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Aufstieg von KI 28.04.2023 23:18:00

KI-Entwicklung macht Google-Chef Sorgen: Gesellschaft nicht darauf vorbereitet

KI-Entwicklung macht Google-Chef Sorgen: Gesellschaft nicht darauf vorbereitet

Das schnelle Voranschreiten der Entwicklung Künstlicher Intelligenzen (KI) hat in den letzten Wochen und Monaten neben Begeisterung auch Kritik hervorgebracht. Auch Google-CEO Sundar Pichai warnte nun in einem Interview davor, dass die Gesellschaft nicht auf den schnellen Aufstieg von KI vorbereitet sei, sich aber unausweichlich darauf einstellen müsse.

• Sundar Pichai: KI wird sich auf alle Bereiche auswirken
• Warnung an Gesellschaft, sich auf Einfluss von KI vorzubereiten
• Pichai: KI kann Menschen unterstützen, aber Vorschriften notwendig

KI-Anwendungen haben sich in den vergangenen Monaten rasend schnell entwickelt. Neben dem Chatbot ChatGPT des KI-Unternehmens OpenAI, das unter anderem von Microsoft unterstützt wird, sorgte beispielsweise auch die Text-zu-Bild-KI Midjourney in jüngster Vergangenheit mit täuschend echten Fotos des Papstes und einer Trump-Verhaftung für Furore. Auch Google mischt mit dem Chatbot Bard im KI-Rennen mit. Einigen Tech-Experten um Tesla-Chef Elon Musk und Apple-Mitgründer Steve Wozniak geht das alles jedoch zu schnell und sie forderten kürzlich einen Entwicklungsstopp von mindestens sechs Monaten für KI-Technologien. Auch Alphabet- und Google-Chef Sundar Pichai warnte nun in einem Interview mit dem US-Sender "CBS" davor, dass die Gesellschaft nicht auf den schnellen Aufstieg von Künstlicher Intelligenz (KI) vorbereitet sei.

Google-CEO Sundar Pichai warnt vor tiefgreifenden Auswirkungen von KI

Wie Pichai in einem Interview für die "CBS"-Sendung "60 Minutes" sagte, werde Künstliche Intelligenz jedes Produkt überall auf der Welt beeinflussen. "Dies wird sich auf jedes Produkt in jedem Unternehmen auswirken, und deshalb denke ich, dass es sich um eine sehr, sehr tiefgreifende Technologie handelt", so der Tech-CEO. In seinen Augen sei KI sogar die "tiefgreifendste Technologie, an der die Menschheit arbeitet. Noch tiefgreifender als Feuer oder Elektrizität oder irgendetwas, das wir in der Vergangenheit getan haben".

Dabei stehe man laut Pichai bei der KI-Technologie erst am Anfang - und die Gesellschaft sei seiner Meinung nach nicht auf den schnellen Aufstieg von KI vorbereitet. So sieht der Google-CEO beispielsweise ein Missverhältnis zwischen dem Tempo, "in dem wir als gesellschaftliche Institutionen denken und uns anpassen können, im Vergleich zum Tempo, in dem sich die Technologie entwickelt". Pichai warnte jedoch eindringlich, dass wir uns als Gesellschaft auf die Auswirkungen von KI einstellen müssen, die auch vor "Wissensberufen" wie Schriftsteller, Buchhalter, Architekt oder Software-Entwickler nicht Halt machen werde. Grund zum Optimismus gibt ihm allerdings ausgerechnet die Tatsache, dass - im Vergleich zur Anfangszeit anderer Technologien - schon sehr früh viele Menschen damit begonnen hätten sich über die Auswirkungen von KI Sorgen zu machen, sagte er gegenüber "CBS".

Schnelle Erarbeitung gesellschaftlicher Regeln gefordert

Auch der Tech-Manager macht sich offenbar Gedanken über die Folgen eines breiteren Aufstiegs und Einsatzgebietes von KI. Unter anderem warnte Sundar Pichai davor, dass sich das Problem von Fake-News und gefälschten Bildern verschärfen dürfte und letztlich sogar "Schaden anrichten könnte". Um dem entgegenzutreten hat Google laut "CNBC" bereits ein Dokument mit Empfehlungen zur Regulierung von KI veröffentlicht. "Jeder, der eine Zeit lang mit KI gearbeitet hat, kommt zu der Erkenntnis, dass es so anders und tiefgreifend ist, dass wir gesellschaftliche Regeln brauchen, um darüber nachzudenken, wie man sich daran anpasst", bekräftigte Pichai auch gegenüber "CBS". Die Verantwortung dafür sieht er jedoch nicht bei den Tech-Konzernen, die KIs entwickeln, sondern bei der Gesellschaft. "Ich denke, das sind alles Dinge, die die Gesellschaft im weiteren Verlauf herausfinden muss. Das kann kein Unternehmen entscheiden", so der Alphabet-Chef.

Um Künstliche Intelligenz für die Welt sicher zu machen, müsse die Gesellschaft daher schnell mit Vorschriften, Gesetzen zur Bestrafung von Missbrauch und Verträgen zwischen Nationen reagieren und Regeln für den Einsatz von KI erlassen, die "mit menschlichen Werten, einschliesslich der Moral, in Einklang stehen". Bei diesem Prozess sollten unter anderem auch Sozialwissenschaftler, Ethiker und Philosophen miteinbezogen werden.

Sundar Pichai blickt positiv auf KI-unterstützte Zukunft

Doch der Tech-Experte wies gegenüber "CBS" nicht nur auf die Herausforderungen hin, die der schnelle Aufstieg von Künstlicher Intelligenz mit sich bringt, sondern zeichnete auch ein positives Bild davon, wie KI Menschen im beruflichen Umfeld unterstützen könnte. "Zum Beispiel könnten Sie ein Radiologe sein. Wenn Sie fünf bis zehn Jahre in die Zukunft denken, werden sie einen KI-Mitarbeiter bei sich haben. Sie kommen morgens zur Arbeit, [...] Sie müssen hundert Dinge durchgehen, dann könnte er sagen: 'Das sind die schwerwiegendsten Fälle, die Sie sich zuerst ansehen müssen'", so Pichai. "Wenn ich einen Zehn-Jahres-Ausblick nehme, ist es mir so klar, dass wir eine Form von sehr fähiger Intelligenz haben werden, die erstaunliche Dinge tun kann. Und wir müssen uns als Gesellschaft darauf einstellen", so der Unternehmenslenker weiter.

Womöglich hat sich in zehn Jahren auch das Verständnis für die Art verbessert, wie beispielsweise KI-gestützte Chatbots arbeiten. Denn momentan könne man laut Pichai zum Teil nicht ganz nachvollziehen, warum diese eine bestimmte Antwort geben oder warum sie sich mit ihren Antworten teilweise irren. Dieser Aspekt werde in der Branche "Black Box" genannt. Dass die KI-Systeme bereits "auf die Gesellschaft losgelassen wurden", wie es der "CBS"-Moderator formuliert, obwohl nicht einmal ihre Entwickler vollständig verstehen, wie sie funktionieren, sieht Pichai allerdings nicht als problematisch an. Schliesslich verstehe man auch nicht vollständig, wie der menschliche Verstand arbeite.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Den Rise / Shutterstock.com,Justin Sullivan/Getty Images

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