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Geändert am: 29.04.2026 22:50:22

Fed und Tech-Bilanzen im Blickpunkt: US-Börsen zum Handelsende uneinheitlich -- SMI und DAX letztlich tiefer -- Chinas Börsen schliessen im Plus - Nikkei ruht feiertagsbedingt

Der heimische Markt sowie der deutsche Leitindex zeigten sich am Mittwoch mit negativer Tendenz. In den USA waren gemischte Tendenzen zu sehen. An den chinesischen Börsen ging es zur Wochenmitte nach oben. Der Handel in Japan ruhte derweil feiertagsbedingt.

SCHWEIZ

Anleger am Schweizer Aktienmarkt hielten sich am Mittwoch angesichts der vollen Agenda zurück.

Der SMI drehte nach einem positiven Start ins Minus und schloss 0,88 Prozent tiefer bei 13'031,90 Punkten.
Auch die Nebenwertindizes SPI und SLI präsentierten sich mit negativen Vorzeichen und beendeten den Handel mit Abschlägen von 0,77 Prozent bei 18'395,24 Zählern bzw. 0,63 Prozent bei 2'086,37 Einheiten.

"Die Investoren sind ein wenig gefangen zwischen der Zinsangst angesichts der Notenbanksitzungen und der Hoffnung auf eine Fortsetzung des KI-Wachstums im Techsektor", beschrieb ein Börsianer die Stimmung. Zudem sei die Lage im Nahen Osten derzeit festgefahren und lasse nicht auf eine baldige Entspannung bei den Ölpreisen schliessen.

Am Abend rückt der voraussichtlich letzte Fed-Zinsentscheid von Jerome Powell auf die Agenda. Am Markt wird kein Zinsschritt erwartet. Auch wenn die Kommentare durch den Wechsel im Präsidium wohl nicht so schwer wiegen, warten Anleger dennoch gespannt auf mögliche Hinweise auf die künftige Geldpolitik, und darauf, wie stark der zu erwartende Inflationsanstieg gewichtet wird.

Richtungsweisend für die Märkte dürften die Zahlen von vier der grössten Tech-Konzerne nach US-Börsenschluss werden - es legen Meta Platforms, Alphabet, Amazon und Microsoft ihre Quartalsberichte vor.

In der Schweiz setzte sich die Berichtssaison ebenso fort, hier stand am Mittwoch insbesondere die UBS mit der Zahlenvorlage im Fokus. Die Grossbank überraschte mit einem starken Gewinnsprung und verdiente deutlich mehr als erwartet.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Mittwoch etwas schwächer.

Nach einer freundlichen Eröffnung drehte der DAX ins Minus und ging 0,27 Prozent tiefer bei 23'954,56 Punkten in den Feierabend.

Angesichts weiter steigender Ölpreise, einer Flut an Unternehmenszahlen und der am Abend anstehenden US-Zinsentscheidung hielten sich die Anleger zurück.

Aufgrund neuer Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran legten die Ölpreise deutlich zu. Bereits zuvor hatten die USA signalisiert, dass sie an der Seeblockade iranischer Häfen festhalten würden, um Teherans Ölexporte zu unterbinden und das Land an den Verhandlungstisch zurückzubringen.

Die Fed wird in einem durch den Iran-Krieg verunsicherten Umfeld ihre Leitzinsen an diesem Mittwoch wohl zum dritten Mal in Folge nicht verändern. Die Unsicherheit mit Blick auf die weitere Geldpolitik ist gross. Entscheidend bleibt der Krieg zwischen den USA und dem Iran. Eine Öffnung der Strasse von Hormus ist weiterhin nicht in Sicht und könnte auch in den USA die Inflation weiter anheizen sowie das Wirtschaftswachstum dämpfen.

Auf beiden Seiten des Atlantiks nahm zur Wochenmitte zudem die Berichtssaison der Unternehmen mächtig Fahrt auf. In den USA veröffentlichen am Abend nach dem Börsenschluss in New York mit Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft gleich vier Unternehmen aus der Gruppe der Magnificent 7 ihre Quartalszahlen. In Deutschland standen allein von den DAX-Werten sechs Quartalsberichte auf der Agenda.

