handel.
Auch der NASDAQ Composite schloss schwächer und verlor 0,26 Prozent auf 24'404,39 Indexpunkte.

Die jüngste Eskalation im Nahen Osten mit der erneuten Sperrung der Strasse von Hormus hat zwar am Montag die Erdölpreise wieder etwas nach oben getrieben, die US-Börsen zeigten sich davon aber kaum belastet. Dabei half, dass die Ölpreise zwar stiegen, aber nicht allzu stark.

Laut Marktteilnehmern steckt nicht nur in den Ölpreisen noch immer eine Menge Optimismus, dass sich die USA und der Iran auf ein Kriegsende verständigen werden, obwohl sich die Lage über das Wochenende wieder verschlechtert hat. Nachdem die Strasse von Hormus am Freitag für eine kurze Zeit wieder geöffnet war, ist sie inzwischen von Iran wieder geschlossen worden, weil die USA iranische Schiffe zur Umkehrt gezwungen hatten. Dazu kommt die Meldung über die Aufbringung eines iranischen Handelsschiffes durch die US-Marine im Golf von Oman, das die US-Blockade der Strasse von Hormus zu durchbrechen versucht hatte. Darauf schloss der Iran nicht nur die Strasse von Hormus wieder, sondern stellt auch die Teilnahme an der neuen Runde von Friedensgesprächen in Frage.

ASIEN

Anleger an den asiatischen Börsen griffen am Montag zu.

In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich 0,6 Prozent auf 58'824,89 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite derweil 0,76 Prozent auf 4'082,13 Zähler.

Aufwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng stieg schliesslich um 0,77 Prozent auf 26'361,07 Einheiten.

Deutliche Kursgewinne im Technologiesektor stützten zu Wochenbeginn die Aktienmärkte in Ostasien. Hier galt es zum Wochenstart einiges an Nachrichten einzupreisen - zum einen die Öffnung der Strasse von Hormus am Freitagmittag MESZ sowie die erneute Schliessung am Wochenende. Der Iran hat am Wochenende die Strasse von Hormus wieder für geschlossen erklärt und dies mit der Weigerung der USA begründet, ihre Seeblockade aufzuheben. Und die USA hätten am Sonntag ein unter iranischer Flagge fahrendes Schiff beschossen, geentert und beschlagnahmt, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf das U.S. Central Command. Das Schiff sei auf dem Weg zum iranischen Hafen Bandar Abbas gewesen, als es abgefangen worden sei. Die Ölpreise ziehen daraufhin wieder deutlicher an, notieren aber immer noch klar unter der Marke von 100 Dollar je Barrel. Die Akteure setzten weiter auf Friedensverhandlungen zwischen den Kriegsparteien, hiess es.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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20.04.26 BoC Consumer Price Index Core (MoM)
20.04.26 Consumer Price Index (YoY)
20.04.26 Consumer Price Index (MoM)
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