Umsatz deutlich gesteigert |
11.01.2022 17:58:00
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Sika-Aktie schliesst mit Kurssprung: Sika vermeldet höchsten Jahresumsatz aller Zeiten - Prognose übertroffen
Der Bauchemie- und Klebstoffhersteller Sika ist mit viel Tempo aus der Coronakrise herausgekommen.
Getrieben vom Aufschwung in der Bauindustrie nach den Pandemie-bedingten Schliessungen im Vorjahr steigerte Sika den Umsatz in Lokalwährungen um 17,3 Prozent auf 9,24 Milliarden Franken. Das sei ein neuer Rekordwert und auch deutlich mehr als im 2019, betonte Sika am Dienstag in einem Communiqué.
Dabei war Sika bereits vergleichsweise glimpflich durch das "Corona-Jahr" 2020 gekommen. Nicht zuletzt dank Akquisitionen ging der Umsatz seinerzeit nur moderat um 2,9 Prozent zurück.
Eine zentrale Rolle spielte dabei der Kauf des Mörtelproduzenten Parex im Mai 2019 - es war die grösste Übernahme in der Geschichte des Unternehmens. 2,5 Milliarden Franken blätterten die Innerschweizer damals für die französische Firma hin.
Milliardenakquisition
In der Zwischenzeit hat Sika bereits das nächste Kapitel aufgeschlagen. Die Krone für die grösste Akquisition der Firmengeschichte trägt nun MBCC. Sika lässt sich das frühere Bauchemiegeschäft von BASF gar 5,5 Milliarden Franken kosten. Der Deal soll in der ersten Jahreshälfte 2022 unter Dach und Fach gebracht werden.
Damit katapultiert sich Sika einmal mehr in eine neue Liga: Das gekaufte Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Franken. Sika wird damit der unangefochtene Marktführer in der Bauchemie.
Das Ziel von Sika-Chef Thomas Hasler: einen "Nachhaltigkeits-Champion" schmieden. Zusammen sollen Sika und MBCC nämlich mehr als 80 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten erzielen, die einen positiven Effekt auf die Nachhaltigkeit haben. Die Produkte werden etwa zur Verstärkung und Abdichtung von Beton verwendet.
Denn Sika geht davon aus, dass der Markt für bauchemische Produkte und Lösungen - getrieben von Konjunkturprogrammen und dem Trend zu nachhaltigeren Bauten - bis 2023 auf rund 80 Milliarden Franken pro Jahr wachsen wird.
Autobau darbt
Während letztes Jahr das Geschäft mit Baumaterialen also boomte - es wuchs in allen Konzernregionen zweistellig - musste Sika im Industriegeschäft einen Wermutstropfen hinnehmen. Die Klebstoffe und Dichtmittel von Sika kommen etwa in der Automobilindustrie zum Einsatz. Diese steht für rund 10 Prozent des Sika-Geschäfts, darbte aber schon vor Ausbruch der Corona-Krise.
Im Segment "Global Business" setzte Sika nur 4,3 Prozent mehr um, nachdem es im Vorjahr um 11,4 Prozent nach unten gegangen war. Die erwartete Erholung der Autoindustrie habe sich aufgrund des Halbleitermangels nicht materialisiert, erklärte das Unternehmen.
Höhere Margen in Sicht
Sika will aber nicht nur wachsen, sondern auch profitabler werden. Der Konzern rechnet für 2021 mit einer EBIT-Marge von 15 Prozent - 2020 lag diese noch bei 14,4 Prozent. Die Gewinnzahlen werden am 18. Februar publiziert.
Sika-Aktien erholen sich von den jüngsten Abgaben
Bei Sika greifen die Anleger nach dem Gewinnmitnahmen zu Wochenbeginn am Dienstag wieder zu. Der Hersteller von Bauchemikalien hat am Morgen bewiesen, dass er sein flottes Wachstumstempo bis zum Jahresende 2021 durchziehen konnte. Die publizierten Zahlen lagen über den Erwartungen der Analysten.
Zum Handelsende notierten Sika-Aktien in einem freundlichen Gesamtmarkt deutliche 2,91 Prozent fester bei 350,20 Franken. Am Vortag hatten anhaltende Sektorrotationen und Gewinnmitnahmen die Papiere aber um 5,6 Prozent gedrückt.
Analysten sprechen von "erfreulichen" Umsatzzahlen, die Sika vorgelegt habe. Mit einem Wachstum von 17,1 Prozent in Lokalwährungen hätten die Innerschweizer die eigenen Vorgaben von 13-17 Prozent sogar leicht übertroffen.
Sika habe die durchschnittlichen Erwartungen im Schlussquartal einmal mehr übertroffen, stellt ein Berufsvertreter fest. Etwas enttäuscht habe einzig der Bereich "Global Business". Dieser litt darunter, dass sich bei den Autobauern kein Aufschwung eingestellt hat.
Das Unternehmen stellt für 2021 unverändert eine EBIT-Marge von 15 Prozent in Aussicht. Einige Analysten sehen daher etwas Luft nach oben für die eigenen Gewinnschätzungen.
Die Aktien von Sika hatten in den letzten Tagen einen ziemlich schweren Stand. Seit Jahresbegin summiert sich trotz heutigem Plus ein Minus von gut 7 Prozent. Denn seitdem die die Dollarzinsen steigen, werden bei Wachstumsaktien wie Sika Gewinne eingestrichen. Diese hatten in 2021 um satte 57 Prozent zugelegt.
Laut Händlern bleibt die Zinsentwicklung auf kurze Sicht der entscheidende Kursfaktor für die Papiere. Der nun ausgewiesene Zahlenkranz löse zwar eine Kurserholung aus, werde an dem Umstand aber nicht viel ändern, so der Tenor.
ra/cf
Baar / Zürich (awp)
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