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Shanghai Composite 257111 / CNM000000019

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Geändert am: 26.02.2026 22:26:54

NVIDIA-Bilanz im Fokus: SMI letztlich schwächer -- DAX schliesst im Plus -- US-Börsen schliessen uneinheitlich -- Asiens Börsen gehen uneinheitlich aus dem Donnerstagshandel

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag mit Verlusten. Der deutsche Leitindex ging mit Gewinnen in den Feierabend. Die US-Börsen präsentierten sich nach den NVIDIA-Zahlen unterschiedlich. Die Märkte in Fernost fanden am Donnerstag keine einheitliche Richtung.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag mit negativen Vorzeichen.

So eröffnete der SMI bereits leichter, wechselte im weiteren Verlauf aber häufiger die Richtung. Am späten Nachmittag rutschte er moderat ins Minus, wo er den Handelstag auch beendete. Sein Schlussstand: 13'913,73 Punkte (-0,45 Prozent)

Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex und gingen ebenso 0,35 Prozent schwächer bei 19'151,61 Stellen bzw. 0,30 Prozent tiefer bei 2'205,77 Einheiten in den Feierabend.

Der Rückenwind von den positiven Vorgaben aus den USA und Asien konnte damit keinen grossen Schub verleihen. Zu grösseren Bewegungen kam es vor allem in den hinteren Reihen, wo zahlreiche Unternehmen ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt hatten.

Nach den überraschend starken Zahlen von NVIDIA vom Vorabend rückten die schwelenden KI-Sorgen etwas in den Hintergrund. Allerdings sorgten gute Zahlen nicht mehr automatisch für eine höhere Risikofreude, hiess es am Markt. Andere Risiken rückten dafür mehr in den Fokus. Heute beispielsweise trafen sich vor dem Hintergrund militärischer Spannungen Delegationen aus den USA und dem Iran zu neuen Verhandlungen. Der Ausgang und eine mögliche Eskalation sei damit aber noch nicht vom Tisch, hiess es.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt griffen die Anleger am Donnerstag zu.

So startete der DAX zunächst schwächer, drehte im weiteren Verlauf aber etwas ins Plus. Am späten Nachmittag pendelte er kurzzeitig um die Nulllinie herum, konnte anschliessend aber wieder Gewinne verzeichnen. Er beendete den Handelstag 0,45 Prozent fester bei 25'289,02 Punkten.

Neben den mit Spannung erwarteten, aber verhalten aufgenommenen NVIDIA-Geschäftszahlen stand am deutschen Aktienmarkt ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus.

Die jüngst aufgekommenen Sorgen im KI-Sektor konnten weder die KI-Koryphäe NVIDIA noch der Softwarekonzern Salesforce zerstreuen. Aussagen von NVIDIAs Finanzchefin Collette Kress zu einem langfristig möglicherweise stärkeren Druck durch chinesische Konkurrenten liessen aufhorchen. Die Quartalszahlen von NVIDIA waren erneut sehr stark, für die Aktien zeichneten sich am Donnerstag Gewinne ab. Die Resultate reichten aber nicht aus, um den KI-Hype zurückzubringen, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners.

Am deutschen Aktienmarkt blieb ebenfalls die Berichtssaison mit einer Flut von Jahreszahlen im Fokus.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich.

Der Dow Jones ging 0,04 Prozent höher bei 49'499,51 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verlor unterdessen 1,18 Prozent und schloss bei 22'878,38 Zählern.

Deutliche Kursverluste von NVIDIA trotz starker Zahlen des KI-Champions haben die US-Aktienmärkte am Donnerstag belastet. Die Anleger zeigten sich vorsichtig, nachdem die weltweit bedeutendsten Börsen - angetrieben vom Thema Künstliche Intelligenz (KI) - von Rekord zu Rekord geeilt waren. Hinzu kamen nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs in den Vereinigten Staaten die weiterhin schwelenden Zoll-Unsicherheiten, da US-Präsident Donald Trump umgehend alternative Massnahmen angekündigt hatte. Der Ausgang der Atomverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran ist ebenfalls ungewiss. Im schlimmsten Fall könnte ein Angriff der USA folgen.

Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank verwies auf die Zweischneidigkeit der starken NVIDIA-Zahlen und der Aussagen zur weiteren Geschäftsentwicklung: "Längst sind Signale eines schnelleren KI-Ausbaus, wie sie NVIDIA lieferte, kein Grund mehr für Anleger, in Jubel-Arien zu verfallen. Sie kennen die Kehrseite der Medaille: die Disruption durch KI. Wenn der KI-Ausbau schneller verläuft als gedacht, ist auch die Wahrscheinlichkeit grösser, dass dies ebenso für die KI-Disruption gilt."

ASIEN

Die Börsen in Fernost schlugen am Donnerstag unterschiedliche Richtungen ein.

In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Gewinn von 0,29 Prozent bei 58'753,39 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite bis Handelsschluss minimale 0,01 Prozent auf 4'146,63 Zähler.

In Hongkong gab der Hang Seng letztlich um 1,44 Prozent auf 26'381,02 Zähler nach.

Nach den jüngsten Rekordständen in Tokio, Seoul und Sydney sind die asiatischen Börsen am Donnerstag weiter nach oben marschiert. Alle drei Indizes markierten erneut Allzeithoch. Die wegen der hohen Erwartungen mit Erleichterung aufgenommenen Geschäftszahlen der US-KI-Ikone NVIDIA hielten die Technologierally zumindest in an ausgewählten Märkten am Laufen. Dies betraf vor allem die Börse in Südkorea, wo der positive Zahlenausweis von NVIDIA die Aktien der Chiphersteller weiter befeuerte. In China war die Luft nach einer zweitägigen Wiedereröffnungsrally nach den Neujahresfeierlichkeiten raus. Obwohl NVIDIA Gewinne und Prognosen über Konsens veröffentlichte, blieben einige Zweifel bezüglich ihrer Lagerbestände und des China-Geschäfts bestehen.

Die Volatilität im Handel mit KI-Aktien dürfte trotz der starken Geschäftszahlen von NVIDIA anhalten, urteilte Chef-Anlagestrategin Charu Chanana von Saxo Markets. Die KI-Story sei inzwischen ausgereift und Anleger wollten nun Beweise für die Monetarisierung und Ausgabendisziplin sehen.

Die Ergebnisse von NVIDIA hätten die Erwartungen übertroffen und "die Stimmung am Aktienmarkt etwas gestützt", urteilte Analyst Michael Brown von Pepperstone.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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