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18.09.2026
Geändert am: 25.08.2026 22:02:23

NVIDIA-Bilanz voraus: SMI beendet Handel fester -- DAX letztlich in Grün -- Wall Street schlussendlich höher -- Asiens Börsen schliesslich uneinheitlich

Der heimische Handel zeigte sich am Dienstag freundlich. Der deutsche Aktienmarkt notierte ebenso im Plus. Die Wall Street tendierte fester. Die asiatischen Börsen bewegten sich in unterschiedliche Richtungen.

SCHWEIZ

Anleger an der Schweizer Börse zeigten sich am Dienstag in Kauflaune.

Der SMI ging etwas höher in den Handel und bewegte sich auch im weiteren Verlauf oberhalb der Nulllinie, wo er die Sitzung 0,54 Prozent fester bei 14'525,29 Punkten beendete.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex, nachdem sie ebenso leicht im Plus starteten. Sie schlossen 0,58 Prozent höher bei 20'430,31 Stellen bzw. 0,42 Prozent stärker bei 2'324,19 Einheiten.

Am Schweizer Aktienmarkt spielte sich am Dienstag ein eher ruhiger Handel ab. Im weiteren Verlauf dürften neben den geopolitischen Entwicklungen vor allem die NVIDIA-Zahlen sowie weitere US-Inflationsdaten die Richtung vorgeben.

Derweil haben die USA den wirtschaftlichen Druck auf den Iran deutlich verschärft. Washington kündigte Sanktionen gegen mehr als 60 Organisationen, Personen und Schiffe an und drohte auch Handelspartnern Teherans mit Sekundärsanktionen sowie einem Ausschluss aus dem US-Dollar-System. Ob die Massnahmen tatsächlich Wirkung zeigen, sei allerdings offen, so ein Marktbeobachter.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete am Dienstag Gewinne.

Der DAX notierte zum Start moderat höher und blieb auch anschliessend in der Gewinnzone. Mit eine Kursplus von 0,61 Prozent bei 26'266,14 Punkten ging er letztlich aus dem Handel.

Bei den Anlegern am deutschen Aktienmarkt überwog am Dienstag nach soliden Daten aus der Wirtschaft die Zuversicht. Der DAX, der sich bereits am Vortag über der 26'000-Punkte-Marke behauptet hatte, legte zu. Damit kommt das vor knapp zwei Wochen erreichte Rekordhoch bei rund 26'574 Punkten wieder in Sichtweite.

Die Ölpreise gaben am Dienstag weiter nach und stützten so die Aktienindizes. Am Vorabend hatte eine Rede des US-Finanzministers Scott Bessent keine konkreten Massnahmen aufgezeigt, mit denen die USA den Kriegsgegner Iran stärker unter Druck setzen will. Zuvor hatte die US-Regierung von einem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran gesprochen und damit gedroht, Teheran komplett von der Weltwirtschaft zu isolieren.

Veröffentlicht wurde am Vormittag das ifo-Geschäftsklima, das als wichtigstes deutsches Konjunkturbarometer gilt und besser ausfiel als von Analysten erwartet. Demnach hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im August weiter auf. Ökonomen erwarten trotz der Folgen des Iran-Kriegs und der jüngsten Dürre eine Belebung der Wirtschaft. Dazu passte die Meldung zu einem etwas verbesserten Bruttoinlandsprodukt (BIP), das von April bis Juni mit 0,3 Prozent zum Vorquartal um 0,1 Punkte stärker zulegte als zunächst berechnet. Europas grösste Volkswirtschaft ist somit drei Quartale in Folge gewachsen.

In den Blick rücken nun allmählich andere wichtige Ereignisse im Wochenverlauf. Dazu zählen die Quartalszahlen von NVIDIA am Mittwoch und am Freitag die Rede von Fed-Präsident Kevin Warsh auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole.

WALL STREET

An der Wall Street ging es am Dienstag aufwärts.

