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09.09.2026 07:34:20

MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Verbraucher- und Erzeugerpreise in China sind im August leicht gestiegen, angetrieben von der Nervosität an den Energiemärkten im Zusammenhang mit den erneuten Spannungen im Nahen Osten. Der Erzeugerpreisindex stieg im August im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent und beschleunigte sich damit gegenüber dem Anstieg von 3,5 Prozent im Juli. Der Wert übertraf den von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal prognostizierten Mediananstieg von 3,7 Prozent. Die Erzeugerpreise sind den sechsten Monat in Folge gestiegen, angetrieben von den stark gestiegenen Ölpreisen, die auf den Nahost-Konflikt zurückzuführen sind. Der Trend markiert eine deutliche Umkehr von einem ausgedehnten, mehr als dreijährigen Einbruch, der Ende 2022 begann. Auf Monatsbasis stiegen die Erzeugerpreise im August um 0,4 Prozent, nach einem Rückgang von 0,7 Prozent im Juli. Sie trotzten damit den Auswirkungen widriger Wetterbedingungen, die die Fabrikaktivitäten landesweit störten. Unterdessen stiegen Chinas Verbraucherpreise um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies war schneller als das Wachstum von 0,5 Prozent im Juli und entsprach dem von Ökonomen in der WSJ-Umfrage erwarteten Anstieg von 0,8 Prozent. Die Kernrate der Verbraucherpreise, die die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschliesst, stieg im August um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr und legte damit leicht gegenüber dem Anstieg von 0,9 Prozent im Vormonat zu.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

07:30 ES/Inditex SA, Ergebnis 1H

19:00 US/Apple Inc, Vorstellung neuer Produkte

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- FR

08:45 Industrieproduktion Juli

PROGNOSE: -0,1% gg Vm

zuvor: +0,1% gg Vm

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell:

Index zuletzt +/- %

DAX Futures 25.883,00 -0,5

E-Mini-Future S&P-500 7.686,00 +0,1

E-Mini-Future Nasdaq-100 29.581,75 +0,2

Topix (Tokio) 4.054,22 +0,1

Hang-Seng (Hongk.) 25.253,14 -0,3

Shanghai-Comp. 3.947,76 +0,2

Dienstag:

INDEX Schluss +/- %

DAX 26.007,63 0,0

DAX-Future 25.871,90 -0,5

MDAX 32.544,30 +0,4

TecDAX 4.036,38 -0,5

SDAX 18.791,15 +0,2

Euro-Stoxx-50 6.413,17 +0,1

Stoxx-50 5.419,19 -0,3

XDAX 25.960,10 -0,0

Dow-Jones 52.786,07 -1,2

S&P-500 7.673,52 -0,6

Nasdaq Composite 26.421,41 -0,3

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit Verlusten in den Handel am Mittwoch starten. An der Gemengelage hat sich nichts geändert. Die USA und der Iran setzen die gegenseitigen Militärschläge fort. Die USA sollen 5 iranische Tanker in der Strasse von Hormus zerstört haben, der Iran will darauf mit Gegenschlägen reagiert haben. Ein Ende der Eskalationsspirale zeichnet sich derzeit nicht ab. Entsprechend steigt der Ölpreis weiter. Brent geht bei 99,11 Dollar das Fass um und notiert damit nur noch einen Hauch unter der 100-Dollar-Marke. Die Renditen an den Anleihemärkten stehen weiterhin grundsätzlich unter Aufwärtsdruck. Derweil richten sich die Blicke auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Eine Erhöhung um 25 Basispunkte gilt als ausgemacht, daher steht der Ausblick im Fokus. Am Mittwochabend halten EZB-Präsidentin Christine Lagarde sowie EZB-Ratsmitglied Thomas Nagel Reden. Wichtiger für die Finanzmärkte dürfte aber die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche werden, da sie von sehr viel grösserer Unsicherheit geprägt ist. Wichtig werden die im Vorfeld anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag.

Rückblick: Die Entwicklung des Ölpreises und der Renditen an den Anleihemärkten blieben die wichtigsten Themen. Der Brent-Ölpreis stieg weiter, nachdem Berichte über Angriffe der Huthi-Rebellen auf saudische Ölinfrastruktur bekannt geworden waren. Kauflaune kam somit nicht auf. Novartis brachen um 10,9 Prozent ein. Der Pharmakonzern hatte mit einem experimentellen Medikament innerhalb weniger Tage in einer Spätphasenstudie erneut einen Misserfolg verbucht. Analysten stellten die Sinnhaftigkeit der teuren Übernahme von Avidity Biosciences in Frage, denn eines der Wirkstoffe stammte aus deren Pipeline. Sanofi gaben 1,3 Prozent nach. Nach den deutlichen Aufschlägen zu Wochenbeginn legten Chipaktien indes den Rückwärtsgang ein. Damit setzte sich Europa von den weiterhin positiven Sektorvorgaben aus Asien negativ ab. Laut Berichten hatte Morgan Stanley die Infineon-Aktie (-3,9%) abgestuft. Allerdings erstreckte sich die Schwäche auch auf andere Titel aus dem Sektor. Suss verloren 2,4 Prozent, Aixtron 1,6 Prozent und STMicroelectronics 3,5 Prozent.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Kaum verändert - Rüstungswerte waren gesucht. Von mehr als einer technischen Gegenbewegung konnte jedoch nicht die Rede sein. Das Sentiment für den Sektor ist angeschlagen. Zwar investieren die Staaten weiterhin, es ist aber unklar, inwieweit klassische Waffensysteme angesichts der technologischen Veränderungen der Kriegsführung hiervon profitieren werden. Rheinmetall gewannen 3 Prozent, Hensoldt 2,9 Prozent und Renk 3,7 Prozent. Um 6,5 Prozent ging es bei Hornbach Holding aufwärts. Die Baumarktkette hatte gute Geschäftszahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Wegen der hohen Inflation und den damit gesunkenen Kundenbudgets sei das Festhalten am Jahresausblick nicht ganz sicher gewesen, kommentierte ein Händler. Nach einer Kaufempfehlung durch die Citi gewannen Nordex 0,2 Prozent. Die Analysten empfahlen auch das Kion-Papier zum Kauf - der Kurs legte um 7,5 Prozent zu.

