Commerzbank Aktie 21170377 / DE000CBK1001
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| Weiterer Aktienrückkauf |
10.02.2026 16:04:00
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Commerzbank-Aktie profitiert von Dividendenerhöhung
Die Commerzbank hat ihr selbstgestecktes Gewinnziel für das vergangene Jahr überschritten.
"Insgesamt geben wir 2,7 Milliarden Euro an Kapital zurück und damit sogar etwas mehr, als wir ursprünglich versprochen hatten." Die Dividende soll von 65 Cent auf 1,10 Euro je Aktie steigen. Zudem will die Bank bis zu 540 Millionen Euro in einen weiteren Rückkauf eigener Aktien stecken.
Der Nettogewinn betrug 2,63 Milliarden Euro nach 2,68 Milliarden im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungskosten für das vor einem Jahr eingeleitete Abbauprogramm legte der Gewinn um 13 Prozent auf 3 Milliarden Euro zu. Analysten hatten in einem von der Bank selbst veröffentlichten Konsens mit einem Ergebnis von 2,54 Milliarden gerechnet. Die Bank selbst hatte sich 2,5 Milliarden Euro vorgenommen bzw 2,9 Milliarden auf bereinigter Basis.
Der bereinigte Gewinn soll komplett ausgeschüttet werden. Inklusive des im Dezember abgeschlossenen Rückkaufs von 1 Milliarde Euro beträgt die Kapitalrückgabe für 2025 rund 2,7 Milliarden Euro. Der Aktienrückkauf soll am 12. Februar starten und bis zum 26. März abgeschlossen sein.
Die vollständigen Zahlen wird die Commerzbank am Mittwoch veröffentlichen.
Commerzbank-Risikovorstand geht Ende 2026 aus persönlichen Gründen
Die Commerzbank verliert ihren Risikovorstand Bernd Spalt. Wie die Bank mitteilte, wird der Manager das Unternehmen zum Jahresende aus persönlichen Gründen verlassen. Er erfüllt damit seinen Vertrag, strebt aber keine Verlängerung an.
"Meine Entscheidung, die Bank zu verlassen, hat ausschliesslich persönliche Gründe", wird Spalt in der Mitteilung zitiert. Er ist seit Anfang 2024 bei der Commerzbank.
"Bernd Spalt leistet im Vorstand ausgezeichnete Arbeit, die der Commerzbank in einer herausfordernden Zeit Stabilität und Vertrauen gesichert hat", sagte Aufsichtsratschef Jens Weidmann. "Wir im Aufsichtsrat bedauern seinen Entschluss sehr. Ich habe aber viel Verständnis dafür, dass Herr Spalt seinen Lebensmittelpunkt nach Ende seines Vertrags zu seiner Familie in Wien verlegen möchte."
Übernahmeringen mit Grossbank UniCredit geht weiter
Im Jahr 2024 hatte die Commerzbank mit knapp 2,7 Milliarden Euro den höchsten Gewinn ihrer Geschichte erzielt. Zeit zum Feiern blieb jedoch wenig, denn das Übernahmeringen mit der italienischen Grossbank UniCredit hat dem DAX-Konzern turbulente Zeiten beschert.
Um die Attacke der italienischen Grossbank abzuwehren, hatte sich der Commerzbank-Vorstand ehrgeizige Renditeziele und höhere Dividenden vorgenommen. Zudem will die Bank bis Ende 2027 etwa 3.900 Vollzeitstellen streichen, 3.300 davon in Deutschland. Dafür hatte der Konzern einmalig Kosten von 700 Millionen Euro veranschlagt.
Im Ringen mit der UniCredit gibt es seit Monaten keine Bewegung. Zwar sind die Italiener mit gut 26 Prozent grösster Aktionär bei der Commerzbank und haben über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere gut drei Prozent der Anteile. Doch UniCredit-Chef Andrea Orcel schreckt wegen des hohen Aktienkurses vor einem Übernahmeangebot zurück - ab der Schwelle von 30 Prozent wäre er dazu verpflichtet. Der Bund, der noch rund 12 Prozent der Commerzbank-Anteile hält, lehnt eine Übernahme ab und will seine Aktien nicht verkaufen.
In einem Interview des Fernsehsenders CNBC anlässlich der Zahlenvorlage der UniCredit hatte sich Orcel am Tag zuvor auf die Frage nach einer möglichen Commerzbank-Übernahme geantwortet: "Wenn der richtige Zeitpunkt kommt und die Konditionen stimmen, dann wird es auf die richtige Weise passieren", sagte der Manager. "Falls nicht, haben wir genügend andere Themen, die wir vorantreiben können."
Via XETRA steigt die Commerzbank-Aktie zeitweise um 0,71 Prozent auf 35,70 Euro.
DOW JONES
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