WALL STREET

US-Anleger hielten sich zur Wochenmitte angesichts eines vollen Terminkalenders eher zurück.

Der Dow Jones beendete den Handel um 0,57 Prozent tiefer bei 48'861,81 Punkten. Zu Beginn hatte er noch knapp im Plus notiert, rutschte anschliessend jedoch in die Verlustzone ab, wo er sich dann auch im weiteren Verlauf festsetzte.
Der NASDAQ Composite ging bei 24'673,24 Punkten um nur 0,04 Prozent höher aus der Sitzung. Er hatte etwas leichter eröffnet und war anschliessend mit wechselnden Vorzeichen - aber einer eher negativen Tendenz - um die Nulllinie geschwankt.

Dabei geriet der Iran-Krieg immer weiter in den Hintergrund - trotz erneut steigender Ölpreise. Bereits am Vortag spielte der Nahost-Krieg keine grosse Rolle, als KI-Sorgen rund um OpenAI den Technologiesektor belastet hatten. Dieser stand auch zur Wochenmitte mit den Geschäftsausweisen von Amazon, Meta, Microsoft, Alphabet und eBay im Fokus.

Doch gewährten all diese Unternehmen erst nach der Schlussglocke den Blick in die Bücher. Die vier erstgenannten Technologiegrössen investieren viel Geld in KI, daher könnte ihre Investitionsprognose dazu beitragen, die jüngste Unruhe zu beruhigen. "Die Ergebnisse und Ausblicke dieser Unternehmen können die Entwicklung auf Indexebene und die Stimmung der Anleger massgeblich beeinflussen", urteilte SWBC-Chefmarktstratege Chris Brigati.

Parallel dazu stand die Federal Reserve im Rampenlicht: Sie hat am Abend die aktuellen Zinssätze bestätigt. Zudem hat Jerome Powell seine voraussichtlich letzte Pressekonferenz abgehalten. Dabei wird jedes Wort des scheidenden Fed-Chefs auf die Goldwaage gelegt, da der Markt nach Orientierung sucht, wie die Notenbank auf den ölpreisgetriebenen Inflationsdruck bei gleichzeitig schwächeren Konjunkturaussichten reagieren wird.

ASIEN

Die chinesischen Börsen tendierten am Mittwoch gen Norden.

In Tokio notierte der Nikkei 225 am Dienstag letztlich 1,02 Prozent tiefer bei 59'917,46 Punkten, nachdem er am Montag erstmals in seiner Geschichte die 60'000-Punkte-Marke geknackt hatte. Er blieb am Mittwoch feiertagsbedingt geschlossen.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite zur Wochenmitte letztlich um 0,71 Prozent auf 4'107,51 Einheiten.

In Hongkong kletterte der Hang Seng unterdessen um 1,68 Prozent auf 26'111,84 Zähler.

Die Vorgaben aus den USA waren negativ. Dort standen vor allem Technologiewerte unter Druck, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, OpenAI habe bei Nutzerzahl und Umsatz die eigenen Ziele verfehlt. Das hatte Zweifel an der Nachhaltigkeit der massiven KI-Investitionen geweckt. Daneben agierten die Anleger wegen der am späten Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank zurückhaltend. Überdies stehen nach US-Börsenschluss Quartalszahlen der US-Technologieschwergewichte Meta Platforms, Alphabet, Amazon und Microsoft zur Veröffentlichung an. Und nicht zuletzt dämpften übergeordnet weiter der Iran-Krieg und der drastisch gestiegene Ölpreis die Kauflust der Anleger.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
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SMI-Kurs: 13’542.66 29.05.2026 17:31:09
Long 13’000.95 19.86 SVB5UU
Long 12’702.65 13.85 BSU9TU
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29.04.26 Vierteljährlicher RBA bereinigter Durchschnitts-VPI (QoQ)
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29.04.26 Verbraucherpreisindex (MoM)
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29.04.26 Retail Sales (MoM)
29.04.26 Retail Sales
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