XETRA-NACHBÖRSE

Der nachbörsliche Handel verlief in ruhigen Bahnen. Es gab keine wichtigen Unternehmensmeldungen.

USA - AKTIEN

Leichter - Nach der Feiertagspause dominierten Abgaben. Der Dow-Jones-Index gab deutlicher nach - belastet durch Amgen, das Papier stürzte um 10,1 Prozent ab. Als übergeordneter Bremsklotz des Aktienmarktes fungierten die Ölpreise, Brent näherte sich wieder der Marke von 100 Dollar pro Fass an. Befürchtungen, die Fed könnte noch in diesem Monat die Zinsen anheben, belastete die Wall Street wie schon am vergangenen Freitag ebenfalls. Amgen zeigten sich sehr schwach. Der schweizerische Konkurrent Novartis hatte für eine Spätphasenstudie seines experimentellen Herz-Kreislauf-Medikaments Pelacarsen einen Misserfolg gemeldet. Das verhiess nichts Gutes für Amgens eigenes Herz-Kreislauf-Medikament Olpasiran. Auch Eli Lilly (-2,2%) arbeitet an einer konkurrierenden Behandlung. Bloom Energy zogen um 9,6 Prozent an. Der Titel des Brennstoffzellenherstellers gehört zu denen, die am 21. September in den S&P-500 aufgenommen werden. Fallende Kurse bei Bitcoin belasteten Aktien mit Bezug zur Kryptowährung: Coinbase Global gaben 3,1 Prozent ab, Strategy um 4,4 Prozent. Die Aktie von Qualcomm stieg um 3,2 Prozent, nachdem der Chipdesigner eine Vereinbarung im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar getroffen hatte, um Amazon bei der Entwicklung spezialisierter Halbleiter für seine KI-Infrastruktur zu unterstützen.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite +/-

2 Jahre 4,40 +0,02

10 Jahre 4,81 +0,02

Die gestiegenen Ölpreise befeuerten die Inflationssorgen und hievten die Anleiherenditen nach oben - gerade im Vorfeld der anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag. "Auch wenn wir nicht glauben, dass es nächste Woche eine Zinserhöhung geben wird, halten wir die aktuelle Preisgestaltung dennoch für durchaus gerechtfertigt", urteilten die Analysten der Danske Bank mit Blick auf die Notierungen der Anleihen.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:45 Uhr

EUR/USD 1,1634 +0,1 0,0011 1,1623 1,1627

EUR/JPY 178,40 -0,3 -0,5800 178,9800 179,2900

EUR/CHF 0,9405 -0,0 -0,0001 0,9406 0,9406

EUR/GBP 0,8584 +0,0 0,0002 0,8582 0,8586

USD/JPY 153,32 -0,4 -0,6400 153,9600 154,1900

GBP/USD 1,3552 +0,1 0,0015 1,3537 1,3540

USD/CNY 6,7072 -0,1 -0,0033 6,7105 6,7105

USD/CNH 6,7048 -0,0 -0,0011 6,7059 6,7068

AUS/USD 0,7231 +0,3 0,0018 0,7213 0,7219

Bitcoin/USD 79.164,32 +0,9 675,44 78.488,88 78.717,19

Der Dollar sank mit trotz gestiegener Marktzinsen - der Dollar-Index fiel zwischenzeitlich auf ein Zweiwochentief ab. Die ING brachte die Stärke des Yen ins Spiel. Die japanische Währung markierte ein Sechsmonatshoch gegenüber dem Greenback - gestützt von der Erwartung schnellerer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.387,39 +0,8 33,20 4.354,19

Silber 66,47 +1,1 0,72 65,75

Platin 1.836,50 +1,3 22,93 1.813,57

Der Goldpreis war gefangen zwischen einem schwächeren Dollar einerseits und höheren Marktzinsen andererseits. Daher bewegte sich der Preis für die Feinunze kaum - er büsste 0,8 Prozent auf 4.394 Dollar ein. "Dass sich Gold (...) hält, deutet darauf hin, dass die defensive Nachfrage immer noch stark genug ist, um den Druck eines robusten Arbeitsmarktes auszugleichen", merkte Analyst Naeem Aslam von Zaye Capital Markets an.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 09, 2026 01:34 ET (05:34 GMT)

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Trading Signals: Kühne+Nagel - Doppelte Fantasie

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● US-Technologieaktien, Immobilien und Konsum
● Industrieentwicklung in Deutschland und der Handel mit China

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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 14’499.39 19.64 SSBLXU
Short 14’809.54 13.67 SL4BRU
Short 15’342.45 8.97 BSUBQU
SMI-Kurs: 13’912.19 29.09.2026 17:30:38
Long 13’368.27 19.92 SPB9EU
Long 13’062.30 13.94 SPSB7U
Long 12’509.72 9.00 SDDBDU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com