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Geändert am: 31.08.2026 22:02:27
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Zinssorgen im Blick: US-Börsen letztlich leichter -- SMI zum Handelsende im Minus -- DAX schliesst tiefer -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich in Rot
Der heimische Aktienmarkt tendierte am Montag schwächer. Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich ebenfalls mit Verlusten. Die Wall Street notierte tiefer. Die asiatischen Börsen bewegten sich zum Wochenstart mehrheitlich nach unten.

SCHWEIZ
Am Montag verbuchte der heimische Aktienmarkt Verluste.
Der SMI notierte zu Beginn leicht im Minus und gab im Verlauf weiter nach. Er beendete die Sitzung 0,79 Prozent tiefer bei 14'268,43 Punkten.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex. Sie schlossen 0,79 Prozent schwächer bei 20'111,20 Stellen bzw. 0,81 Prozent leichter bei 2'293,29 Einheiten.
Das Umfeld spricht nicht gerade für Investitionen in Aktien. So haben sich in den USA die Zinserwartungen nach der Rede des neuen Fed-Chefs Kevin Warsh in Richtung baldige Zinserhöhung geändert, und im Nahen Osten war wieder Kanonendonner zu hören.
Erstmals seit Ende Juli griffen die US-Streitkräfte Ziele im Iran am, und dieser reagierte mit Gegenschlägen. In der Folge stieg der Ölpreis an. Zudem wirkte das Notenbanker-Treffen von Jackson Hole vom Freitag noch nach, meinten Händler. Der neue Fed-Chef Kevin Warsh habe die Märkte auf eine steigende Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im September vorbereitet. "Wir waren bisher der Ansicht, dass eine Zinserhöhung vor den US-Zwischenwahlen unwahrscheinlich sei", meinte stellvertretend Bank-Syz-Chefökonom Reto Cueni. Nun halte er einen Zinsschritt im September für wahrscheinlicher als die Beibehaltung des Status quo. Auch am Terminmarkt ist die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung inzwischen von klar unter 50 auf knapp 62 Prozent gestiegen.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt notierte am Montag tiefer.
Der DAX gab zum Börsenstart noch moderat nach, weitete seine Verluste bis zum Handelsende jedoch auf minus 1,17 Prozent bei 26'258,11 Punkten aus.
Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners sprach von einem erwartbaren Ölpreisanstieg, nachdem das US-Militär Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen hatte. Dagegen hätten die Aktien- und Rentenmärkte recht entspannt auf die erneute militärische Eskalation reagiert. "Die Mehrzahl der Anleger erwartet offenbar nicht, dass die Situation erneut grossflächig und langfristig eskaliert."
"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", schrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank. Mit dem beginnenden September als historisch schwächstem Börsenmonat des Jahres "wird sich noch zeigen müssen, ob sich der DAX auch dann gegen den typischen saisonalen Trend stemmen und einfach weiter steigen kann".
Das US-Militär nahm zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Strasse von Hormus zu legen, hiess es. In Reaktion darauf griff der Iran eigenen Angaben zufolge zwei US-Militärstützpunkte in Jordanien an. Zudem meldeten die Vereinigten Arabischen Emirate einen Drohnenvorfall über ihren Hoheitsgewässern.

WALL STREET
An der Wall Street ging es am Montag abwärts.
Der Dow Jones startete etwas schwächer in die Sitzung und bewegte sich auch anschliessend auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: 53'186,32 Punkten (-0,7 Prozent).
Der technologielastige NASDAQ Composite schwächelt ebenfalls, nachdem er den Handel tiefer aufgenommen hat. Hier war zum Börsenschluss ein Minus von 0,12 Prozent bei 26'370,89 Punkten zu sehen.
Getrübt wurde die Stimmung von einer erneuten Zuspitzung im Iran-Krieg, was den Ölpreis wieder anziehen liess und Inflationssorgen schürte.
Zudem wirkten die Inflationsaussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom Freitag noch nach. Warsh hatte auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole gewarnt, dass sich die Inflation nicht ausreichend abschwäche und die Notenbanker noch "Arbeit zu erledigen" hätten. Die "falkenhafte" Botschaft von Warsh habe eine weitere Zinserhöhung der Fed wieder fest auf die Tagesordnung gesetzt, so Marktanalyst Hebe Chen von Vantage Global Prime.
"Gleich zu Wochenbeginn haben es Anleger mit genau den Themen zu tun, die sie seit Wochen umtreiben: den Sorgen vor steigender Inflation und ungelösten geopolitischen Fragen sowie der Angst, dass die amerikanische Notenbank bald die Zinsen anheben könnte", so Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Die US-Streitkräfte haben erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen. Die USA nahmen zwei Raketenabschussrampen in der Nähe der für die Weltwirtschaft wichtigen Strasse von Hormus ins Visier, wie verschiedene Medien unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Der Iran regierte daraufhin mit Vergeltungsangriffen auf zwei US-Stützpunkte in Jordanien. Die jüngsten gegenseitigen Angriffe dürften eine Verhandlungslösung für ein Ende des Iran-Kriegs erschweren, hiess es hierzu vom Handelshaus Pepperstone.

ASIEN
Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Montag überwiegend mit negativen Vorzeichen.
So fiel der Nikkei 225 in Tokio letztlich um leichte 0,14 Prozent auf 66'311,93 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite dagegen 0,86 Prozent fester bei 3'986,30 Zählern.
In Hongkong war ein kleines Minus zu erkennen: Für den Hang Seng ging es schlussendlich um 0,07 Prozent abwärts auf 25'566,99 Einheiten.
Der als falkenhaft wahrgenommene Auftritt von US-Notenbankchef Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole hat am Montag an den Börsen in Ostasien zwar für Vorsicht und Kaufzurückhaltung gesorgt. Im Handelsverlauf berappelten sich die meisten Indizes aber, so dass die Gesamttendenz am Ende des Handelstags uneinheitlich war. Wie Warsh sagte, muss die US-Notenbank noch mehr tun, falls die Entscheidungsträger nicht überzeugt seien, dass die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel zurückkehrt. Zugleich betonte er den robusten Zustand der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes, wo sich keine bremsende Wirkung des aktuellen Zinsniveaus zeige. Am Zinsterminmarkt stieg darauf die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September deutlich auf fast 60 von rund 30 Prozent.
Belastend wirkten daneben steigende Ölpreise, nachdem US-Streitkräfte iranische Abschussrampen in der Strasse von Hormus angegriffen haben, worauf der Iran laut Berichten Vergeltungsangriffe auf US-Truppen in Jordanien startete.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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Wirtschaftsdaten
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| 31.08.26 | Bruttoinlandsprodukt (Quartal) |
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