Entsprechend notierte der Dow Jones zum Ende der Sitzung 0,3 Prozent fester bei 53'577,17 Punkten, nachdem er bereits etwas höher eröffnet hatte und sich auch im weiteren Verlauf in der Gewinnzone zeigte.
Der technologielastige NASDAQ Composite hatte zur Startglocke ebenfalls ein Plus an der Kurstafel stehen und weitete seine Gewinne im Anschluss noch etwas aus. Er schloss den Handelstag 0,66 Prozent fester bei 26'151,30 Zählern ab.

Rückenwind lieferte der Anleihemarkt, an dem sich die Entspannung des Vortags fortsetzte und die Renditen weiter nachgaben. Befeuert wurde diese Entwicklung von einem CNBC-Bericht, wonach US-Finanzminister Bessent die knapp eine Billion Dollar schweren staatlichen Liquiditätsreserven anzapfen könnte, um die jüngst angekündigten erweiterten Rückkäufe von Staatsanleihen zu finanzieren.

Zusätzlich dämpften deutlich fallende Ölpreise die Inflationssorgen und damit die Furcht vor steigenden Leitzinsen. Hintergrund könnten Spekulationen auf eine mögliche Entspannung an der bislang kaum passierbaren Strasse von Hormus sein, nachdem die USA einen globalen Sanktionsplan gegen den Iran gestartet haben. Bessent bezeichnete dies laut Dow Jones Newswires als "wirtschaftlichen Angriff auf Irans weltweite Finanzverbindungen", der Teherans "Ermöglicher" daran hindern solle, das Regime am Leben zu erhalten. Das Weisse Haus hat zudem einen Zeitplan veröffentlicht, nach dem Länder ihre Iran-Aktivitäten herunterfahren sollen - offen bleibt, wie etwa China als grosser Abnehmer iranischen Öls darauf reagiert.

Konjunkturseitig standen am Dienstag mit dem Verbrauchervertrauen für August und den Neubauverkäufen eher zweitrangige Daten an, während am Mittwoch die als wichtiger Fed-Indikator geltenden PCE-Inflationsdaten für Juli im Fokus stehen dürften.

ASIEN

Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Dienstag mit unterschiedlichen Vorzeichen.

So stieg der Nikkei 225 in Tokio letztlich um 0,5 Prozent auf 65'856,43 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite unterdessen 0,19 Prozent höher bei 3'889,45 Zählern.

In Hongkong war ein Minus zu erkennen: Für den Hang Seng ging es um 0,02 Prozent abwärts auf 25'511,10 Einheiten.

Am Dienstag liess sich an den Börsen in Asien keine einheitliche Tendenz ausmachen. Händler berichteten von Zurückhaltung vor den Quartalszahlen von NVIDIA, die am Mittwoch nach Börsenschluss in den USA veröffentlicht werden. Von den Zahlen und vor allem dem Ausblick des Konzerns erhoffen sich Anleger Aufschluss darüber, ob die Nachfrage die massiven Investitionen in den KI-Ausbau rechtfertigt. Vorsichtshalber trennten sich die Investoren von Technologiewerten, besonders mit KI-Bezug. Sie folgten damit den negativen US-Vorgaben.

Daneben lastete weiter der Iran-Krieg auf der Stimmung. US-Finanzminister Scott Bessent hat neue Massnahmen angekündigt, mit denen das iranische Regime isoliert werden soll. China, der wichtigste Handelspartner des Irans, dürfte sich dem Druck der USA aber nicht beugen, vermutete Joseph Capurso von der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Kampagne gegen den Iran könnte daher vor dem nächsten US-chinesischen Gipfeltreffen im September den "Burgfrieden" im Handelsstreit zwischen den USA und China gefährden, fügte er hinzu.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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25.08.26 Verkäufe neuer Häuser (Monat)
25.08.26 Verbrauchervertrauen
25.08.26 Current Account, $ (QoQ)
25.08.26 Accumulated Current Account/GDP
25.08.26 Auktion 2-jähriger Staatsanleihen
25.08.26 FOMC Mitglied Barkin spricht
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