Swatch Aktie 1225514 / CH0012255144
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19.07.2026 17:06:36
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Presseschau vom Wochenende 29 (18./19. Juli)
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende. Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:
SWATCH I: Der Uhrenkonzern hat zum Jahrestag der ersten Mondlandung am 21. Juli 1969 eine neue Moonswatch lanciert. Das auf 1969 Stück limitierte Modell aus mattschwarzer Biokeramik enthält Bestandteile aus 18-karätigem Gold und kostet 500 Franken. Im Verkaufsprozess nimmt das Bieler Unternehmen den ESTA-Antrag, den Menschen für die Einreise in die USA ausfüllen müssen, auf die Schippe. Für die neue Uhr braucht es ebenfalls ein ausgefülltes "ESTA"-Formular: eine "Electronic Swatch Timepiece Application". Die Nachfrage sei so gross, dass die Swatch-Website zeitweise unter dem Ansturm zusammenbrach, schreibt der "Tages-Anzeiger". Kundinnen und Kunden, die den Antrag ausfüllen wollten, mussten dem Medienbericht zufolge viel Geduld aufbringen. (TA Samstagausgabe S.5)
SWATCH II/RICHEMONT: Den Schweizer Luxusgüterkonzernen droht Ärger in den USA: Eine US-Kanzlei bereitet eine Sammelklage vor, wie der "Tages-Anzeiger" schreibt. US-Kanzleien wittern dem Bericht zufolge eine mögliche "doppelte Bereicherung", nachdem der Oberste US-Gerichtshof im Februar die US-Strafzölle gegen ausländische Firmen für illegal erklärt hatte. Damit können betroffene Konzerne über ein im April eröffnetes Onlineportal die bereits entrichteten Zölle vom US-Staat zurückfordern. Viele Unternehmen hätten aber bereits Anfang 2025 ihre Preise angehoben, um diese Zölle abzufedern. Die auf Sammelklagen spezialisierte US-Kanzlei Edelson Lechtzin untersuche die Preispolitik von Swatch in den USA sowie der Genfer Konkurrentin Richemont, heisst es. (TA Samstagausgabe S.5)
SWISS: Das Kabinenpersonal der Swiss ignoriert nach Informationen der "NZZ am Sonntag" teils bewusst eine Anweisung des Mutterkonzerns Lufthansa. Seit Anfang Februar ist das Personal dazu angehalten, in Bordansagen zu erwähnen, dass die Fluggesellschaft zur Lufthansa Group gehört, wie die Zeitung schreibt. Drei unterschiedliche Quellen bestätigten der Zeitung, dass dies regelmässig ignoriert werde. In Gesprächen mit Angestellten stellte die "NZZ am Sonntag" eine gewisse Resignation fest. Grund sei, dass sich die Konzernzentrale der Lufthansa-Gruppe mittlerweile überall einmische. Im Interview mit "Sonntagsblick" sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr: "Wir sind stolz, dass die Swiss zu uns gehört. Und die Swiss profitiert von der Zugehörigkeit zur Lufthansa-Gruppe." (NZZaS S.34f. / "Sonntagsblick" S.24ff.)
