Wechselseitige Zölle |
03.04.2025 13:57:00
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Trump kündigt neues weitreichendes Zollpaket an - Finanzmärkte in Aufruhr

Die USA werden einen pauschalen Zoll in Höhe von 10 Prozent auf alle Importe verhängen und noch höhere Zölle bei anderen Länder erheben, die das Weisse Haus als schlechte Handelsakteure ansieht.
Finanzmärkte in Aufruhr
Für die weltweiten Finanzmärkte zeichnet sich ein rabenschwarzer Handelstag ab - auch für die Schweizer Börse. US-Präsident Donald Trump hat am Mittwochabend seine lang erwarteten Zoll-Pläne vorgelegt.
Dabei trifft das von Trump verkündete Mega-Zollpaket nicht alle Handelspartner der USA gleichermassen. Jenseits von den zehn Prozent, die auf Importe aus allen Ländern in die Vereinigten Staaten gelten sollen, gibt es individuelle Strafabgaben - je nachdem, ob die jeweiligen Länder aus Sicht der USA besonders hohe Handelsbarrieren für amerikanische Produkte haben. Für die Schweiz hat der Präsident sehr hohe Zölle von 31 Prozent angekündigt.
Für den SMI geht es deutlich abwärts. Bereits am Mittwoch war das Barometer im Vorfeld der Zoll-Ankündigungen deutlich schwächer (-0,8%) aus dem Handel gegangen.
Nikkei letztlich 2,77 Prozent im Minus
Während in Asien die Börsen bereits mit deutlichen Abgaben auf die Nachrichten reagierten - der japanische Nikkei etwa verlor 2,77 Prozent - geht es auch für die europäischen Börsen abwärts. Auch bei den US-Börsen zeichnet sich ein schwacher Start ab. Der deutsche DAX präsentiert sich weit im Minus und auch die Futures für die Wall Street deuten tiefrote Kurse an.
Im Gegenzug sind sichere Häfen gesucht. So ist der Goldpreis in der Nacht auf einen Rekord von 3'167,84 US-Dollar geklettert.
Dollar wird gemieden
Am Devisenmarkt wiederum wird der US-Dollar gerade gemieden. Das Euro/Dollar-Paar notiert aktuell bei 1,0911. Am Mittwochabend ging es noch zu 1,0856 über den Tisch.
Auch zum Franken verliert der Greenback an Boden.
Mit Blick auf die Schweiz sollten Investoren zunächst ein Auge auf die Pharma und Uhrenbranche haben. Während Pharmaexporte mehr als die Hälfte der Schweizer Exporte ausmachen, stellen die USA für die Uhrenbranche den wichtigsten Auslandsmarkt dar, fasst es der Anlagestratege Arthur Jurus von Oddo BHF in einem Kommentar zusammen.
Für Claude Maurer vom Bak Economics ist mit den Zöllen "am 2. April viel an Rechtssicherheit im internationalen Handel verlorengegangen". Machtpolitik trete an die Stelle von regelbasiertem Handeln. Fakt sei, dass alleine die Unsicherheit bereits enorme Kosten in Form von verlorener Wirtschaftsleistung verursache.
Dow Jones Newswires / Zürich (awp)
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Trumps XXL-Zollpaket: SMI und DAX letztlich tiefrot -- China-Börsen schliessen im Minus - Nikkei stürzt abDer heimische Markt sowie der deutsche Leitindex präsentierten sich am Donnerstag mit deutlichen Verlusten. Die US-Börsen stürzen ab. Die neuen Zollankündigungen von US-Präsident Donald Trump sorgten auch in Asien für deutliche Abgaben.
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