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| Kryptowährungen tiefrot |
02.02.2026 13:06:00
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Bitcoin, Ethereum und Co. bleiben unter Druck - teils zweistellige Verluste
Die Kryptowährungen stehen zum Wochenstart weiterhin unter massivem Verkaufsdruck, nachdem der Bitcoin bereits am Wochenende unter die Marke von 80'000 US-Dollar gerutscht war.
• Bitcoin zeitweise unter 75'000 US-Dollar
• Experte: Anleger denken wieder mehr an Risiken
Am Montag rutscht der Bitcoin weiter ab und unterschreitet dabei zeitweise die Marke von 75'000 US-Dollar: Laut "CoinMarketCap" kostet ein Bitcoin am Montag zeitweise 77'810 US-Dollar und damit 1,11 Prozent weniger als noch vor 24 Stunden. Zeitweise war er noch weitaus deutlicher abgerutscht - auf den tiefsten Stand seit April 2025.
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Noch kräftiger abwärts geht es zum Wochenauftakt jedoch bei Ethereum: Die Nummer zwei auf dem Kryptomarkt verlor zuletzt im Vortagesvergleich zeitweise 4,90 Prozent auf 2.286,14 US-Dollar.
Daneben verliert Ripple zeitweise 1,73 Prozent auf 1,62 US-Dollar, während der Solana-Kurs um 1,67 Prozent auf 103,17 US-Dollar nachgibt.
Der aktuelle Rückgang setzt die seit längerem anhaltende Abwärtsbewegung bei den Digitalwährungen fort. Allein der Bitcoin hat seit seinem Rekordhoch bei 126'198,07 Dollar aus dem Oktober 2025 rund 40 Prozent an Wert verloren.
Breite Marktverwerfungen und systemische Risiken
Die aktuelle Korrektur beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Kryptomärkte. Zeitgleich mit dem Kursrutsch bei Bitcoin und Co. fällt auch in anderen Anlageklassen wie Gold und Silber der Preis deutlich, was auf eine breitere Marktstresssituation hindeutet. Laut "Reuters" kam es zu einem starken Abverkauf bei Edelmetallen, der Panikverkäufe bei Aktien, Derivaten und Kryptowährungen auslöste. Diese Korrelation unterstreicht, wie eng heute Risikoanlagen miteinander verflochten sind und wie schnell negative Impulse in verschiedenen Märkten gleichzeitig verstärkt werden können.
Einer der treibenden Mechanismen hinter dem Ausverkauf am Kryptomarkt dürften aber auch Liquidationen von gehebelten Positionen sein. Wenn bestimmte Kursniveaus durchbrochen werden, lösen automatisierte Stop-Loss- und Margin-Calls Verkaufsaufträge aus, die den Abwärtstrend weiter beschleunigen. "Manchmal verstärken sich diese Preisanpassungen selbst", sagte Brian Jacobsen, Chefökonom bei Annex Wealth Management bereits am Wochenende gegenüber "Reuters". Laut ihm habe bereits der abrupte Kurssturz am Freitag die Menschen wieder an die Risiken erinnert. Daher sei es "möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dass wir in den nächsten Tagen weitere Verkäufe sehen werden".
Makroökonomische Unsicherheiten um neuen Fed-Chef
Neben den technischen Faktoren verschärft ein schwieriges makroökonomisches Umfeld die Stimmung der Marktteilnehmer. Die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Vorsitzender habe laut "Reuters" zu erhöhter Unsicherheit geführt, wodurch viele Anleger risikoaverse Strategien bevorzugen und ihr Kapital aus volatilen Anlagen wie Kryptowährungen abziehen. So strebe Warsh etwa eine Reduzierung der Fed-Bilanz an, was an den Kryptomärkten negativ aufgenommen werde, da Bitcoin und Co. als Nutzniesser einer grossen Fed-Bilanz gelten.
Lange Verlustserie
Die Kryptowährung konnte nicht nur am vorherigen Anstieg der Edelmetalle nicht partizipieren, sondern gerät nun zusätzlich im Zuge des breiten Abverkaufs unter Druck.
Damit steuert der Bitcoin laut den Händlern von Crypto Finance auf seine längste monatliche Verlustserie seit 2018 hin. Die Risikoaversion und die Konkurrenz durch traditionelle sichere Häfen hätten "ihren Tribut gefordert", schreibt Analyst Tim Beer.
Er sieht im aktuellen Rückgang aber eher eine makroökonomische Neubewertungen und keine "strukturelle Belastungen" für den Kryptomarkt. Wenn sich das Risiko stabilisiert und die Liquiditätsängste nachlassen, brauche die Kryptowährung keine guten Nachrichten, um sich zu erholen. Redaktion finanzen.ch
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