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04.06.2026
Geändert am: 28.04.2026 22:01:50

SMI schliesst im Minus -- DAX geht leichter aus dem Handel -- US-Handel endet mit Verlusten -- Asiens Börsen letztlich mit Verlusten

Der heimische Markt verzeichnete am Dienstag kleine Verluste. Auch der deutsche Leitindex bewegte sich etwas nach unten. Die US-Börsen schlossen mit Verlusten. An den Märkten in Asien ging es am Dienstag nach unten.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich am Dienstag etwas schwächer.

Der SMI konnte seinen frühen Verlust im weiteren Verlauf eingrenzen und ging mit nur einem kleinen Minus von 0,13 Prozent bei 13'147,94 Punkten in den Feierabend.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI schlossen sich dieser Tendenz an und beendete den Handel mit Abschlägen von 0,11 Prozent bei 18'554,39 Zählern bzw. 0,28 Prozent bei 2'099,64 Einheiten.

Die stockenden Verhandlungen im Nahen Osten sowie die anhaltend hohen Ölpreise sorgten für Zurückhaltung.

Für Verunsicherung sorgt vor allem die weiterhin blockierte Strasse von Hormus. Der Preis für Brent-Öl ist zuletzt über 110 US-Dollar pro Fass gestiegen und notiert damit auf dem höchsten Stand seit drei Wochen. Je länger die Unterbrechung anhalte, desto grösser werde der negative Effekt auf die Weltwirtschaft ausfallen, so ein Marktteilnehmer. Ohne klare Entspannungssignale dürften Inflations- und Konjunktursorgen weiter zunehmen.

Im Fokus stehen in dieser Woche auch Notenbankentscheide. Die Bank of Japan beliess ihren Leitzins zwar unverändert, signalisierte jedoch eine tendenziell restriktivere Haltung. Experten werten dies als Hinweis darauf, dass sich die Phase erhöhter Energiepreise und deren Auswirkungen auf die Geldpolitik weiter hinziehen könnte. Weiter tagen in der aktuellen Woche auch die US-Notenbank Fed, die Europäische Zentralbank und die Bank of England, wobei vor allem der Tonfall der Notenbanken entscheidend sein dürfte.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt wagten sich am Dienstag nicht aus ihrer Deckung.

Der DAX fiel nach einem stabilen Start in die Verlustzone und schloss 0,27 Prozent tiefer bei 24'018,26 Punkten.

"Am deutschen Aktienmarkt herrscht derzeit ein ausgeprägtes Patt zwischen Bullen und Bären. Die Marktteilnehmer wechseln sich fast im Stundentakt zwischen Kaufbereitschaft und Gewinnmitnahmen ab", beobachtete Marktexperte Timo Emden. Auch geopolitisch bleibe die Lage angespannt und weitgehend festgefahren: "Der Iran-Konflikt wirkt zunehmend blockiert, ohne dass sich kurzfristig eine Deeskalation oder weitere Eskalationsstufe klar abzeichnet", so Emden.

Angesichts weiterhin hoher Ölpreise halten die aktuellen Konjunktur- und Inflationssorgen an. Insofern sind die Zinsentscheidungen in Japan, Europa und den USA in dieser Woche von besonderem Interesse. In Japan blieb der Leitzins unverändert, wie die Bank of Japan am Morgen mitteilte. Am Mittwoch folgt die US-Notenbank (Fed). Für Donnerstag stehen die Entscheidungen der EZB und der Bank of England auf der Agenda. "Suchen dürften die Anleger nach Hinweisen, ob die bislang abwartende Haltung vieler Notenbanken beibehalten wird oder ob Zinserhöhungen für eine der nächsten Sitzungen signalisiert werden", schrieb Commerzbank-Experte Alexander Krämer.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten am Dienstag Verluste.

Der Dow Jones ging 0,06 Prozent schwächer bei 49'136,45 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verabschiedete sich daneben mit einem Minus von 0,90 Prozent bei 24'663,80 Zählern.

Fallende Kurse von Aktien aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz (KI) haben am Dienstag die technologielastige Börse Nasdaq belastet. Auslöser der Verluste war ein kritischer Zeitungsbericht über das KI-Forschungsunternehmen OpenAI. Beim Leitindex Dow Jones Industrial sorgt die Quartalsbilanz von Coca-Cola für bessere Stimmung.

Grundsätzlich übten sich die Investoren weiterhin in Zurückhaltung. Zum einen schürten die erneut deutlich steigenden Ölpreise wegen fehlender Fortschritte im Iran-Krieg die Konjunktur- und Inflationsängste. Zum anderen steht die Sitzung der US-Notenbank Fed kurz bevor, hier liegt der Fokus der Anleger auf dem anstehenden Wechsel an deren Spitze.

Ein kritischer Bericht des "Wall Street Journal" über OpenAI drückte auf die Kurse der grossen Tech-Partner des Unternehmens. Der Zeitung zufolge hat der KI-Entwickler geschäftliche Ziele zuletzt nicht realisieren können.

ASIEN

Die asiatischen Börsen haben am Dienstag nachgegeben.

In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 1,02 Prozent tiefer bei 59'917,46 Punkten, nachdem er am Vortag erstmals in seiner Geschichte die 60'000-Punkte-Marke geknackt hatte.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite derweil 0,19 Prozent auf 4'078,64 Einheiten.

In Hongkong fiel der Hang Seng unterdessen 0,95 Prozent auf 25'679,78 Zähler.

Übergeordnet dämpften der Iran-Krieg und der wieder gestiegene Ölpreis die Stimmung. Brent-Öl kostet fast 110 Dollar, ungeachtet eines neuen Angebots des Iran, unter Bedingungen die Blockade der Strasse von Hormus zu beenden. Wie erwartet hat die die Bank of Japan (BoJ) den Leitzins unverändert belassen, zugleich aber Zinserhöhungen in Aussicht gestellt für den Fall, dass sich die heimische Wirtschaft im Einklang mit ihren Prognosen entwickelt. Auch hoben die Notenbanker ihre Inflationsprognose an. Technologiewerte stehen in der Region meist unter Druck. Händler verweisen auf einen Bericht des Wall Street Journal, der Zweifel an der Monetarisierung von KI-Investitionen befeuere. Dem Bericht zufolge hat OpenAI die eigenen Umsatz- und Nutzerziele verfehlt. Das habe bei Führungskräften des Unternehmens Befürchtungen geweckt, die massiven Ausgaben für Rechenzentren möglicherweise nicht mehr tragen zu können. Auch ein möglicher Börsengang könnte dadurch in Frage gestellt werden.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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