AUTOMOBILZULIEFERER: Die deutsche Automobilindustrie steckt in einer existenziellen Krise. Das hat auch Folgen für den Werkplatz Schweiz. 2023 zählte die hiesige Automobilzulieferindustrie gemäss einer Studie des Swiss Center for Automotive Research der Universität Zürich rund 32'000 Mitarbeitende, wie die "NZZ am Sonntag" schreibt. Die Institutsleiterin Anja Schulze gehe aber davon aus, dass die Zahl der Stellen seither zurückgegangen ist. Die Zulieferer würden mit rückläufigen Volumen und sinkenden Margen kämpfen. Martin Hirzel, Präsident des Industrieverbands Swissmem und Vizepräsident des Schweizer Autozulieferers Ronal, sieht die Restrukturierung von Volkswagen auch als Chance: Gelingt den deutschen Autobauern die Rückkehr in die Profitabilität, könnten sie wieder eher angemessene Preise zahlen. "In den vergangenen Jahren haben wir die Ineffizienzen von VW mitfinanziert." (NZZaS S.31)
ARBEITSMARKT: Die Verantwortlichen sollen nach Angaben vom "Sonntagsblick" vorgängig von den Problemen des Auszahlungssystems der Arbeitslosenkassen Asal 2.0 gewusst haben. Die Staatssekretärin für Wirtschaft, Helene Budliger Artieda, und der Projektverantwortliche Jérôme Cosandey ignorierten die Befunde augenscheinlich, wie die Zeitung aufgrund von internen Dokumenten schreibt. Weder die Sicherheit noch die Architektur der Plattform hätten von den Testern grünes Licht erhalten. Bei der Sicherheit hätten die Experten 71 Mängel gefunden, davon 27 mit hoher oder kritischer Priorität. "Alle als relevant eingestuften Sicherheitsprobleme wurden vor dem Go-live behoben", teilte das Staatssekretariat der Zeitung mit. Die nach dem Launch aufgetretenen Probleme seien "in dieser Ausprägung im Vorfeld nicht vorhersehbar" gewesen. ("Sonntagsblick" S.13)
SWISSNEX: Die Arbeit der Organisation Swissnex - des globalen Schweizer Netzwerks zur Vernetzung von Bildung, Forschung und Innovation - ist laut der "NZZ am Sonntag" für Aussenstehende nur schwer nachzuvollziehen. Bei Indikatoren wie etwa der Finanzierung, Zielerreichung und Kundenzufriedenheit bleiben der Bund und Swissnex Transparenz schuldig, wie die Zeitung schreibt. Ein Grossteil der letztjährigen Ausgaben von knapp 14 Millionen Franken für das gesamte Swissnex-Netzwerk sei durch den Bund finanziert worden. In Partnerbeiträgen steckten zudem Gelder von Kantonen, Hochschulen oder bundesnahen Institutionen. Nächstes Jahr werde eine externe Überprüfung der Swissnex-Kosten publiziert. (NZZaS S.13)
GÜTERVERKEHR: Kontrollen fördern nach Angaben des Bundesamts für Verkehr (BAV) im "Sonntagsblick" immer wieder Missstände an Güterwagen zutage. Beschädigte oder unzureichend befestigte Planen, Risse an Bremssohlen oder gebrochene Gleitstückfedern, zählt die Zeitung auf. Gleitstücke würden für die seitliche Stabilität der Wagen bei der Fahrt sorgen. Einen Radbruch habe das BAV bisher nicht identifiziert. Nach dem Radbruch im Gotthard-Basistunnel im Jahr 2023 hat das BAV die Sicherheitsregeln verschärft. Die Umsetzungsfrist für die wagentechnischen Untersuchungen verlängerte das Bundesamt im Herbst 2025 um ein Jahr bis Ende 2026. ("Sonntagsblick" S.6f.)
CRANS-MONTANA: Der Staatsanwaltschaft fehlen laut "Sonntagsblick" im Fall Crans-Montana VS amtliche Unterlagen aus dem Jahr 2015. Die Unterlagen sollten Aufschlüsse über die Umbauarbeiten in der Bar "Le Constellation" geben, wie die Zeitung schreibt. Nach Angaben des früheren Gemeindepräsidenten von Chermignon, Jean-Claude Savoy, sollen die Akten demnach im Gemeindearchiv gelandet sein. Vor der Gemeindefusion sei Chermignon für die Bar zuständig gewesen. Der damalige Gemeindeschreiber sei verstorben. Ein Dokument von 2016 belegt laut der Zeitung, dass der Gemeinderat von "Schallisolierungsarbeiten" in der Bar wusste. Hausdurchsuchungen bei der Gemeinde hätten bisher keine stattgefunden. ("Sonntagsblick" S.15)
ys/
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