| Trading Signals |
30.07.2026 13:45:00
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Trading Signals: Apple: Rallye auf dem Prüfstand
Heute Abend legt der iPhone-Hersteller Zahlen vor. Angesichts der Rallye der vergangenen Monate, einer üppigen Bewertung und dem strapazierten Chartbild könnte es für Apple schwer werden, den Impuls für neue Höchststände zu liefern.
Zank mit Brüssel, grünes Licht aus Peking
Die Rallye hat verschiedene Treiber. Apple profitiert zum einen davon, bis dato keine Unsummen in den Auf- und Ausbau der Künstlichen Intelligenz gesteckt zu haben. Gleichzeitig kristallisiert sich bei den Kaliforniern in diesem Technologiefeld langsam eine Strategie heraus. So hat der Konzern an der jüngsten Entwicklerkonferenz WWDC "Siri AI" vorgestellt. Die neueste Version des Sprachassistenten setzt verstärkt auf KI-Tools. In Europa hat Apple die Einführung unter Verweis auf die EU-Digitalregeln verschoben.
In China ist das Unternehmen dagegen dem Ziel, den generative KI-Service "Apple Intelligence" einzuführen, nähergekommen. Mitte Juli setzten die Behörden die Anwendung, bei der das US-Unternehmen mit Alibaba und Baidu kooperiert, auf die Liste der zugelassenen KIs. Das Reich der Mitte ist für Technologieriesen sehr wichtig. In den ersten sechs Monaten der Geschäftsperiode 2026 (per Ende September) verbuchte Apple in der Verkaufsregion "Greater China" ein überproportionales Umsatzwachstum von einem Drittel. Gleichzeitig lag die operative Marge hier mit 45,6 Prozent um mehr als elf Prozentpunkte über dem konzernweiten Niveau.
Warten auf das iPhone
Gut angekommen sind an der Wall Street auch die jüngsten Preiserhöhungen für MacBook und iPad. Auf diese Weise sollen die explodierenden Kosten für Halbleiter abgefedert werden. Gespannt warten Verbraucher und Investoren nun darauf, ob Apple auch beim iPhone draufsattelt. Im Herbst soll die 18. Generation des Smartphone-Verkaufsschlagers an den Markt kommen. Die geplante Einführung samt der ersten faltbaren Variante gilt als weiterer Treiber der jüngsten Kursrallye.
Die Wall Street setzt offenbar darauf, dass der Konzern einmal mehr von seiner Marktmacht sowie einer geringen Preiselastizität profitieren kann. Laut J.P. Morgan hat Apple die Preise für das iPhone seit 2015 um annähernd die Hälfte erhöht. Dennoch wollten viele Kunden nicht auf das multifunktionale Gerät verzichten - die Verkaufsmenge ist in diesem Zeitraum um nahezu ein Zehntel gestiegen.
Optimistischer Konsens
Was das abgelaufene Quartal anbelangt, haben Analysten für das iPhone starkes Wachstum auf dem Zettel. Laut einem von LSEG ermittelten Konsens könnten die Umsätze im Zeitraum April bis Juni 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut ein Fünftel gewachsen sein. Für den Gesamtkonzern erwarten die Analysten eine Erlössteigerung von 15,5 Prozent.
Geht die Rechnung auf, würde Apple sowohl beim wichtigsten Produkt als auch in Gänze für ein drittes Quartal die schnellste Gangart seit 2021 zeigen. Der Gewinn dürfte sich nicht ganz so rasant entwickelt haben. Hier indiziert der Konsens für das Berichtsquartal ein Wachstum von 18,1 Prozent. Die Bruttomarge soll auf 47,9 Prozent, nach 49,3 Prozent im vorhergehenden Dreimonatszeitraum, gefallen sein. Was zeigt, dass selbst Apple nicht gegen den Kostendruck im High-Tech-Bereich immun sein dürfte.
Gefahr der Überhitzung
Sorgenfalten könnte Investoren auch die Bewertung auf die Stirn zaubern. Selbst für das Geschäftsjahr 2028 liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis mittlerweile bei mehr als 30. Setzt man die Schätzungen für die laufende Periode in den Nenner, zeigt sich ein KGV von knapp 38. Zum Vergleich: Für den S&P 500 Index errechnet Factset auf Sicht der kommenden zwölf Monate einen Wert von gut 20. Ganz zu schweigen von der Charttechnik: Apple notiert 23 Prozent über der 200-Tage-Linie - so gross war der Abstand zuletzt Anfang Dezember 2025. Die Aktie stand zu dieser Zeit vor einer Korrektur, innert rund sechs Wochen gab sie um 14 Prozent nach.
Spekulative "Contrarian"-Wette
Alles in allem könnten die heutige Zahlenvorlage zumindest für Gewinnmitnahmen sorgen. Das gilt umso mehr, da die Anleger in der laufenden "Earnings Season" bei mehreren grossen Technologiewerten, trotz passabler Resultate, Kasse gemacht haben. Für Trader mit einem Hang zum "Contrarian" bietet sich mit Blick auf die Zahlenvorlage also eine Chance auf der Short-Seite. Ein adäquates Instrument für diese spekulative Wette stellt der Short Mini-Future dar. Das Produkt münzt Kursrückgänge bei Apple mit einem Hebel von aktuell 5,1 in Gewinne um. Mit 393,9151 US-Dollar liegt die Knock-out-Schwelle 16 Prozent über dem Basiswertkurs.
Egal, wie Zahlen und Ausblick der Kalifornier ausfallen: Für Wehmut dürfte heute Abend in jedem Fall gesorgt sein. Tim Cook wird den Zwischenbericht von Apple zum letzten Mal präsentierten. Der seit 2011 amtierende CEO tritt am 1. September ab.
| Trading Idee Redcare Apple | |
|---|---|
| Basiswert | Apple |
| Produktgattung | Short Mini-Future |
| Investmentrichtung | Short |
| Emittent | Leonteq |
| ISIN / Valor | CH1579898821 / 157989882 |
| Laufzeit | Open End |
| Stand | 30.07.26 09:00 Uhr |
| Kurs Hebelprodukt | 1.05 Franken |
| Basispreis variabel | 405.0541 US-Dollar |
| Knock-out-Schwelle | 393.9151 US-Dollar |
| Hebel | 5.05 |
| Abstand zum Kock-out | 16.41% |
| Stop-Loss | 0.70 Franken |
| Ziel | 1.55 Franken (42%) |
Disclaimer:
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