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Geändert am: 02.02.2026 10:53:02
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SMI etwas fester -- DAX stabil -- Asiens Börsen am Montag schliesslich tiefrot
Der heimische Aktienmarkt legt leicht zu, während der deutsche Leitindex zu Monatsbeginn seitwärts tendiert. In Fernost ging es zum Wochenstart deutlich nach unten.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Montag zu kleinen Gewinnen.
So nahm der SMI den Handel nur 0,04 Prozent schwächer bei 13'183,32 Punkten auf, rückt im weiteren Verlauf in grünes Terrain vor.
Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI starteten mit einem Minus von 0,05 Prozent bei 18'211,92 Stellen bzw. 0,1 Prozent bei 2'117,71 Einheiten nur marginal schwächer in die neue Woche. Auch im Anschluss sind keine grösseren Ausschläge zu erkennen.
Negative Vorgaben aus den USA und Asien könnten auch hierzulande für tiefere Kurse sorgen. Ein wichtiger Grund dafür ist laut Händlern die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger des im Mai zurücktretenden US-Notenbankchefs Jerome Powell. Warsh galt bisher nicht als Verfechter von schnellen Zinssenkungen, was die Unsicherheit an den Märkten zuletzt verstärkt bzw. einen Crash bei Gold und Silber ausgelöst hat. Ob der Höhenflug der Edelmetalle damit ein Ende gefunden hat, muss sich aber zeigen. Auf jeden Fall hätten die Anleger ein paar Chips vom Tisch genommen, meinte ein Händler.
Jedenfalls schwebt auch zu Beginn des neuen Monats grosse Unsicherheit über den Märkten. Diese Woche dürften die Anleger ihren Blick auch in Europa auf die Zentralbanken richten. Am Donnerstag werden die Europäische Zentralbank EZB und die Bank of England ihre Zinsbeschlüsse veröffentlichen. Es werden zwar keine Zinsänderungen erwartet, wohl aber Aussagen zu den aktuellen Entwicklungen an den Märkten. Zudem stehen mit mehreren Einkaufsmanagerindizes beidseits des Atlantiks und den US-Arbeitsmarktdaten auch wichtige Konjunkturzahlen in der Agenda.
Zudem läuft die Berichtssaison auf Hochtouren. Hierzulande stehen die Banken im Fokus. Julius Bär hat heute Zahlen veröffentlicht, UBS und Novartis folgen am Mittwoch.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Montag von seiner freundlichen Seite.
So eröffnete der DAX die Sitzung mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 24'392,09 Indexpunkten. Im weiteren Verlauf kämpfte sich das Börsenbarometer zunächst an die Nulllinie vor und bewegt sich inzwischen in der Gewinnzone.
In einem von massiven Verlusten an den Edelmetall-Märkten geprägten Umfeld agierten die Anleger in Deutschland zunächst vorsichtig, werden im Verlauf aber mutiger. Wesentlicher Auslöser des jüngsten Einbruchs bei den Preisen von Gold und Silber war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Nicht wenige Spekulanten, die mit Kredit auf weiter anziehende Preise der Edelmetalle gesetzt hatten, wurden davon wohl auf dem falschen Fuss erwischt. Diese müssen dann Positionen glattstellen, was die Preise weiter belastet - eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist. Eine solche Entwicklung kann sich dann vorübergehend auch auf andere Märkte, etwa die für Aktien, auswirken.
Die überraschende Nominierung eines potenziell konservativen Vorsitzenden der amerikanischen Notenbank durch Trump habe die Anleger zunächst auf dem falschen Fuss erwischt, schrieb Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Eigentlich sei erwartet worden, dass Trump alles tun würde, um eine Powell-Nachfolge einzusetzen, die für schnell fallende Leitzinsen steht.
WALL STREET
Vor dem Wochenende dominierten die Bären an den US-Börsen.
So eröffnete der Dow Jones die Sitzung etwas tiefer und verharrte auch im Verlauf im Minus. er verabschiedete sich schliesslich 0,36 Prozent schwächer bei 48'892,47 Punkten ins Wochenende.
Deutlich schwächer zeigte sich der NASDAQ Composite, nachdem er zum Handelsstart bereits nachgegeben hatte. Letztlich verlor er 0,94 Prozent auf 23'461,82 Zähler.
Marktbeobachter verwiesen darauf, dass der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Nachfolger für US-Notenbankchef Jerome Powell als Vertreter einer eher restriktiven Geldpolitik gilt, die eher festverzinsliche Wertpapiere als Aktien begünstigen würde. Die Ökonomen von Evercore ISI um Krishna Guha betonten indes, sie sähen den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh eher "als Pragmatiker und nicht als ideologischen Falken in der Tradition der unabhängigen konservativen Zentralbanker." Für einen kleinen Stimmungsdämpfer sorgte derweil, dass die Erzeugerpreise im Dezember etwa stärker als erwartet gestiegen sind.
ASIEN
An den Börsen in Fernost dominierten zum Wochenstart die Bären.
So zeigte sich der Nikkei 225 in Tokio schlussendlich mit einem Minus von 1,25 Prozent bei 52'655,18 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite daneben 2,48 Prozent auf 4'015,75 Zähler.
Noch deutlicher abwärts ging es in Hongkong: Der Hang Seng verliert zwischenzeitlich 2,23 Prozent auf 26'775.57 Einheiten.
Nach teils deutlichen Kurszuwächsen zum Jahresstart ging es an den asiatischen zum Auftakt in den Februar teils deutlich nach unten. Schwache Vorgaben der Wall Street am Freitag und ein allgemein anhaltend unsicheres Umfeld wurden zu Wochenbeginn mitunter als Begründung angeführt.
Dabei waren die Signale aus der Konjunktur gar nicht schlecht: In China verbesserte sich zumindest der Einkaufsmanagerindex von RatingDog deutlicher über die Wachstumsschwelle auf 50,3 von 50,1 Punkten. Grund für das bessere Umfeld seien vor allem die Aufträge aus dem Ausland gewesen, so Yao Yu, Gründer von RatingDog.
In Japan sorgte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi mit Aussagen zur Wechselkursentwicklung offenbar für - zumindest kurzzeitige - Unsicherheit. Takaichi stellte in sozialen Medien eigene Äusserungen während einer Wahlkampfrede klar, die einige Marktteilnehmer als Signal für eine Toleranz gegenüber einem schwächeren Yen interpretierten. Am Wochenende hatte Takaichi gesagt, ein schwacher Yen stütze die Gewinne der Exporteure im Ausland. Anschliessend schrieb sie in einem X-Post, dass ihre Absichten von einigen Medien missverstanden worden seien. Sie werde weder einen stärkeren noch einen schwächeren Yen befürworten, sondern stattdessen eine starke Wirtschaft aufbauen, die "widerstandsfähig gegenüber Wechselkursschwankungen" sei.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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