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Geändert am: 31.08.2026 13:03:26

Zinssorgen im Blick: SMI im Minus -- DAX schwächer -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich in Rot

Der heimische Aktienmarkt tendiert am Montag schwächer. Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich ebenfalls mit Verlusten. Die asiatischen Börsen bewegten sich am Montag mehrheitlich nach unten.

SCHWEIZ

Am Montag verbucht der heimische Aktienmarkt Verluste.

Der SMI notierte zu Beginn 0,14 Prozent tiefer bei 14'379,70 Punkten und gibt im Verlauf weiter nach.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI folgen der Tendenz des Leitindex, nachdem es zum Start leichte 0,16 Prozent auf 20'238,17 Stellen bzw. 0,22 Prozent auf 2'306,86 Einheiten nach unten ging.

Das Umfeld spricht nicht gerade für Investitionen in Aktien. So haben sich in den USA die Zinserwartungen nach der Rede des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh in Richtung baldige Zinserhöhung geändert, und im Nahen Osten ist wieder Kanonendonner zu hören.

Erstmals seit Ende Juli griffen die US-Streitkräfte Ziele im Iran am, und dieser reagierte mit Gegenschlägen. In der Folge stieg der Ölpreis an. Zudem wirke das Notenbanker-Treffen von Jackson Hole vom Freitag noch nach, meinen Händler. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh habe die Märkte auf eine steigende Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im September vorbereitet. "Wir waren bisher der Ansicht, dass eine Zinserhöhung vor den US-Zwischenwahlen unwahrscheinlich sei", meint stellvertretend Bank-Syz-Chefökonom Reto Cueni. Nun halte er einen Zinsschritt im September für wahrscheinlicher als die Beibehaltung des Status quo. Auch am Terminmarkt ist die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung inzwischen von klar unter 50 auf knapp 62 Prozent gestiegen.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt notiert zum Wochenstart tiefer.

Der DAX gab zum Börsenstart leichte 0,4 Prozent auf 26'464,14 Punkte ab und bewegt sich auch weiterhin abwärts.

Am Freitag hatte der DAX den Signalen von US-Notenbankchef Kevin Warsh für eine Zinserhöhung mit einem Rekordhoch getrotzt. Für den zu Ende gehenden August steuert er auf ein Plus von 3 Prozent zu.

Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem erwartbaren Ölpreisanstieg, nachdem das US-Militär Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen hatte. Dagegen hätten die Aktien- und Rentenmärkte recht entspannt auf die erneute militärische Eskalation reagiert. "Die Mehrzahl der Anleger erwartet offenbar nicht, dass die Situation erneut grossflächig und langfristig eskaliert."

"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", schrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank. Mit dem beginnenden September als historisch schwächstem Börsenmonat des Jahres "wird sich noch zeigen müssen, ob sich der DAX auch dann gegen den typischen saisonalen Trend stemmen und einfach weiter steigen kann".

Das US-Militär nahm zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Strasse von Hormus zu legen, hiess es. In Reaktion darauf griff der Iran eigenen Angaben zufolge zwei US-Militärstützpunkte in Jordanien an. Zudem meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate einen Drohnenvorfall über ihren Hoheitsgewässern.

Zu den anstehenden Verbraucherpreisen aus Deutschland erinnerte die Landesbank Helaba daran, dass am vergangenen Freitag die entsprechenden Daten aus Frankreich und Spanien bereits einen erhöhten Preisdruck gezeigt hätten. Die Experten gehen von einer Teuerungsrate von 2,9 Prozent aus, die damit deutlich über der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2,0 Prozent läge. Erste Daten aus den Bundesländern stützten diese Einschätzung. Dies sollte die Währungshüter in ihrem Vorhaben bestärken, kommende Woche den Leitzins anzuheben, was am Markt allerdings schon "fast vollständig eingepreist" sei.

WALL STREET

Anleger an der Wall Street hielten sich am Freitag zurück.

Der Dow Jones zeigte sich zum Sitzungsstart knapp im Plus und kam auch im Verlauf nicht vom Fleck. Er verabschiedete sich mit minus 0,02 Prozent bei 53'559,34 Punkten in den Feierabend.
Der technologielastige NASDAQ Composite notierte zur Eröffnung derweil leicht im Minus und baute seine Verluste im Laufe des Tages etwas aus. Letztlich gab er 0,52 Prozent auf 26'402,42 Zähler nach.

Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh haben die New Yorker Börsen am Freitag etwas gebremst. Bei seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem internationalen Notenbanksymposium in Jackson Hole zeigte sich Warsh beeindruckt von der Wirtschaft, die offenbar stärker geworden sei, und betonte den Handlungsbedarf, falls die Inflation weiterhin nicht nachlasse. Die Anleger interpretierten das als Signal für eine möglicherweise anstehende Leitzinserhöhung. Dies würde festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen gegenüber als riskanter wahrgenommenen Anlagen wie Aktien begünstigen.

Warsh sei offenbar bemüht, den Zweifeln an seiner Bereitschaft zu Zinserhöhungen entgegenzutreten, schrieb Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg in einer ersten Einschätzung. Er erhöhe damit die Spannung vor der nächsten Zinssitzung Mitte September. "Die US-Inflationsdaten für August, die wenige Tage vor diesem Termin veröffentlicht werden, bilden mutmasslich das Zünglein an der Waage", glaubt der Experte. Von Interesse sei vor allem die Kerninflation. "Schwächt diese sich nicht ab, dann ist eine Zinserhöhung ernsthaft im Spiel. Die Entscheidung könnte auf Messers Schneide stehen."

ASIEN

Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Montag überwiegend mit negativen Vorzeichen.

So fiel der Nikkei 225 in Tokio letztlich um leichte 0,14 Prozent auf 66'311,93 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite dagegen 0,86 Prozent fester bei 3'986,30 Zählern.

In Hongkong war ein kleines Minus zu erkennen: Für den Hang Seng ging es schlussendlich um 0,07 Prozent abwärts auf 25'566,99 Einheiten.

Der als falkenhaft wahrgenommene Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole hat am Montag an den Börsen in Ostasien zwar für Vorsicht und Kaufzurückhaltung gesorgt. Im Handelsverlauf berappelten sich die meisten Indizes aber, so dass die Gesamttendenz am Ende des Handelstags uneinheitlich war. Wie Warsh sagte, muss die US-Notenbank noch mehr tun, falls die Entscheidungsträger nicht überzeugt seien, dass die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel zurückkehrt. Zugleich betonte er den robusten Zustand der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes, wo sich keine bremsende Wirkung des aktuellen Zinsniveaus zeige. Am Zinsterminmarkt stieg darauf die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich auf fast 60 von rund 30 Prozent.

Belastend wirkten daneben steigende Ölpreise, nachdem US-Streitkräfte iranische Abschussrampen in der Strasse von Hormus angegriffen haben, worauf der Iran laut Berichten Vergeltungsangriffe auf US-Truppen in Jordanien startete.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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SMI-Kurs: 14’343.59 31.08.2026 12:48:31
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Long 12’904.70 8.97 SRDBIU
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31.08.26 Agile Property Holdings LtdShs / Quartalszahlen
31.08.26 Algo Grande Copper Corp Registered Shs / Quartalszahlen
31.08.26 ALRO Slatina S.A. / Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten

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31.08.26 Industrial Output (YoY)
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31.08.26 Industrieproduktion (Jahr)
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